Emirat statt »party hard«: Sex-Verbot im Wüstenstaat

Wer es bei der Fußball WM in Katar zu bunt treibt, könnte bis zu sieben Jahre Nachdenkpause bekommen. Denn in dem Wüstenstaat steht die außereheliche Liebe unter Gefängnisstrafe

Wien, 21. Juni 2022 | Wer im Winter bei der Ausnahme-Fußball WM in Katar live dabei sein will, könnte einen Keuschheitsgürtel im Gepäck brauchen. Auch ausschweifende Heiterkeit und Ekstase vor und nach den Spielen wird es nicht geben. Denn im Emirat Katar steht außerehelicher Sex und ausschweifendes Feiern mit Alkohol unter Gefängnisstrafe.

Sieben Jahre Haft

Vertreter europäischer Staaten warnen feierwütige Fans bereits vor einem zu sorglosen Aufenthalt im Land der Steinwüsten. Wer sich nicht an die strikten Gesetze des Emirats hält, könnte am nächsten Tag hinter Gittern aufwachen. Auf außerehelichen Geschlechtsverkehr stehen zum Beispiel bis zu sieben Jahre Haft, wie die “Berliner Zeitung” berichtet.

Nach den Fußballspielen heißt es dann gleich wieder brav zurück ins Hotel. Die Sitten in Katar erlauben keine Partys mit Alkoholkonsum.

Bekannt wurde 2016 der Fall einer Niederländerin. Sie wurde in Katar vergewaltigt und musste daraufhin wegen “unehelichem Sex” sogar noch eine Strafe zahlen.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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9 Kommentare
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der Beobachter
22. 06. 2022 0:06

Pecunia non olet…
Da muss es auch viel heller werden!

der Beobachter
22. 06. 2022 2:15
Antworte auf  der Beobachter

Mein heutiges Lied für Vangelis Reise ins Licht,
Henry Mancini “Baby Elephant Walk” from “Hatari” live;
Da wird es gleich heller!

nikita
21. 06. 2022 23:20

Tja, eine tolle Idee der FIFA!
Wie viele haben für diese Veranstaltung schon ihr Leben gelassen, wie viele sind ausgebeutet worden und wie viele haben damit Millionen verdient und werden noch weitere verdienen?
Salemaleikum! Mashallah!

dieWahrheitistvielmehr..
21. 06. 2022 19:22

Fussball/FIFA ist eine andere Art der Prostitution. Für Geld machen die ziemlich alles.

plot_in
22. 06. 2022 0:33

Zumindest bei dieser WM wird die Prositution nicht so gewaltige Ausnahmen annehmen wie sonst üblich. Die Veranstalterländer sind mit diesbezüglichen Angaben ja wirklich zurückhaltend. Australien war eine Ausnahme. Zu den Olympischen Spielen in Sydney 2000 gab die damalige Regierung an 1 Million (!) Prostituierte ins Land gelassen zu haben. So viel zum “außerehelichen GV”.

Dass die WM in Katar stattfindet, ist aus anderen Gründen ein Skandal.

HarryX
21. 06. 2022 16:41

Selber schuld wer dort hinfährt.

Samui
21. 06. 2022 16:26

Warum veranstaltet man da eine Fußball WM?

Fragen über Fragen..

Summa summarum
21. 06. 2022 17:13
Antworte auf  Samui

Frag den Beckenbauer!

Wolpertinger
21. 06. 2022 19:37
Antworte auf  Summa summarum

Eher Blatter und Platini.