Schweiz macht es vor:

»Ja« für bessere Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen

Mehr als die Hälfte der Schweizer stimmten in einer Volksabstimmung für die Pflegeinitiative. Damit ist die Regierung dazu verpflichtet, die Arbeitsbedingungen, Löhne und Ausbildung in der Pflege zu verbessern.

Bern, 30. November 2021 | Geht doch: Bei einem Volksentscheid in der Schweiz sprachen sich am Sonntag 61 Prozent für eine Initiative zur Attraktivierung des Pflegesektors aus. Das bedeutet unter anderem, Pflegekräfte höhere Gehälter zu zahlen und ihre Arbeitsbedinungen zu verbessern. Darüber hinaus soll mehr Geld in die Aus- und Weiterbildung fließen. Damit soll der Pflegeberuf als ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Verfassung verankert werden. Der Bundesrat hat nun 18 Monate Zeit, dieses Votum auch wirklich umzusetzen.

Die Mehrheit dürfte vor allem deshalb zustandegekommen sein, weil viele Bürger den Einsatz der Pflege während der Corona-Krise honorieren wollten – und zwar mit höheren Löhnen, statt mit Applaus.

Liberale und Volkspartei wollten Pflegeinitiative verhindern

Die Deutlichkeit des Ergebnisses ist überraschend, denn eine breite Unterstützung aus den politischen Parteien gab es nicht – im Gegenteil: Bereits 2017 hatte der Fachverband der Pflegebeschäftigten mehr als die 100.000 nötigen Unterschriften für ihre Pflegeinitiative vorgelegt. Doch sie war im Nationalrat abgewiesen worden.

Am vergangenen Sonntag durfte die Bevölkerung dann zwischen einem Gegenvorschlag und der Ursprungsinitiative entscheiden. Von den großen vier im Bundesrat vertretenen Parteien sprachen sich nur die Sozialdemokraten für den Vorschlag der Pflegebediensteten aus. Die rechtskonservative Schweizer Volkspartei (SVP) und die liberale FDP empfahlen, mit Nein zu stimmen. Die Partei „die Mitte“ enthielt sich. Die kleineren Parteien – die Grünen und die grünliberale Partei – sprachen sich für die Initiative aus.

„20 Monate an der Front gegen das Virus gekämpft“

Trotzdem erreichten die Beschäftigten in der Pflege eines der besten Ergebnisse einer Volksinitiative aller Zeiten. Das könnte auch mit der starken Belastung für diese Berufsgruppe während der Pandemie zu tun haben.

„Sie haben 20 Monate für uns an der Front gegen das Virus gekämpft. Jetzt ist es an uns, ihnen zu helfen. Für anständige Arbeitsbedingungen, für Löhne, um die es sich zu arbeiten lohnt und für eine Ausbildung, die Lust macht auf diesen Beruf“, erklärt Cédric Wermuth, Co-Vorsitzender der Schweizer Sozialisten die Unterstützung seiner Partei für die Initiative in einem Facebook-Video. Die Pflege auf Intensiv- und Covid-Stationen gehöre nach Wermuth ohne Frage zu jenen Berufsgruppen, die am schwersten an der Corona-Krise zu tragen haben.

Auch in Österreich sind die Arbeitsverhältnisse in den Pflegeberufen prekär – das war jedoch auch schon vor der Coronakrise so. Personalmangel, fehlende Anerkennung, erschwerte Arbeitsverhältnisse, niedrige Löhne: Immer mehr Pflegepersonal denkt darüber nach, zu kündigen (ZackZack berichtete ausführlich). Die Politik sei hierzulande gefordert, sagen Experten.

