Mitteilung gemäß §8a Abs 5 MedienG

Der Antragsteller Anh Tuan „Martin“ Ho hat die Verurteilung der Antragsgegnerin ZackMedia GmbH zur Zahlung einer Entschädigung nach § 6 MedienG beantragt, weil auf der Website zackzack.at in den Veröffentlichungen vom 28. 8. 2021 mit der Überschrift „Die Ho-Kain Affäre“ und vom 29.8.2021 mit der Überschrift “PILZ am Sonntag – Ho-Kain Affäre: Ho und Familie Kurz“ die Behauptungen aufgestellt wurden, in mehreren Lokalen des Antragsstellers werde – teils in großem Stil – mit Drogen wie Kokain gehandelt, die Polizei tue nichts, Heinz-Christian Strache habe behauptet, dass der Antragssteller „der größte Drogendealer Wiens“ sei, eine Antwort auf die Frage, warum organisierter Drogenhandel nicht mit Härte verfolgt werde und der Antragsteller bis heute weitermachen und die Öffnung neuer „Lokale“ in Wien vorbereiten könne sei, dass er mächtige Freunde habe, die Polizei habe Drogen in einem Lokal des Antragstellers sichergestellt, demnächst werde auf ZackZack darüber berichtet, ob der Antragsteller Schutz genieße, weil er in höchsten Polit- und Wirtschaftskreisen vernetzt sei, wodurch suggeriert werde, der Antragsteller stehe im Verdacht, für organisierten Handel mit Suchtgift in den vom ihm betriebenen Gastronomielokalen verantwortlich zu sein. Der Antragsteller sieht dadurch in Bezug auf sich den objektiven Tatbestand der üblen Nachrede verwirklicht. Das medienrechtliche Verfahren ist anhängig.

Landesgericht für Strafsachen Wien

Abt. 113, am 27.10.2021

Titelbild: APA Picturedesk

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Thomas Walach
6. 12. 2021 14:35

Jetzt will Ho schon zum 3. Mal, dass wir veröffentlichen, dass er uns klagt. Das machen wir natürlich gerne. Auch täglich.

Zuletzt bearbeitet 5 Monate zuvor von Thomas Walach
Bastelfan
6. 12. 2021 18:47
Antworte auf  Thomas Walach

Und dann veröffentlichen, wie er damit eingefahren ist, der bro.

soschautsaus
6. 12. 2021 18:23
Antworte auf  Thomas Walach

Vielleicht verwechselt er euch mit einer Werbeagentur? Was weiß man,was der will.

Wenn er durch das gratis Werbung haben will,schaut mal,ob ihr ihm nicht Werbegeld in Rechnung stellen könnt,weil irgendwie muß es doch ein Gesetz geben,daß man ein und dieselbe Sache nur 1 x verlangen kann.
Habt ihr euch da schon mal schlau gemacht?

Weil als Werbeplattform für den seid ihr sicher nicht da.

Piedro
6. 12. 2021 17:43
Antworte auf  Thomas Walach

Koks ist ein Teufelszeug, wenn man’s übertreibt. Paranoia, Größenwahn, Redundanz… es gibt viele denkbare Folgen übermäßigen Konsums.

Klagt er den Strache eigentlich auch? Von dem stammt der Sager ja im Original.

Immerhin gerät der Verdacht so nicht in Vergessenheit. Täglich müsste aber echt nicht sein, das wäre auch übermäßiger Konsum. Interessant wäre, ob es seitens der Polizei Reaktionen gibt. Razzien, Observation, Ermittlungen… Als ich frisch in Wien war und den Stadtpart durchqueren wollte, haben die Kieberer gerade 120 Leute festgesetzt, teils über Stunden. Weil die (ahnungslosen) Antworten auf meine Fragen nicht gefallen habe, durfte ich auch erst mal meinen Ausweis abgeben und auf eine Amtshandlung warten. “Wo kommen Sie denn her?” – Von da. “Und wo wollen Sie hin?” – Nach da. “Willst mia pflanzn?” – ?? Die Vokabel kannte ich noch nicht. Danach unterhielt ich mich mit einer Teenie-Punkerin, einem Schüler, der da saß und Gitarre geübt hat, und mit ein paar Touris, die überwiegend verwundert waren. War recht lustig. Bis der Einsatzleister auf mich aufmerksam wurde. “Wer is denn des? “A Deitscha.” “Wos mocht der do?” “Wissn ma net.” “Schickts den weg.” Ich sollte gehen, fühlte mich aber in der lustigen Runde ganz wohl, also bekam ich einen Platzverweis. Schade, das Künstlerhaus war da schon zu, da wollte ich eigentlich hin. Mein vierter oder fünfter Tag in Wien. Vorher habe ich erstmalig die U-Bahn-Station Karlsplatz erlebt. Da hat man mir Sachen angeboten, von denen ich noch nie gehört habe. Haschisch oder Gras war nicht dabei. Polizisten schlenderten an dem Geschehen uninteressiert vorbei. Sie ignorierten auch ein paar recht junge Menschen, die man nur noch als hilflose Person bezeichnen konnte.

Später las ich: 120 Leute ID-behandelt, 2 Gramm Gras sicher gestellt. Die Prioritäten wundern mich noch heute.

Bastelfan
6. 12. 2021 18:49
Antworte auf  Piedro

Oh du mein österreich…

Piedro
7. 12. 2021 8:32
Antworte auf  Bastelfan

Morbide und absurd. Hat mich von Anfang an phasziniert. Ebenso wie die hinterfotzige Freundlichkeit der Wiener. Eine seltsame Insel, die alle paar Kilometer eine etwas andere Welt im Angebot hat, inklusive etwas anderer Sprache. Die Kieberei war da eine der wenigen, einheitlichen Größen. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann, ich kann recht heitere Geschichten erzählen. Richtig lustig wurde es, als ich “unseren” Gendarmerieposten auf Schnellwahl hatte, immer wenn es richtig absurd wurde habe ich mir da Rat geholt. “Kaunst mia den Kollegen kurz geben?” Aber sicher. Und ging schon. Sehr geschätzt habe ich auch die obligatorische Spende für die Polizeimusik bei den besonders unnötigen Amtshandlungen. Allein die Blicke waren den Hunderter (in Schilling) wert. Trinkgeld durfte man ja nicht geben… Jau, ich hab’s geliebt, gebe ich zu.

plot_in
6. 12. 2021 16:05
Antworte auf  Thomas Walach

Alle Jahre wieder,
sinkt das Wunderkind
auf die Knie nieder,
wo die Saunen sind. 🙂

Mir gfallts. Ich hätt den sonst schon wieder vergessen. ^^

Zuletzt bearbeitet 5 Monate zuvor von plot_in
Bastelfan
6. 12. 2021 18:50
Antworte auf  plot_in

Leise rieselt der schnee.

Alpendohle
8. 12. 2021 11:00
Antworte auf  Bastelfan

Sehr gut Bastelfan!