Lockdown für Ungeimpfte

Doskozil berät weiteres Vorgehen im Burgenland

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Montag zu Beratungen über die weitere Vorgehensweise in der Coronakrise mit Experten geladen.

Eisenstadt, 15. Oktober 2021 | Bei einem Treffen mit Experten soll am Vormittag besprochen werden, wie es angesichts österreichweit steigender Fallzahlen im Burgenland weitergeht, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Büro des Landeshauptmannes. Die Ergebnisse sollen am Dienstag bei einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Gegen “Schikanen und Drohungen”

Bei der Expertenrunde gehe es um den generellen Umgang mit der Coronakrise im Burgenland. Doskozil hatte derartige Gespräche bereits Anfang November beim Erreichen des Ziels der Impflotterie angekündigt. Er wollte die Lage in den burgenländischen Spitälern für ein bis zwei Wochen beobachten und danach darüber beraten, was die Entwicklungen für die Zukunft bedeuten. Zuletzt wurden im Burgenland 51 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern behandelt, davon sieben intensivmedizinisch.

Maßnahmen wie jenen auf Bundesebene steht Doskozil eher kritisch gegenüber. Den “Lockdown für Ungeimpfte” sieht er etwa “skeptisch, was die Sinnhaftigkeit und praktische Umsetzbarkeit betrifft”. Außerdem habe sich der Landeshauptmann mehrmals für positive Anreize zum Impfen und gegen “Schikanen und Drohungen” ausgesprochen.

(apa/red)

Titelbild: APA Picturedesk

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9 Kommentare
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Kehrichterin
15. 11. 2021 13:51

Jedem bereits Geimpften und jedem Impfverweigerer der sich bis zum Frünjahr impfen läßt einen 1.000er … und die Türen der Impfbuden täten eingetreten werden … um bloss ja die Kohle so schnell wie möglich zum Wirten des Vertrauens zu bringen … wengan “Genussachterl”, und weng da “Gastro”, ned wengan Saufen ! Die paar Milliarden dafür wären Peanuts im Vergleivh zu den Kosten die die Covidvollpfostenidioten verursachen ….

hr.lehmann
15. 11. 2021 12:21

Also wenn man mich fragt ist diese Maßnahme nur ein fauler Kompromiss und soll bezwecken dass geimpfte Personen es als Zuckerl empfinden dass sie vom Lockdown befreit sind bzw. Genugtuung verspüren dass ungeimpfte Personen Nachteile erleiden. Bringen wirds nichts außer dass man den Widerstand der Impfskeptiker verstärkt und sie in ihrem Misstrauen gegenüber dem Staat bestätigt. Daher plädiere ich als Geimpfter dafür, dass ein Lockdown für alle beschlossen wird und an neuralgischen Orten (Spitäler, Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen etc.)
verpflichtende PCR Tests -für alle – verordnet werden. Das würde mich auch betreffen und tät mich naturgemäß sehr anzipfen. Dafür könnte ich wiederum davon ausgehen dass es effizient wäre und würde es als Schutz für mich und die mir anvertrauten Klienten wahrnehmen.

KarinLindorfer
15. 11. 2021 13:47
Antworte auf  hr.lehmann

Ich finde auch das wir alles zudrehen sollten. Das ganze kocht über weil die Politik so feige war und lieber Wahlkampf geführt hat statt die Pandemie zu bekämpfen.

hagerhard
15. 11. 2021 12:01

Es ist halt schon ziemlich peinlich, wenn man lange vollmundig angekündigt hat, dass es für Geimpfte keinen Lockdown mehr geben wird.

Jetzt wird also alibimässig ein paar Tage ein recht sinnbefreiter und nutzloser „Lockdown“ für Ungeimpfte durchgezogen, damit dann, bei der Verkündung eines allgemeinen Lockdowns darauf verwiesen werden kann, dass man ohnehin alles andere versucht hat und man nicht ganz blöd dasteht.

https://www.hagerhard.at/blog/2021/11/massive-desaster-ahead/

Buerger2021
15. 11. 2021 17:54
Antworte auf  hagerhard

Der Dosko ist und bleibt ein Wendehals!

KarinLindorfer
15. 11. 2021 11:40

Herr Doskozil, leider haben sie sich vergeblich bemüht und ihre Verantwortung wahrgenommen um uns aus dieser Pandemie rauszubekommen. Die ÖVP hats leider wieder einmal vergeigt, die Machtgier stand ihr wie immer im Wege. Sorry.

hr.lehmann
15. 11. 2021 13:16
Antworte auf  KarinLindorfer

Glaube aber dass es Doskozil in Burgenland leichter hatte als andere LHL. Ohne jetzt Stelzer in Schutz nehmen zu wollen möchte ich behaupten dass es für ihn in OÖ ungleich schwieriger gewesen wäre diese Impfsolidarität zu erreichen. In Burgenland, dies schon immer unter einem wirtschaftlichen Nachteil leidet, war es nicht überraschend dass sich die Bevölkerung durch hohe Impfverweigerung nicht noch einen zusätzlichen Nachteil einhandeln wollte. Viel höher einzuschätzen ist dafür der Mut von Ludwig, der es schaffte das multikulturelle Wien mit ihren verschiedensten Mentalitäten auf einen für Wien hohen Impfkonsens einzuschwören.

KarinLindorfer
15. 11. 2021 13:53
Antworte auf  hr.lehmann

Kann schon sein. Aber Doskozil pflegt auch einen anderen Umgang mit den Leuten als Stelzer. Stelzer ist autoritär und meint er brauche nur anzuschaffen. So kann man heutzutage nicht mehr umgehen mit den Leuten. Auch Ludwig ist anders. In Wien ist man eher daran orientiert einen Service für die Bevölkerung zu bieten.

Zuletzt bearbeitet 6 Monate zuvor von KarinLindorfer
mechtawossogn
15. 11. 2021 11:27

Ihr habt den Template-Text noch drinnen!