(jz)

Titelbild: APA Picturedesk

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44 Kommentare
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SusiSorgenvoll
1. 12. 2021 7:15

Hallo Leute, was ist los mit unserer freiheitsliebenden Gesellschaft. Mit der Impfpflicht ist es aus mit FH. Alle fünf Monate einen Stich, da Nachlassen der Wirkung oder neue Mutante. Ein staatlicher (Wirr)ologe entscheidet. In Zukunft nicht mehr Gratisstich da Pflicht sonst Pfändung. Es ist einfach unpackbar .

plot_in
1. 12. 2021 2:51

Hoffentlich wird das der ersehnte Dammbruch zu mehr Lohngerechtigkeit.

hr.lehmann
1. 12. 2021 9:29
Antworte auf  plot_in

Die Politik wird einsehen müssen dass die bevorstehende Kündigungswelle nicht nur aus Impfgegnern bestehen wird, sondern viel mehr noch um Personal dies nicht einsieht dass sie den hausgemachten Pflegenotstand mit ihrer eigenen physischen wie psychischen Gesundheit wettmachen soll. Und diese haben falls geimpft, noch genügend Alternativen zur Verfügung. Falls jedoch weiter Türkis und im schlimmsten Fall noch FPÖ dazu, regiert sehe ich da wenig Hoffnung und Handlungsspielraum. Dann betrifft dies nicht nur OÖ sondern das ganze Land.

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von hr.lehmann
Huabngast
1. 12. 2021 9:48
Antworte auf  hr.lehmann

…die Politik wird einsehen müssen… tatsächlich mehr als ein frommer Wunsch? Das wäre wirklich einmal neu.

Pflichtfeld
30. 11. 2021 22:47

Ich bitte euch ….
Es ist doch gar nicht beabsichtigt die Arbeitsbedingungen des medizinisch/pflegenden Personals zu verbessern.
Wenn genug Menschen diese Berufe ergreifen haben wir keinen medizinischen Notstand
und Politik, Wirtschaft und Medien können sich ihr heißersehntes “neues normal” aufzeichnen.

plot_in
1. 12. 2021 2:47
Antworte auf  Pflichtfeld

Wie würde vergleichsweise die FPÖ abstimmen? Während 18monatiger Regierungstätigkeit hat sie nicht erkennen lassen, dass ihr das ein Anliegen ist: Davor nicht, danach auch nicht. Hat sich da etwas geändert?

hr.lehmann
1. 12. 2021 9:10
Antworte auf  plot_in

Ich glaube ja dass die Freiheitlichen es unterschätzt haben wie viele Blauwähler in Pflegeberufen tätig sind. Sie meinten wohl das es sich dabei vorwiegend um Sozialromantiker bzw. Gutmenschen handelt. Weit gefehlt! Kenne genug die zwar sozial engagiert sind aber FPÖ wählten auf Grund der Ängste dass Österreich von Flüchtlingen und Migranten überschwemmt wird, die es auf ihr bisschen Hab und Gut und aber auch auf Unzucht mit unschuldigen “Freiwild” – Mitarbeiterinnen selber falls noch attraktiv sonst ihre Töchter – abgesehen haben. Wenn die Blauen schon propagieren dass Sozialleistungen nur Österreichern zur Verfügung stehen sollen, sollten sie (speziell in OÖ wo FPÖ ja mitregiert) wieder mehr darauf achten dass Pflegende und zu Versorgende bessere Bedingungen vorfinden. Denn von Überfremdung ist in diesem Bereich nur wenig zu spüren. Zumindest nicht in den Einrichtungen wo ich tätig war und bin.

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von hr.lehmann
Huabngast
1. 12. 2021 9:39
Antworte auf  hr.lehmann

Ich sage nur Hartinger Klein.

Spassvogel
30. 11. 2021 22:37

Und weil von der Schweiz und dem dortigen Pflegepersonal die Rede ist, ergänze ich die Infos mit einer sehr tragischen Mitteilung. Heute bestätigt die Staatsanwaltschaft St. Gallen, die sie Strafuntersuchung eingeleitet hat wegen des plötzlichen und offiziell ungeklärten Todes von zwei Lehrtöchtern am dortigen Kantonsspital. Die beiden 17 Jahre jungen, vorher pumperlgesunden Frauen, die sich in der Ausbildung zur FAGE (Fachfrau Gesundheit) am Kantonsspital befanden, sind beide unmittelbar hintereinander und, wie es heisst “in zeitlichem Zusammenhang” mit der Impfung verstorben.
Zum Risikovergleich: Es gab in der ganzen Schweiz bisher keinen einzigen Fall von einem Minderjährigen, der an Covid verstorben war. Und nun gleich zwei Jugendlich hintereinander an der Impfung.
Die Staatsanwaltschaft wird eine Obduktion veranlassen.

