»Bundesregierung« verdoppelt Ukraine-Spenden

Wer bezahlt?

Am Donnerstag kündigte die Bundesregierung an, alle Ukraine-Spenden an “Nachbar in Not” verdoppeln zu wollen. Doch: Wer bezahlt das wirklich?

Wien, 11. März 2022 | Am Donnerstag ließ die Bundesregierung mit einer humanitären Aktion aufhorchen: Die Regierung würde alle Spenden für die Ukraine-Hilfe von “Nachbar in Not” verdoppeln. Eine gute Sache. Doch schnell kamen Zweifel an der Redlichkeit der Ankündigung auf. “Die Bundesregierung” ist schließlich ein Kollegialorgan bestehend aus den Ministern. Würden wirklich Nehammer, Kogler & Co. Spenden verdoppeln?

Nein. Ein Sprecher von Bundeskanzler Nehammer klärte auf: Nicht die Bundesregierung selbst wolle verdoppeln. Stattdessen wird das Geld des Auslandskatastrophenfonds – also Steuergeld – für die Aktion verwendet. Viele User in den sozialen Netzwerken kamen sich geprellt vor.

Christoph Kotanko von den Oberösterreichischen Nachrichten bezeichnete die Formulierung der Regierung als “wirklichkeitsfremd”.

In Summe erzeugte die Regierung mit ihrer Ankündigung mehr Ärger als Zuspruch im Netz.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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22 Kommentare
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geri
12. 03. 2022 21:32

»Bundesregierung« verdoppelt Ukraine-Spenden quelle:zackzack.at

Seit wann ist die Bundesregierung gesetzgebendes Organ? Oder liegt vielleicht ein Nationalrarsbeschluss diesbezüglich vor? Imo ist ja gesetzgebendes Organ die Legislative…..

Not amused
12. 03. 2022 14:02

Diese Regierung handelt zweifelsohne absolut verantwortungslos dem Volk gegenüber. Hilfe ist alles gut und recht, aber den Österreichern geht es auch schlecht. Wir haben eine massive Teuerungswelle, welche zur Folge hat, dass viele Menschen einfach kein Geld mehr haben werden. Und diese Vollpfosten stecken unser Geld einem Despoten in den Rachen.

seppl
12. 03. 2022 13:52

Warum verdoppelt die Regierung nicht die kleinen Pensionen und die kleinen Einkommen bei der Inflation aber für das Gesindel haben wir ja kein Geld.

criticalmind
12. 03. 2022 9:10

Und genau an DIESER Dormulierung sieht man die Denkweise:
Die tun offensichtlich so als wäre unser Steuergeld IHR Geld, das sie nach Gutdünken vergeben können.

mrsmokie
11. 03. 2022 15:00

Es muss genau heißen: Die Bundesregierung nimmt unser Steuergeld und wir Steuerzahler verdoppeln die Spenden. Also, wenn ich 100 Euro spende, spende ich gleich noch einmal selber mit dem Steuergeld. Nicht die Regierung verdoppelt! WIR verdoppeln ohne gefragt zu werden!

Not amused
12. 03. 2022 14:03
Antworte auf  mrsmokie

Was will man schon von einem ewig besoffenen Menschen erwarten

11. 03. 2022 15:06
Antworte auf  mrsmokie

Da es sich um Steuergeld handelt, muss das ja wieder irgendwo eingespart werden. Kocher beginnt einmal bei den Arbeitslosen mit der Kürzung…

Lojzek
12. 03. 2022 9:01
Antworte auf 

Da kursierte ein Witz als noch Schwarz-Blau in Amt und Würden war

Kurz, Strache, ein Flüchtling und ein Arbeitsloser sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch liegen 10 Euro.
Kurz und Strache krallen sich sogleich 9 Euro und sagen zu dem Arbeitslosen ‘pass auf, der Flüchtling will Dir Dein Geld wegnehmen’.

Zuletzt bearbeitet 4 Monate zuvor von Lojzek
criticalmind
12. 03. 2022 9:12
Antworte auf  Lojzek

Und vergessen aber dabei zu sagen, daß deren Freunde in der Wirtschaft Ukrainer/innen als billige (Ernte-)Helfer ausbeuten wollen. Egal ob auf der Flucht oder nicht…

Zuletzt bearbeitet 4 Monate zuvor von criticalmind
The_late_Thag_Simmons
11. 03. 2022 14:48

Mit jetzigem Stand (11. März) wurden schon über 24 Millionen Euro gespendet, bis zum Ende der „Verdopplungsaktion“ am 18. April (https://nachbarinnot.orf.at/nin/220310_spendenbilanz100.html) wird da noch einiges zusammenkommen.

