Von der Leyen für Prüfung von allgemeiner Impfpflicht in EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich dafür ausgesprochen, eine allgemeine Corona-Impfpflicht in der Europäischen Union zu prüfen. “Wir sollten möglicherweise über eine verpflichtende Impfung in der EU nachdenken”, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel.

Wien/Brüssel, 01. Dezember 2021 | Sie begründete dies mit der Ausbreitung der neuen Omikron-Variante und der Tatsache, dass ein Drittel der EU-Bürger bisher nicht gegen das Coronavirus geimpft ist.

Die Impfpflicht sei “eine Diskussion, die geführt werden muss”, sagte von der Leyen weiter. Es brauche dazu einen gemeinsamen Ansatz in den Mitgliedstaaten. Österreich hat sich als erstes EU-Land auf eine allgemeine Impfpflicht ab Februar geeinigt. Für Deutschland hatte der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag ein Gesetzgebungsverfahren für eine allgemeine Impfpflicht angekündigt. Es könnte nach seinen Worten noch in diesem Jahr eingeleitet werden. „Wir wissen aus unserer Erfahrung mit der Delta-Variante, dass es ein Wettlauf gegen die Zeit ist“, sagte sie. „Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor und hoffen Sie auf das Beste!“, fügte von der Leyen hinzu.

Die Pandemie ist am 16. und 17. Dezember auch Thema auf dem EU-Gipfel.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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