Huabngast
1. 12. 2021 0:30
Antworte auf  Spassvogel

Die Familien der Verstorbenen reagieren wegen der Vereinnahmung durch Impf-Skeptiker entsetzt. Corona-Skeptiker instrumentalisieren den Tod der beiden Lernenden um gegen die Impfung Stimmung zu machen. Der Mediensprecher des Spitals Philipp Lutz bezeichnet die Spekulationen als unverantwortlich und pietätlos und bittet eindringlich, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren.

Publiziert am 8.11.2021 im blick.ch

der Beobachter
30. 11. 2021 19:51

In der Schweiz ist solch eine gute und notwendige Maßnahme möglich, warum?
Weil die Schweiz eine Demokratie ist, ihr Recht geht vom Volke aus…
Es muss heller werden Österreich!

Spassvogel
30. 11. 2021 22:40
Antworte auf  der Beobachter

Im Gegensatz zu Österreich, wo Personal in der Pandemie abgebaut wurde, wurde das Pflegepersonal in der Schweiz immerhin um 3 % erhöht. Das ist noch immer zu wenig, aber wenigstens ein Tropfen auf den heissen Stein, während man in Österreich den heissen Stein noch erhitzt, indem man das noch vorhandene Personal vergrault und zum Aufgeben bringt.

der Beobachter
30. 11. 2021 23:05
Antworte auf  Spassvogel

Lieber Spassvogel, in Österreich wird schon lange am 2KlassenMedizinsystem gearbeitet. Dem Pöbel wird trotz steuerlichem Pflichtabzug, eine (z.B. dringende operative Maßnahme) erst dann ermöglicht, wenn er abermals (tief) in die Tasche greift. Somit wird er zweimal zur Kasse gebeten. Alle politischen Kräfte wissen das und schauen zu, weil in diesem Privatisierungssystem einige potente Freunderln ihre Geschäfte abwickeln können und gleichzeitig viel Geld für die diversen Parteikassen bereit liegt…
Es muss heller werden Österreich!

Spassvogel
30. 11. 2021 23:33
Antworte auf  der Beobachter

Sehe ich auch so. Das Basis-Problem der Gesundheitsversorgung ist die zunehmende Privatisierung. In Deutschland noch viel schlimmer als in Ö, hat man in den 20 Pandemiemonaten doch ca. 6500 Intensivplätze abgebaut und schreit jetzt “Triage, Horror, furchtbar”. In Ö etwas langsamer, aber in die gleiche Richtung. Detto und mit furchtbaren Folgen in den Alten- und Pflegeheimen. Privatisierungen, Einsparungen beim Personal und Gewinnmaximierung für die Aktionäre.

NurI
30. 11. 2021 19:12

Ich habe mich sehr gewundert, als der ORF in der ZIB vorgestern (glaub ich) nur über die Abstimmung zum Covid-Gesetzes berichtet hat, aber nicht über die Abstimmung zur Pflegereform!

Spassvogel
30. 11. 2021 22:42
Antworte auf  NurI

Wenn du die Entwicklung des ORF in den vergangenen 20 Monaten siehst, kann dich das doch nicht wundern. Der ORF ist heute auf dem Niveau eines DDR-Staatsfernsehens oder eines teleshopping-Kanals.

AsNr1
30. 11. 2021 19:41
Antworte auf  NurI

Vorauseilender Gehorsam gegenüber dem neuen (sehr) türkis-freundlichen ORF-Chef.

hr.lehmann
30. 11. 2021 17:48

Seit der schwarz blauen Koalition und speziell seit dem man FPÖ PolitikerInnen das Gesundheits wie Sozialressort anvertraute, sorgte asoziale bzw. grenzwertig neoliberale Politik dafür dass man den Sozialbereich immer mehr ausbluten ließ und Sozialdumping in allen Bereichen überhand nahm. Alle die sich für Pflege und weitere Sozialberufe einsetzten, in den Ländern wie auch im Bund, wurden diskreditiert und masssivste Hürden in den Weg gelegt, da sie sich zumeist in der Opposition befanden und in jeder Hinsicht dem großen neoliberalen Plan zuwiderliefen. Alle die was jetzt jammern und es befinden sich auch viele Blauwähler unter ihnen, sollten einmal nachdenken wem sie dieses Dilemma zu verdanken haben und nie wieder ÖVP oder FPÖ wählen.

