Trauer um langjährigen ÖFB-Trainer:

Paul Gludovatz ist tot

Der heimische Fußball trauert um Paul Gludovatz. Der langjährige Nachwuchsteamchef des ÖFB und SV Ried-Trainer ist im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Corona-Erkrankung verstorben.

Wien, 13. November 2021 | Der ÖFB bestätigte am Samstagvormittag Medienberichte, wonach der Burgenländer an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben ist. Gludovatz war 27 Jahre lang im ÖFB für den Nachwuchs zuständig und erreichte dabei mit der Unter-20-Auswahl 2007 bei der WM in Kanada das Halbfinale.

Als Trainer der SV Ried holte er 2011 den ÖFB-Cup-Titel sowie 2010 und 2011 den Herbstmeister-Titel in der heimischen Bundesliga. Gludovatz galt nicht nur als ausgezeichneter Trainer mit ungewöhnlichen Methoden, sondern war auch als Persönlichkeit sehr anerkannt.

“Seine Persönlichkeit wird unvergessen bleiben”

“Der Name Paul Gludovatz wird für immer eng mit dem österreichischen Fußball verbunden sein. In seiner Tätigkeit beim ÖFB hat er über 27 Jahre lang Generationen an jungen Nationalspielern in ihrer Entwicklung begleitet und geformt”, erklärte ÖFB-Präsident Gerhard Milletich am Samstag via ÖFB-Website. “Auch seine Persönlichkeit wird immer unvergessen bleiben. Paul Gludovatz gebührt großer Dank und Respekt für die Leistungen, die er mit vollem Einsatz für den Fußball in unserem Land erbracht hat”, meinte Milletich, der dem Verstorbenen auch persönlich eng verbunden war.

Auch Sport-Austria-Präsident Hans Niessl zeigte sich in einer Aussendung berührt. Niessl hatte einst selbst mit Gludovatz die Trainer-Ausbildung absolviert. “Gerne erinnere ich mich an die Zeit zurück, als wir gemeinsam die Trainer-Ausbildung, dann auch die Lizenz-Trainer-Ausbildung in Lindabrunn absolviert haben. Bei unseren vielen Treffen habe ich immer seine exakten Analysen und seine freundliche, menschliche, südburgenländische Art geschätzt. Mit Paul Gludovatz ist ein großer Vordenker des Trainerberufs von uns gegangen. Die österreichische Sport-Familie wird ihn stets in lebendiger und ehrender Erinnerung behalten.”

U20-Halbfinale im Jahr 2007

Sportlicher Höhepunkt für Gludovatz war wohl der Semifinal-Einzug in Toronto bei der U-20-WM, als er mit einem Team um Sebastian Prödl, Martin Harnik und Zlatko Junuzovic den vierten Rang holte. Neben erwähnten Erfolgen mit Ried war er sportlicher Geschäftsführer bei Sturm Graz und auch Coach des TSV Hartberg sowie beim SV Eberau, ehe er noch einmal von August 2015 bis Ende der Saison 15/16 zur SV Ried zurückkehrte.

(apa/mst)

Titelbild: APA Picturedesk

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7 Kommentare
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JahnPeter21
14. 11. 2021 8:58

Ich frage mich wie es mit der Ärztlichen Schweigepflicht aussieht. Als nicht Angehöriger bekomme ich keinerlei Auskunft über den Gesundheitszustand oder die Krankheit eines Patienten.
Aber hier wird freimütig über den Grund eines Todesfalles berichtet.
Da wird extremer Missbrauch betrieben um die Menschen zur Impfung zu bewegen. Dabei ist wohl jedes Mittel recht.
R.I.P

amour
14. 11. 2021 20:03
Antworte auf  JahnPeter21

Vielleicht wird auch nur verschwiegen, das er geimpft war?

Bastelfan
14. 11. 2021 7:09

RIP, mr seriös.

nikita
13. 11. 2021 13:16

Mach’s gut und RIP.

Reini1118
13. 11. 2021 13:07

Mit 75 keine Vorerkrankungen ??
Also ein reiner Covid Toter ??

Kurt Knurrt
13. 11. 2021 13:14
Antworte auf  Reini1118

Es gibt Leute die liegen tatsächlich auf der Intensivstation wegen C, allerdings mit Vorerkrankungen und die sind sogar doppelt geimpft.

KarinLindorfer
13. 11. 2021 16:34
Antworte auf  Kurt Knurrt

Nur leider hat ab einem gewissen Alter fast jeder eine Grunderkrankung in unseren Breiten. Und die allermeisten wissen das nicht einmal. Weil eine Altersdiabetes hat mit 50 schnell mal wer. Und sie wären überrascht wie viele davon nicht einmal übergewichtig sind. Von Bluthochdruck einmal ganz abgesehen.