Es ist zwar gut, dass nach Wegen gesucht wird, das Leid der Leute in (bzw. aus) der Ukraine zu lindern, aber diese heuchlerische Großzügigkeit der Regierung (die die Steuerzahler finanzieren „dürfen“), finde ich ziemlich unverfroren.

Ganz abgesehen davon, dass anscheinend nur Spenden an „Nachbar in Not“ verdoppelt werden, sonst keine.

Zackenbarsch
11. 03. 2022 13:43

Manche der NGO’s und ihrer Verbindung zur famiglia sollte man auch mal genauer untersuchen.

Martin50
11. 03. 2022 13:08

Wie dumm muss man sein hier nur eine Sekunde zu glaube, die Korrupten aus der Regierung würden aus ihrem eigenen Sack was Spenden😅🤣😂

criticalmind
12. 03. 2022 9:14
Antworte auf  Martin50

Offensichtlich halten die einige ihrer Wähler für genau das, sonst würden sie es nicht genau so formulieren.
Oder sie denken es wirklich…

Surfer
11. 03. 2022 12:26

Nein weil weder ein Kicklnachfolger noch Kogler überhaupt Spenden würden….die sind mit korruption und vertuschen beschäftigt…

Wie die vom Kicklnachfolger angekündigte GR Hilfe die NIE angekommen ist.

criticalmind
12. 03. 2022 9:15
Antworte auf  Surfer

Detto CoronaGeld bei Pflege – Aber das war diese Regierung.

Zuletzt bearbeitet 4 Monate zuvor von criticalmind
11. 03. 2022 12:09

Es geht doch nur noch darum noch mehr “Schulden” zu machen, damit der unweigerliche Zusammenbruch des Euro hinausgezögert wird. In der EU ist doch beim Eintritt von Österreich als Mitglied schon ab zu zeichnen gewesen, dass es nicht mehr um die Bevölkerung geht.
Die Menschen im Land, die nach dem Krieg Nichts hatten, sind offensichtlich eine “soziale Belastung” und “kosten” nur – da sind alle Parteien mittragend am Abbau! Allein das Gesundheitswesen zeigt dies mehr als deutlich.
Steuergeld = Einnahme der Arbeitenden, Politiker sind zu Schmarotzern verkommen sie arbeiten nicht zum Wohl der Menschen im Land.
SPENDEN werde und habe ich immer direkt in meiner unmittelbaren Umgebung und Persönlich, da wusste ich immer Wem und Wofür ich Hilfe geben kann und konnte.
Diese politische Werbephrase “Nachbar in Not” kann jeder direkt umsetzen, dann ist es auch ehrliche Hilfe.

FRANK
11. 03. 2022 11:29

Heuchelei pur! Mit unserem Steuergeld zu spenden und im eigenen Land verhungern und erfrieren unsere (“kleinen” von Laura Sachslehner) Pensionisten. So sind sie. Zuerst nehmen sie den Menschen alles weg, um anschließend für Wohlfahrtsorganisationen zu spenden. Tolles Spiel. Wer noch glaubt, dass die Spenden wirklich dort landen, wo sie hingehören, soll bitte dringend einen Job in den “gemein””nützigen” Organisationen annehmen. Ich habe dort schon gearbeitet und weiß wovon ich spreche. Es ist ein Irrtum.

Surfer
11. 03. 2022 12:28
Antworte auf  FRANK

Ich kenne Leute in Ö die sich trotz arbeit kaum die Heizung leisten können und frieren…
Jetzt mit den Spritpreise bleibt die Heizung kalt weil sonst können sie nicht in die arbeit fahren…
Und es werden immer mehr….