der Beobachter
30. 11. 2021 19:49
Antworte auf  hr.lehmann

Ja lieber Genosse hr.lehmann, wie die von Ihnen verehrte rote Kamarilla im WienerKrankenanstaltenverbund täglich Kompetenz beweist. Die größten Korruptionsfälle der letzten Jahre, AKH, KH-Nord, zweckfremde Grundstückskäufe aus Fondsmitteln des KAV, Ärztemangel, Entlohnung des Spitalpersonals, etc…
War und ist das keine neoliberale Politik Ihrer Freunde? Oder ist es schlicht und einfach Korruption in Reinkultur? Soviel Inkompetenz würde ich niemandem zuschreiben, also müssen es andere Gründe für die o.angef. Fehlleistungen sein. Aber Ihr ExBürgermeister Häupl zum KHNordDebakel angesprochen, ..”bin i a Baumasta?”.. Und die ExGesundheitsstadträtin Wessely ist bei Siemens gut untergebracht worden, anstatt aufgrund des millionenschweren Steuergeldmißbrauches vor Gericht gestellt worden zu sein. Also lieber hr.lehmann, Sie sollten Ihr linkes Auge vielleicht einmal medizinisch überprüfen lassen…
Es muss heller werden Österreich!

hr.lehmann
30. 11. 2021 21:11
Antworte auf  der Beobachter

Ich befinde mich nun schon seit 34 Jahren im Sozialbereich und habe dabei unterschiedlichste Kunden betreut. Angefangen von der Krankenpflege, Behindertenbereich, psychosoziales Klientel wie auch sozialpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Und sie können es mir glauben dass es mehrere Auf und Abs gegeben hat in der Berücksichtigung und Budgetierung vom Sozialbereich. Aber in den Jahren wo FPÖ mitregierte, auch unter Wolfgang Schüssel, war stets saure Gurkenzeit für Institutionen und Bereiche mit zu betreuenden Klientel angesagt. Aber so schlimm wie ab 2015 wars noch nie und ist leider auch mit Türkis Grün nicht besser geworden was einer Riesenschande für die Grünen gleichkommt. (Habs vergessen dass man aus dem Grund Grün auch nicht mehr wählen soll doch in OÖ hat es sich nicht so negativ ausgewirkt bis Stelzer mit den Blauen zusammenging). Dass die SPÖ auch schon in Finanzaffären -Bestechungsskandale, Freunderwirtschaft etc
verstrickt war ist mir natürlich bekannt doch gehts hier um die Situation im Sozialbereich und diesbezüglich konnte ich mich noch nie über die Sozialdemokraten beklagen. Zumindest in der Relation zu ÖVP und FPÖ, und Grün im Bund gesehen.

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von hr.lehmann
der Beobachter
30. 11. 2021 21:50
Antworte auf  hr.lehmann

