Könnten Sie in diesem Wohnhaus ruhig schlafen?

Das “Vancouver House” in der gleichnamigen kanadischen Stadt scheint auf den ersten Blick eine wackelige Angelegenheit zu sein. Doch die preisgekrönten Architekten haben sich etwas überlegt.

Vancouver, 11. November 2021 | Das Vancouver House wurde vom dänischen Architekten Bjarke Ingels entworfen und dieses Jahr zum “Best Tall Building Worldwide” gekürt.

Die Jury der Konferenz “Tall+Urban Innovation” des “Council on Tall Buildings and Urban Habitat” (CTBUH) lobte das Projekt von “BIG” – Bjarke Ingels Studio – in höchsten Tönen. Das Vancouver House sei zu einem Tor zur Stadt geworden und hätte die Skyline von Vancouver neu gestaltet.

Der “Schmäh” dahinter

Doch jeder fragt sich: Wieso fällt dieses Haus nicht beim ersten Windstoß um? Schließlich scheint das Gebäude nach oben hin immer breiter zu werden. Die Lösung liegt im Auge des Betrachters. Denn die ungewöhnliche Form wird durch eine progressive Transformation des Grundrisses erreicht. Das Haus ist an der Basis dreieckig und wird dann am Weg zur Spitze rechteckig.

Ein Geniestreich der Architekten. Auf diese Weise konnte der zur Verfügung stehende Platz für den Bau des Hochhauses optimal genutzt werden. “Die fortschreitende Verwandlung des Grundrisses lässt das Haus in Vancouver dynamisch erscheinen, so als würde sich das Volumen in seiner vertikalen Entwicklung verdrehen”, beschreibt es das Architektur-Portal “Floornature” in einem Bericht.

Bevor das Vancouver House “Best Tall Building Worldwide 2021” wurde, hatte es drei weitere Kategorien gewonnen: “Best Tall Building 100–199 Meters”, “Best Tall Residential or Hotel Building” und “Structural Engineering”.

(mst)

Titelbild: BIG – Bjarke Ingels Group

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2 Kommentare
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nikita
12. 11. 2021 4:21

Beeindruckend, gefällt mir aber nicht.

Bastelfan
11. 11. 2021 19:50

Makaberer scherz: dieser turm kann von einem tiefflieger in einsturz gebracht werden. 1 motorig genügt.