Widerruf Benko
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Frachter mit ukrainischem Getreide zur Inspektion in Istanbul

Das Schiff mit dem ersten ukrainische Getreide-Export seit Beginn des Krieges ist in Istanbul angekommen. Dort wird das Schiff derzeit kontrolliert, bevor es das Schwarze Meer verlassen darf.

 Kiew/Moskau/Istanbul, 03. August 2022 | Internationale Kontrolleure haben in Istanbul mit der Inspektion jenes Frachters begonnen, der die erste Fuhre von ukrainischem Getreide seit Beginn des russischen Angriffskriegs transportiert. Experten der Ukraine, Russlands, der Türkei und der Vereinten Nationen (UN) seien am Mittwoch in der Früh in Istanbul an Bord der “Razoni” gegangen und hätten ihre Arbeit aufgenommen, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Die Kontrolleure sollen sicherstellen, dass keine unerlaubte Fracht geladen ist. Die Inspektion dauere etwa eine Stunde, hieß es.

Kurs auf Libanon

Das mit rund 26.000 Tonnen Mais aus der Ukraine beladene Schiff war am Dienstagabend am Schwarzmeer-Eingang Meerenge Bosporus eingetroffen und ankert dort vor Istanbul. Nach der Freigabe soll der Frachter den Bosporus passieren und über das Mittelmeer weiter in den Libanon fahren.

Die “Razoni” hatte am Montag als erstes Schiff im Rahmen des Ende Juli von der Ukraine und Russland unterzeichneten Abkommens den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa verlassen. Kiew zufolge warten bereits weitere Schiffe darauf, ablegen zu können.

Mehrere Millionen Tonne Getreide festgehangen

Durch das Ende Juli unterzeichnete Export-Abkommen soll der Transport von Millionen Tonnen Getreide gesichert werden, die in der Ukraine wegen des russischen Angriffskriegs festhängen. Eine befürchtete große Hungersnot könnte damit verhindert worden sein.

Besonders Afrika und Asien waren davon betroffen, dass durch den Angriff Russlands Getreideernten aus der Ukraine nicht transportiert werden konnten. Die Ukraine ist eines der wichtigsten Exportländer von Getreide weltweit.

(red/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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1 Kommentar
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Voit
3. 08. 2022 19:08

Ukrainer werden ja sicher Waffen ausser Land schmuggeln wollen. Geht’s noch blöder?