Lieber hr.lehmann, …”dass die SPÖ auch schon in Finanzaffären-Bestechungsskandale, Freunderlwirtschaft, etc… verstrickt war”…
Ja haben Sie irgendwann gehört und ad acta gelegt, weil ja doch irgendwie sind sie die besseren Verbrecher als andere, oder? So kann man halt Korruption der eigenen Partei leichter “relativieren”, als das der anderen Akteure-sagen Sie. Dieser Ansatz ist leider falsch. Verbrechen bleibt Verbrechen und Korruption bleibt Korruption, egal von welcher Partei sie ausgeübt werden. Sie machen gute Politik von der für Sie richtigen Budgetierung (in Ihrem Falle der Sozialbereich-was auch immer Sie genau damit meinen) abhängig. Vielleicht ein bischen kurzsichtig und egozentrisch betrachtet? Wir würden uns bei der Problembetrachtung leichter tun, wenn Sie konkrete Bereiche, die dafür getätigten politischen Maßnahmen und deren Auswirkungen konkretisieren könnten. Sonst bewegen wir uns in einem zu diffusen und allgemeinem Bereich, wo mit reinem Politsprech argumentiert wird. Ich möchte nur anmerken, dass ich nach der goldenen Ära Kreisky (für den Pöbel) kein Parteigänger mehr bin. Denn alle seine Ziehsöhne, die mit dem goldenen Löffel aufgezogen wurden, hatten und haben sich mittlerweile meilenweit von sozialdemokratischen Grundsätzen entfernt. Mit der Verschränkung von Ideologie und Kapital, hat leider auch die Sozialdemokratie einen Weg eingeschlagen, der nicht mehr meiner ist. Umso wichtiger ist es heute, alle politisch Agierenden kritisch und aufmerksam zu beobachten…
Zurück zu uns beiden, ich finde auch wichtig, faktenorientiert zu Argumentieren, da nur so ein fruchtbarer Diskurs (auch wenn man nicht einer Meinung ist) zustande kommen kann. In jedem Falle sollte eine “Auseinandersetzung” etwas Erkenntnisorientiertes für beide (oder mehrere) Teilnehmer bringen. Andernfalls wären es reine Anpöbelungen (wie hier in diesem Forum leider vielfach praktiziert) von verhärteten Standpunkten, aus parteipolitischen Ritterrüstungen heraus. Daran möchte ich mich nicht beteiligen.
Trotzdem muss es heller werden Österreich!

hr.lehmann
1. 12. 2021 6:38
Antworte auf  der Beobachter

Leider ist der Rahmen hier etwas zu gering um ausführliche Debatten über dieses Thema zu führen, doch für ihre Süffisanz wohl ausreichend!? Schon schade, gell,dass sie sich hier nicht innerhalb ihrer gewohnten Coronablase befinden, wo sie doch in so beeindruckender Marnier einen Sozigenossen nach allen Regeln der Kunst zerlegen. Viele werdens wohl nicht lesen und der Applaus hält sich in Grenzen. Deshalb wechselns ganz schnell wieder zu einem anderen Thema – Coronanews gibts ja täglich – und die Likes werden wieder mehr, versprochen 😉

der Beobachter
1. 12. 2021 10:06
Antworte auf  hr.lehmann

Lieber hr.lehmann, …”leider ist der Rahmen hier etwas zu gering”…”innerhalb ihrer gewohnten Coronablase”…
Themenverfehlung, oder nicht sinnerfassendes lesen, was ist Ihr Problem? Sich einer sachlichen Auseinandersetzung nicht zu stellen, abzulenken, persönlich untergriffig zu werden und feige davonzulaufen wie Sie das in Ihrem letzten Posting machen, finde ich schade und bezeichnend zugleich. Genau dieses unwürdige Verhalten meinte ich in meinem letzten Posting. Wenn man faktenmäßig in einer Sackgasse steckt und zu sich selbst nicht ehrlich genug ist, diese Position einzusehen, dann bleibt halt der ideologische Stahlpanzer. Aber keine Sorge hr.lehmann, ich werde Sie nicht mehr quälen, so können Sie und Ihresgleichen in Ihrer Blase dahinschweben. Und zwei letzte Berichtigung Ihrer Unterstellungen-die Themenstellung die mein Interesse erweckt, überlassen Sie bitte mir selber und in erster Linie sollten Sie persönlich meine Posts (wenn ich mit Ihnen interagiere) lesen. Effekthascherei (im Gegensatz zu Ihnen) ist nicht meines…
Trotzdem muss es heller werden Österreich!

amour
1. 12. 2021 2:09
Antworte auf  der Beobachter

Als ehemals überzeugte Rotwählerin kann ich Ihnen nur zustimmen..

