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Tirols AK-Chef:

»Teuerungs-Maßnahmen zu kompliziert«

Tirols Arbeiterkammer-Chef Erwin Zangerl (ÖVP) kritisiert die Regierung für ihre Maßnahmen gegen die Teuerung. Es brauche endlich praxisnahe Lösungen, die bei den Leuten ankämen.

Innsbruck/Wien, 03. August 2022 | Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (ÖVP) hat die Umsetzung der Maßnahmen gegen die Teuerung als zu kompliziert kritisiert. Vor allem am Energiegutschein würden viele Menschen scheitern, sagte er am Mittwoch der “Tiroler Tageszeitung”.

Überlastete Hotlines

Die AK hatte am Montag eine eigene Hotline dafür eingerichtet, “bereits Hunderte Betroffene” meldeten sich laut Zangerl, weil sie den 150-Euro-Gutschein nicht erhalten hätten. “Die Abwicklung ist zu kompliziert”, meinte er.

Auch die AK Oberösterreich hatte bereits im Juli über “Chaos” bei den Energiegutscheinen geklagt. Menschen würden sich an die Kammer wenden, weil sie entweder keinen Gutschein erhalten oder Probleme beim Einlösen gehabt hätten. Die Hotline sei zudem überlastet gewesen.

Zangerl: „Braucht praxistaugliche Lösungen“

Zangerl befürchtet, dass auch der Strompreisdeckel zu kompliziert werden könnte, nachdem hier über Abstufungen diskutiert werde. “Es braucht endlich praxistaugliche Lösungen, die die Menschen verstehen. Das Geld muss bei ihnen ankommen und nicht in der Bürokratie”, richtete er der Bundesregierung aus.

Zangerl erneuerte die Forderung der AK, dass Übergewinne von Unternehmen zur Entlastung der Bevölkerung verwendet werden sollen. “In der größten Teuerungskrise seit Jahrzehnten muss die Politik die Wirtschaft endlich in die Pflicht nehmen und sie daran erinnern, dass Wirtschaft nicht nur Selbstzweck sein darf”, hielt er fest.

(apa/red)

Titelbild: APA Picturedesk

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4 Kommentare
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Bastelfan
4. 08. 2022 8:11

Stimmt.
Bei diesen regelungen sieht man, wie das gwhirn unser regierung funktioniert: ungeordnet, chaotisch.
Herr, lass es hirn regnen.
Aber die kathi…klar, dann ned

hagerhard
3. 08. 2022 12:17

welche teuerungsmassnahmen?
der 150,- energiescheck?
chaos pur.

Zwei Drittel der Österreicher*innen sprechen sich lt. einer aktuellen Umfrage für eine Sondersteuer auf Krisengewinne aus. 66 % meinen, die hohen Erträge, die Energieunternehmen infolge der Inflation erzielen, sollten abgeschöpft und für den Kampf gegen die Teuerung eingesetzt werden.

„Das kommt nicht“, meint Finanzminister Magnus Brunner im „profil“-Interview. Eine „Windfall-Profit-Tax“, argumentiert Brunner, wäre ein zu großer Markteingriff, eine Art „Bestrafung“.

https://www.hagerhard.at/echt-rot/2022/08/finde-den-fehler/

baer
3. 08. 2022 11:46

Ist sich der Mann sicher, dass er bei der richtigen Partei eingecheckt hat?

accurate_pineapple
3. 08. 2022 12:07
Antworte auf  baer

Wahlkampf steht an……