11. 03. 2022 10:45

Flüchtlinge aus der Ukraine werden von der österreichischen Bundesregierung willkommen geheißen, dürfen aus dem Erstaufnahmeland Polen nach Ö reisen, bekommen jede erdenkliche Unterstützung. Frau Nehammer spendet stolz 15.000 Euro. Die NGOs und Zivilbevölkerung nehmen sich der Flüchtenden an, denn sie DÜRFEN von der Regierung aus.
Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan müssen im Erstaufnahmeland Griechenland zu Tode dahindarben, Kinder werden in Moria von Ratten angebissen, Menschen versinken im Schlamm. Die österreichische Bundesregierung unter ehemals Kurz und Kogler, jetzt Nehammer und Kogler, VERBIETET den NGOs zumindest Kinder in unser Land zu holen. Auch die Appelle der Zivilbevölkerung werden mit zynischen Phrasen niedergeschmettert. Frau Nehammer hat nichts gespendet. Warum dieser Unterschied? Mensch in Not ist Mensch in Not! Die jetzige Aktion der Regierung ist an Heuchelei nicht mehr zu überbieten. Würde mir ein Interview mit Lukas Gahleitner-Gertz zu diesem Thema wünschen.

Zuletzt bearbeitet 4 Monate zuvor von Summa summarum
criticalmind
12. 03. 2022 9:18
Antworte auf 

Ein Schelm, der denkt, die sichern sich jetzt schon billige Erntehelfer zum Ausbeuten.
Oder lehrte das die letzten Jahre.. ?

Surfer
11. 03. 2022 12:33
Antworte auf 

Die setzen die Spenden von der Steuer ab und kriegen sie so wieder zurück….und ich bin mir nicht mal sicher ob das überhaupt von ihr kommt…ob das nicht von der Partei für PR kommt…
Und bei Millionäre, die andere klagen…sind die 15000 nix ..das ist nicht mal ein Monstsgehalt…
Nicht vergessen, ein Monstsgehalt ist für alle ein Monstsgehalt, nur der der 1200 euro verdient und eine Familie ernähren muss….ist anders als die die über 10000 monatlich “verdienen”…

soschautsaus
11. 03. 2022 12:30
Antworte auf 

Wem da die Galle nicht schon längst hochgekommen ist,der hat keine.

Es werden Flüchtlinge gegen Flüchtlinge ausgespielt,merke unsere Regierung unterscheidet zwischen gute und schlechte Flüchtlinge. Alleine schon die Ansage,es kämen hier Mütter mit Kinder,ja schlimm,sehr sogar,aber wer kümmert sich bitte um die Mütter mit Kindern die in Moria usw. schon sehr lange im Dreck leben,da hilft es nicht,zu betteln,bitte wenigstens gebt den Kindern eine Chance,da wird weg geschaut.

Es ist alles so verlogen,es sind ALLES!!!!! Menschen,geholfen werden muß jedem,aber wenn ich schon höre,na ja,dort kommen ja junge Männer an und die machen uns Probleme,lieber dem Sultan Geld schicken,damit er uns die vom Hals hält,aber hier merke,es sind Frauen und Kinder,also gute Flüchtlinge.

Es ist schlimm,mir tun alle Menschen leid,sehr leid sogar,aber genauso spaltet man eben mal wieder unsere Gesellschaft,schön spalten immer weiter,solange die Bevölkerung was hat,worüber sie sich aufregen kann,denken die sich,haben die keine Zeit über uns Politiker nachzudenken. Falsch gedacht,viele von uns sind nicht so blöd,daß sie sich nur auf eine Sache konzentrieren können und auf euch vergessen.

Was glaubt ihr wielange es noch gut geht,daß viele sagen,ja klar,immer her mit denen,wir schaffen das,wenn man auf der einen Seite den Kocher hat,der sagt,aber die Arbeitslose muß man kürzen und da und da müssen unsere Leute schon opfer bringen und viele von unseren Leuten haben schon jetzt,zum Leben zuwenig zum Sterben zuviel und dann hört man,die kommen hier her,bekommen sofort Geld,bekommen sofort eine E-Card usw. Also wielange werden da gewisse Kreise noch sagen,super,toll,wir freuen uns.

Ich denke nicht mehr lange,dann gehen hier auch gewisse,auf die armen Menschen los,die wirklich Hilfe brauchen,aber alleine die Unterscheidung von guter Flüchtling und schlechter ist schon mal übel und dann die einen die nicht arbeiten dürfen,oder egal ob sie schon lange hier leben,gut aufgenommen,arbeiten,bei Nacht und Nebel abgeschoben werden und den neuen steht alles offen.

Das geht nicht lange gut und den Politikern ist es recht so,aber keine Angst,ihr werdet trotzdem nicht alles machen können wie ihr denkt,mittlerweile schauen immer mehr,immer genauer hin und jeder hilft gerne,oder fast jeder,aber liebe Politiker,wir schauen auch wie ihr was macht.