EZB-Chefin

Kein Ende der Inflation in Sicht

Die ehemalige IWF-Chefin und aktuelle EZB-Chefin Christine Lagarde glaubt nicht, dass sich ein baldiger Rückgang der Inflation abzeichnet. Sie könnte sogar länger als erwartet dauern.

Wien/Brüssel, 15. November 2021 | Die Phase erhöhter Inflation im Euroraum könnte laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde länger als erwartet andauern. Zwar gehe die Notenbank weiter davon aus, dass die Lieferkettenprobleme im Laufe des nächsten Jahres schrittweise nachließen, sagte Lagarde am Montag in einer Anhörung vor einem Ausschuss des Europaparlaments laut Redetext. “Doch der Rückgang wird länger dauern als ursprünglich gedacht”, fügte sie hinzu.

Keine höheren Zinsen

Falls die Energiepreise weiter anzögen und die Lieferprobleme anhielten, könnte die Inflation länger erhöht bleiben als es die EZB derzeit erwarte, warnte die Französin. Mittelfristig erwartet die Notenbank weiterhin, dass die Teuerung im Währungsraum unter dem EZB-Inflationsziel von zwei Prozent liegen wird.

Die Währungshüter hatten sich auf ihrer jüngsten Zinssitzung trotz rasant steigender Preise nicht aus der Reserve locken lassen und höheren Zinsen an den Finanzmärkten eine klare Absage erteilt. Zugleich hatte Lagarde signalisiert, dass das billionenschwere Corona-Notprogramm PEPP im März 2022 enden dürfte.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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23 Kommentare
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Suppenkasper
16. 11. 2021 12:53

Im Schatten der „WICHTIGEN“ Probleme der Zeit Corona Plandemie und Klimakrise, verkaufen unsere Führer (Sklavenaufseher) uns an die Zentralbanken und ihre Eigentümer. Liebe Leute darum geht es in Wirklichkeit. Sie kochen und weich um das bissl das wir noch haben auch noch billig zu bekommen.

Glaubnix
15. 11. 2021 23:03

Die Inflation dauert deshalb länger, weil Draghi und alle Politiker seit 2014 den Geldhahn für die Banken und Reichen so aufgedreht haben, dass der Euro total überschuldet ist! Die Währung ist quasi wertlos und wird an die Wand gefahren und im digitalen Euro münden, damit man den Bürgern endlich die Ersparnisse löschen kann, wenn sie nicht so investiert werden wie gewünscht. Und dazu muss der Bürger erst finanziell platt sein, sonst wehrt er sich noch! Also, Firmen demolieren, verschulden, Jobs wegnehmen… Geschieht gerade dank Pandemie. Welch ein günstiger Zufall! – Und falls der Bürger doch rebellieren will, stellt uns die NATO sicherheitshalber einen Krieg vor die Haustür. Denn nichts lenkt bekanntermaßen besser von innenpolitischen Problemen ab als ein außenpolitischer Konflikt!

Cynane
16. 11. 2021 13:31
Antworte auf  Glaubnix

Katastrophenkapitalismus

Ureinwohner
15. 11. 2021 22:16

Mit anderen Worten: Sie hat zwei Mal versagt könnte man meinen.

der Beobachter
15. 11. 2021 17:06

Das wollen wir doch hoffen, daß die Inflation noch lange andauert. Dem Pöbel werden mit der kalten Progression und der Nullzinspolitik die letzten Reserven entzogen und die Großkonzerne feiern fröhliche Urständ. Auch die Staaten haben dagegen nichts einzuwenden, da sie ihre Kreditzinsen günstiger bedienen können. Wichtig ist jetzt noch, daß in Bälde das Bargeld abgeschafft wird, dann sind dem Pöbel die Handschellen endgültig angelegt-und er wird es nicht einmal merken und verstehen.
Es wird immer dunkler…
Gute Nacht Österreich, gute Nacht Europa!

Hermano
15. 11. 2021 17:17
Antworte auf  der Beobachter

Dann entscheiden Sie sich dafür, dass es heller wird. ;))

der Beobachter
15. 11. 2021 17:29
Antworte auf  Hermano

Lieber Hermano, entscheiden kann das nur die Masse (der Pöbel) mit einer entsprechenden Antwort in der Wahlurne-soferne man sie (ihn) läßt. Ginge es nach mir, hätten wir das ganze Jahr über, jeden Tag Sonnenschein…
Trotzdem muß es heller werden Österreich!

Ureinwohner
15. 11. 2021 22:19
Antworte auf  der Beobachter

Der Pöbel hat das gerne und kommt sich schlau vor, wenn er jeden Kautschi mit der Karte bezahlt. “Hohe Akzeptanz” bei der Bevölkerung usw. usw.

der Beobachter
15. 11. 2021 23:17
Antworte auf  Ureinwohner

Lieber Ureinwohner, der Pöbel wird auf Linie gebracht, man könnte auch sagen, manipuliert. Denken Sie nur an die Werbeslogans-..”cool, mit Karte”..etc…Dafür werden Millionen ausgegeben, als Dank für die Verarschung, darf es der Pöbel auch noch selbst bezahlen. Herrlich nicht?
Es muß trotzdem heller werden Österreich!