PublicEnemy
30. 11. 2021 16:23

Nachdem in AT Pflege Ländersache ist:
Ausser Bgld/Doskozil/SPÖ hat weder der Wiener noch der Kärntner Landeskaiser irgend etwas für die zumindest finanzielle Angleichung der Pflegekräfte getan (in Wien machen sie tw. Lohndumping über Personalleasing),
Solange Pflegeassistenzen gleich viel wie ein Lehrling im 3ten Lehrjahr bei einem Diskonter verdienen (JB ohne Üstd/Zulagen ca 23.000), SpezialpflegerInnen bei 40h gleich viel wie eine Fachkraft beim Diskonter in 32h (JB ohne Üstd/Zulagen ca 35.000) solange wird es eine Schraube nach unten geben, die der Gesellschaft in AT bald krachend auf den Kopf fällt.
Warum Politiker nichts tun – weil es ihnen mit ihren Privatversicherungen auf unsere Kosten einfach wurscht ist. Bzw wie Hacker VIP Status haben: https://www.krone.at/2509234

Spassvogel
30. 11. 2021 22:46
Antworte auf  PublicEnemy

Lohndumping und Personalleasing passt doch hervorragend zu den Politikern wie Ludwig, Hacker und Kaiser. Natürlich ist denen das allgemeine Gesundheitswesen sowas von egal, das kann sich der Normalverbraucher gar nicht vorstellen. Wie du sagst, die feinen Damen und Herren gehen selber eh ins Privatspital mit bester Betreuung und Einzelzimmer, Lachs zum Frühstück, genauso wie ihnen die Bildung der Kinder wurscht ist, weil die eigenen Kinder gehen auch aufs Privatgymnasium. Das sind alles Bonzen, denen das Volk wurscht ist, dem Volk werden nach denen mal die “Daumenschrauben angezogen” oder “die Zügel straffer gehalten” oder “Weihnachten ungemütlich gemacht”, während sie selber mit Schampus auf Steuerkosten feiern, singen und tanzen. Die Pflegesituation geht denen am Arsch vorbei.

Sinclai
30. 11. 2021 15:31

Die gleichzeitige Abstimmung zum Covid-Gesetz (gesetzliche Grundlage für das Covid-Zertifikat ) und der Pflegeinitiative klingt schon etwas wie ein Vertretertrick. Ob da jeder das Kleingedruckte gelesen hat…..?

Huabngast
30. 11. 2021 16:30
Antworte auf  Sinclai

Es kommen immer mehrere Themen gleichzeitig zur Abstimmung. Dieses Mal:
„Covi-Gesetz“…wurde angenommen
„Pflegeinitiative“…wurde angenommen
„Justizinitiative“ (sollen RichterInnen durch Los oder durch das Parlament bestimmt werden?)…wurde wuchtig abgelehnt, d.h. RichterInnen werden weiterhin vom Parlament bestimmt.

Und glauben Sie mir, die SchweizerInnen lesen genau, worüber sie abstimmen.

Spassvogel
30. 11. 2021 22:49
Antworte auf  Huabngast

Ja und nein. Ja, sie lesen es vorher, nein, weil sie nicht erkennen konnten, dass beim Covid-Gesetz getrickst wurde. Die Regierung hat nämlich gelogen und erstens behauptet, ohne das Zertifikat könne man nicht mehr reisen und zweitens getrickst, indem ins Covid-Gesetz die finanziellen Hilfen geschrieben wurde und behauptet wurde, die Finanzhilfen seien nur mit diesem Covid-Gesetz machbar. Das hat vermutlich viele zum JA veranlasst.

amour
1. 12. 2021 2:13
Antworte auf  Spassvogel

Leider wahr..

hagerhard
30. 11. 2021 15:21

bei der gelegenheit:
die schweizer haben auch mehrheitlich für die coronamassnahmen gestimmt.

das für unsere verweigerungsfreunde hier

Spassvogel
30. 11. 2021 22:52
Antworte auf  hagerhard

Das ist falsch. Es wurde nämlich nicht über die Corona-Massnahmen abgestimmt, sondern über ein Covid-Gesetz, welches die Regierung dazu ermächtigt, Massnahmen relativ beliebig anzuordnen. Es wurde über keine konkrete Massnahme abgestimmt. Das nur für Ihre Befürworter-Freunde hier.

