Dienstag, Juli 23, 2024

Pfefferspray und Polizei-Blockade bei Corona-Demo in Wien

Das ist ein Unterüberschrift

Am Samstag marschierten wieder mehrere Tausend Menschen über den Ring, um gegen Maßnahmen und “Impfzwang” zu protestieren. Dabei kam es zu Tumulten zwischen Polizei und Demonstranten, auch Pfefferspray wurde eingesetzt.

Wien, 08. Jänner 2022 | 13.30 Uhr: Der von den Veranstaltern groß angekündigte “Sturm auf Wien” startet, wie auch schon die Demonstrationen davor, am Heldenplatz. Nach Kundgebungen vor der Hofburg und am Maria-Theresia-Platz, setzt sich der Demozug gegen 14.00 Uhr Richtung Oper in Bewegung. Doch weit kommen die Demonstranten vorerst nicht.

Polizei hält Protestmarsch an

Einzelne Teilnehmer an vorderster Front zünden Pyrotechnik, begleitet von “Widerstand”- und “Wir sind das Volk”-Rufen. Sie sind der Grund, warum der Protestmarsch nach kurzer Zeit beim Goethe-Denkmal vor dem Burggarten angehalten wird. Wie die Polizei danach gegenüber der APA bestätigt, mussten diese Personen aufgrund der gefährlichen Utensilien kontrolliert werden.

Pfefferspray und erste Festnahmen

14.30 Uhr: Als der vorderste Teil des Zuges mit Absperrgittern eingekesselt wird, heizt sich die Stimmung zunehmend auf. Als einige Personen versuchen, die Polizei-Blockade gewaltsam zu durchbrechen, kommt Pfefferspray zum Einsatz. Auch Rädelsführer Martin Rutter bekommt dabei was ab. Mehrere Personen werden daraufhin festgenommen. Nach gut einer Stunde heben die Beamten die Sperre auf und der Zug setzt sich wieder in Bewegung.

40.000 feiern Party am Ring

Ausgestattet mit mehreren Musikanlagen, mutiert der Marsch nun zu einer großen Anti-Corona-Party. Auch ein Truck, auf dem sich tanzende Menschen in den Armen liegen, fährt im Schritttempo neben den rund 40.000 Demonstranten her.

Wieder ist es eine wilde Mischung aus Anti-Impf-Schildern und Österreich-Fahnen, die das Bild der Ringstraße am Samstag prägt. Kuhglocken, Tröten, Hörner, Megafone und Trommeln sorgen für den nötigen Wirbel. Eine Gruppe zieht einen gläsernen Sarg mit einem Skelett darin hinter sich her. Ein weiterer Demonstrant, der als Sensenmann verkleidet ist, hat einen abgetrennten Kopf am Gürtel hängen.

Alle Bilder: ZackZack

Gegen 17 Uhr, kurz bevor die Demonstranten wieder den Heldenplatz erreichen, gerät der Protestzug am Ring, Höhe Burgtor, erneut ins Stocken. Nur vereinzelt gehen Teilnehmer weiter zum Platz. Nach mehreren Aufforderungen, weiterzugehen, beginnt die Polizei mit Personenkontrollen. Gegen 18.30 Uhr ist die Ringstraße wieder großteils frei.

Einige Eindrücke vom Samstag im Video:

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Über 1.000 Polizisten standen im Einsatz, auch aus den Bundesländern wurden wieder Beamte nach Wien geschickt. Durch die Proteste kam es in der Wiener Innenstadt zu temporären Verkehrsbehinderungen.

(mst)

Titelbild: ZackZack

Autor

  • Markus Steurer

    Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.

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