Hermano
15. 11. 2021 17:35
Antworte auf  der Beobachter

Doch, es liegt bei einem selbst. Nur auf die eigene Gefühlslage kann man einwirken. Auf die Masse hat man kaum Einfluss. Ändert sich die eigene Haltung (damit ist nicht Meinung gemeint), ändert sich die Außenwelt. So funktioniert unser Dasein.
Aber es sind herausfordernde Zeiten und das Beschriebene fällt nicht immer leicht, da will ich Ihnen nicht widersprechen. Aber es ändert sich. Und wir alle besitzen mehr Schöpferkraft als uns (noch) bewusst ist. ;))
Viel Kraft und Ausdauer.

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Hermano
der Beobachter
15. 11. 2021 18:58
Antworte auf  Hermano

Lieber Hermano, bin ganz bei Ihnen.
Es muß heller werden Österreich!

HansiVorderseer
15. 11. 2021 15:37

Vor kurzem hat die Dame noch gemeint, die Inflation sei nur vorübergehend. Klingelt’s?

Glaubnix
15. 11. 2021 23:04
Antworte auf  HansiVorderseer

Geht sicher vorüber

Hermano
15. 11. 2021 13:02
Rasputin Rasputin
15. 11. 2021 12:58

Eigentlich meint die Frau Lagarde, Terms of Trade und nicht die Inflation.
Mit Inflation soll man Preissteigerungen im Inland durch Erhöhung der Geldmenge (lt. Friedman helicopter money) assoziieren, die durch erhöhte Staatsverschuldung bzw. Staatsausgaben erzeugt wird. Bzw. Preisänderungen, die durch die Zentralbank z.B. durch Zinspolitik kontrolliert werden können. (Weil auf die Geldmenge hat die EZB nur einen marginalen Einfluss.)
Die Verteuerung von Importen kann Frau Lagarde nicht beeinflussen, außer sie greift in das sensible Zusammenspiel der Wechselkurse ein.

Rasputin Rasputin
15. 11. 2021 12:42

Solange die Löhne und Sozialleistungen mit der “Inflation” steigen, gibt es für 90% der Bevölkerung kein Problem.
Allerdings wirft mE der Handelskrieg der USA gegen China seine langen Schatten voraus. Wenn China der Zugang zu Rohstoffen verwehrt werden soll, werden auch die chinesischen Produkte sich verteuern. Was sich in “Inflation” niederschlägt.
Alternativen günstige Produkte werden ja nicht angeboten.

HansiVorderseer
15. 11. 2021 15:40
Antworte auf  Rasputin Rasputin

Die Löhne steigen aber nicht gleich wie die Inflation. Daher gibt es ein Problem für 90 % der Bevölkerung. Das Problem heisst Reallohnkürzung oder Kaufkraftverlust.

Strongsafety
15. 11. 2021 12:35

Lauter Versager die Studierten Flaschen.

EmergencyMedicalHologram
15. 11. 2021 12:32

Waren das noch Zeiten, als uns arme Schlucker im Osten die harte D-Mark lockte weil wir mit unseren DDR-Alumünzen mit dem widerwärtigen Griffgefühl und den wenn auch sehr schön gestalteten DDR-Banknoten keine schönen Sachen kaufen konnten. Es klangen da herrliche westliche Begriffe wie “Hartwährungspolitik” und “Geldstabilität” an unser Ohr. Schillinge, Franken, Dollars, Yen, D-Mark waren Botschafter einer reichen, besseren Welt. Und auch das reiche Österreich und die alte reiche BRD mussten sich in den 80igern noch für 7-8% Zinsen verschulden. Man glaubt das heute kaum noch.

HansiVorderseer
15. 11. 2021 15:44

Wennst noch ein wenig Geduld hast, darfst du das Gefühl von damals ein zweites Mal erleben.

EmergencyMedicalHologram
15. 11. 2021 16:55
Antworte auf  HansiVorderseer

Dann ist wieder der mit der Jeans, dem Volvo und dem Videorekorder der Coolste. Mit den Sachen, die sonst keiner hat. Kann man nicht vergleichen. Unser jetziger Wohlstand ist schon ein Wahnsinn.

asmo
15. 11. 2021 12:20

Solange nur die Preise steigen, die Gehälter aber niedrig bleiben, sieht die Frau Zentralbankchefin natürlich kein Problem.

HansiVorderseer
15. 11. 2021 15:41
Antworte auf  asmo

Das ist der Sinn der Sache. Langsame Enteignung der Menschen über die Inflation. Bei ca. 5 % Inflation bist du in spätestens 10 Jahren die Hälfte deiner Ersparnisse los. Diese sind dan aber nicht wirklich vernichtet, sie sind nur woanders -))