Federlesen
30. 11. 2021 19:33
Antworte auf  hagerhard

Von welchen Maßnahmen sprechen Sie? Bitte ziehen Sie genaue Vergleiche. Im Kanton SG sind seit August 2020 die Schulen geöffnet, nur im Bedarfsfall wird klassenweise eine Quarantäne verhängt. In den Schulen wird nicht getestet und Primarschüler tragen keine Masken. Es gibt keine 3G-Regel am Arbeitsplatz. Über Österreich schütteln die Schweizer entsetzt mehrheitlich den Kopf.

Huabngast
30. 11. 2021 16:23
Antworte auf  hagerhard

Aber eine Impfpflicht wurde mit dem Fingerzeig auf Österreich vom Bundesrat ausgeschlossen. Nur der Vollständigkeit halber.

Und Polizei in Gaststätten? Nicht denkbar. Ausser jemand wurde angezeigt. Dafür Ampeln auch in kleinen Lebensmittelgeschäften mit „go“ oder „stop“ und diszipliniert maskiert Schlange stehen mit 2 m Abstand.
In den „Urkantonen“ blieben die Herrschaften wehrhaft. Weil: „Gesslers Hut“ zu grüssen fällt ihnen auch heute nicht ein.

amour
1. 12. 2021 2:19
Antworte auf  Huabngast

Huabngast Sie erstaunen mich!
Vom Gesslerhut wird an sich nur in der Schweiz oder grenznahen Gebieten gesprochen👌

Huabngast
30. 11. 2021 15:18

Solange die Pflegenden nicht selber definieren können, was sie unter „bessere Arbeits-bedingunge“ verstehen und ihre Forderungen DURCHSETZEN können, solange Ärztekammer und andere Bürokraten meinen, dies für die Berufsgruppen der Pflegenden tun zu müssen und in Wahrheit damit nur ihre eigenen Pfründe schützen, SOLANGE DAS SO IST WIRD SICH LEIDER NICHTS ÄNDERN. Im Grunde genommen das typische Schicksal eines Frauenberufes. Und was „Frauenarbeit“ in dieser Welt wert ist sieht man im Moment nur all zu deutlich unter der Lupe der „Pandemie“. Zu viele (patriachale) Interessen stehen einer gesunden Entwicklung zwischen den Geschlechtern im Weg, um einander wirklich auf Augenhöhe begegnen zu können. Femizide- Einzelschicksale? Oder Ausdruck deformierter Erwachsener in einer deformierten Menschen-Welt. Und sagt man sowas als Mann ist „Softy“ noch die gelindere Bezeichnung, die man(n) sich anhören muss! In diesem Sinne sind auch die „Brüder“ unter den Schwestern gelackmeiert.

Dealer
30. 11. 2021 15:28
Antworte auf  Huabngast

Mich würde einmal interessieren wie viel Geld man für den Coronatotenbonus nun wirklich ausgegeben hat und wie diese Toten verteilt sind und vor allem was man mit diesem Geld dann gemacht hat?

Huabngast
30. 11. 2021 15:55
Antworte auf  Dealer

Möchten Sie hören, was „benchmarking“ heisst im neo-liberalen Gesundheitswesen? Belegungsdichte und Fallzahlen sind VORGEGEBEN. Nicht nur im stationären, nein, auch im ambulanten Bereich. Die dadurch „generierten“ Finanzen werden sodann a) verteilt und b) wird die Einheit (Station, Abteilung oder das ganze Spital) verglichen mit anderen Einheiten s.o. Ersichtlich werden soll dadurch, was „rentiert“. Dadurch entsteht Druck, der im schlimmsten Fall zur Spitalschliessung führt. Um das zu verhindern sucht man nach Wegen, die Ausgaben der Einheit zu verringern. Der teuerste Anteil sind die Personalkosten.Bestimmte Berufsgruppen schaffen es jedoch, ihre „Wertigkeit“ auf die Waagschale zu legen. In diesen Berufsgruppen gibt es sehr hohe Löhne. Andere Berufsgruppen müssen dadurch zurückstecken. Erheben diese nun (berechtigte) Forderungen macht man ihnen mit vielen „Argumenten“ klar, dass das (leider, leider…) nicht geht. Aus o. g. Gründen werden Stellen oft gar nicht nachbesetzt. Die Personalkosten sind gedeckelt. Eine gängige Frage an die Leitung solch einer Einheit kann lauten: was brauchst du, 1 Person mit Ausbildung X oder 2 Personen mit Ausbildung y? Im Alltag bedeutet dies, Kollegen aus dem „frei“ bitten zu müssen, eine Lücke zu füllen. Übrigens: wussten Sie, dass Mitarbeitende im Spital entweder Weihnachten oder Neujahr frei haben können? Ostern oder Pfingsten? Und dass kinderlose MA „immer“ Verständnis haben müssen, wenn MA mit Kindern zu bestimmten Zeiten Urlaub haben müssen/wollen? Für alle nicht lustig. Und jetzt wundert man sich, weil zu wenige in diese Berufe wollen? „Bonus“ für die Basis-MA? Wer? Wo? Wertschätzung? Und nach der Pandemie? Mittlerweile haben auch die „Gutmütigen“ gemerkt, dass man auch anderswo sein Geld verdienen kann. Wir wundern uns. Aber nicht wirklich.

Huabngast
30. 11. 2021 16:16
Antworte auf  Huabngast

Nachsatz: und wenn ein Spital „gut gewirtschaftet“ hat und im „benchmarking“ als Sieger hervorging… wird es privatisiert. Zuvor jedoch werden den Einheiten „Controller“ zugeordnet, nach der Privatisierung wird ein Verwaltungsrat installiert mit Vorstandsvorsitzendem. Die erlernten Berufe der Verwaltungsräte: Banker, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer. Geld? Für das „Bodenpersonal“? Leider schon aufgebraucht. Im Moment gerade sehr aktuell in der deutschen Schweiz. Ach ja, und man spricht „englisch“. Ein Glück, wenn man sich mit seinem Herchirurgen aus Südafrika auch unterhalten kann. So geht Neo-Liberalismus. Bessere Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen? Noch Fragen?

Huabngast
30. 11. 2021 14:55

„Bessere“ Arbeitsbedingungen in der Schweiz kann nur heissen, die politischen Fehler der Wirtschaftspartei wieder gut zu machen. Die nämlich dachte, die Berufsgruppe der Dipl. Pflegenden ausdünnen zu und durch „Fachangestellte Gesundheit“ ersetzen zu müssen und damit zu verbilligen nachdem die Dipl. Pflegenden sich „erdreistet“ hatten gleich viel zu verdienen wie Polizisten. Die Ausbildung „Fachangestellte Gesundheit“ kann ab dem Alter 16 Jahre begonnen werden und im Gegensatz zu Ö arbeiten diese „Kinder“ voll auf den Stationen mit während ihrer Praktika. Damit das nur einigermassen funktioniert setzte man die Dipl. Pflegekräfte als „Pflegeexperten“ für die Fachangestellten Gesundheit ein, da deren Wissen und Zuständigkeiten klar begrenzt sind. Zu den „Zusatzaufgaben“ der Dipl. Pflegekräfte gehört, dass sie komplexe Pflegeanforderungen selber und persönlich meistern müssen. Nun wehren sich die Dipl. Pflegekräfte zu recht aber das erklärte Ziel der Politik ist: es darf nicht teuer sein.

Dealer
30. 11. 2021 14:40

Die Schweiz macht es uns vor wie man für bessere Arbeitsbedingungen sorgt und wir machen der Schweiz vor wie man gegen Impfverweigerer vorgeht.
So hilft man sich eben immer wieder auch gegenseitig.

Samui
30. 11. 2021 18:16
Antworte auf  Dealer

Nur zur Info. Corona Maßnahmen wurden zugestimmt.

Huabngast
1. 12. 2021 0:53
Antworte auf  Samui

Präzise: Änderung des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie („Covid-19-Gesetz“)

Das Parlament schuf damit u.a. die gesetzliche Grundlage für das von ihm verlangte Covid-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete um Auslandsreisen zu erleichtern und bestimmte Veranstaltungen zu ermöglichen. Finanzhilfen für Betroffene wurden erweitert, die bis dahin nicht oder zu wenig unterstützt werden konnten.

Spassvogel
30. 11. 2021 22:57
Antworte auf  Samui

Wieder einmal Fake News. Es wurden über keine Corona-Massnahmen abgestimmt.