Erdogan fordert Rückgabe besetzter Gebiete an Ukraine

Auch die Krim

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Rückgabe der von Russland besetzten Gebiete an die Ukraine gefordert. Auch die Krim-Halbinsel.

Istanbul, 20. September 2022 | “Wenn in der Ukraine ein Frieden hergestellt werden soll, wird natürlich die Rückgabe des besetzten Landes wirklich wichtig. Das wird erwartet”, sagte Erdogan in einem vom US-Sender PBS am Montagabend (Ortszeit) veröffentlichten Interview. “Die besetzten Gebiete werden an die Ukraine zurückgegeben.” Das umfasse auch die von Russland annektierte Krim.

Russland hat nach seinem Einmarsch in der Ukraine am 24. Februar große Gebiete im Süden und Osten des Landes erobert. Moskau hält trotz Gegenoffensiven Schätzungen zufolge derzeit noch mehr als ein Sechstel des ukrainischen Staatsgebietes inklusive der Halbinsel Krim besetzt.

Bereits 2014 Krim-Annexion verurteilt

Ankara hat bereits in der Vergangenheit die Annexion der Krim 2014 verurteilt und immer wieder auf die Achtung der Souveränität der Ukraine gepocht. Die Türkei pflegt eigentlich gute Beziehung zu Moskau und zu Kiew. Erdogan hatte sich kürzlich mit einer Reihe von Aussagen deutlich an die Seite von Kreml-Chef Wladimir Putin gestellt und dem Westen etwa “Provokation” im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Am Wochenende hatte Erdogan erklärt, das NATO-Land Türkei wolle der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) beitreten, deren größte Mitglieder China und Russland sind.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Wir geben rund einer halben Million Menschen im Monat die Möglichkeit, sich über Österreich und die Welt zu informieren – gratis, denn wir sind überzeugt, dass möglichst viele Menschen Zugang zu unabhängiger Berichterstattung haben sollen.
Doch unsere Arbeit kostet Geld. Hinter ZackZack steht kein Oligarch, keine Presseförderung und kein Inseratengeld der Regierung. Genau das ist unsere Stärke.

Jetzt ist die richtige Zeit, uns zu unterstützen. Wenn du dir nur gelegentlich einen Beitrag leisten kannst, ermöglichst du damit jetzt gleich unabhängigen Journalismus. Wenn du kannst, werde Mitglied im ZackZack-Club! Das ist eine Investition in die Zukunft von Demokratie und Freiheit. Danke.

Lesen Sie auch

9 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare
Peer
21. 09. 2022 13:46

V. Putin ist bereits erledigt. Er weiss es nur noch nicht.
Wenn man in in Nordkorea etwas verändern will, muss man mit den Chinesen reden. Die haben aber, ähnlich wie V. Putin, kein Interesse an demokratischen Reformen in einem Nachbarland.
Daher V. Putin einfach weiter drohen lassen. Er ist klug genug zu wissen, dass der Besitz von Atomwaffen zwar sein absurdes Regime absichert, der Einsatz aber sein Ende bedeutet.

Lash Centuri
21. 09. 2022 7:36

China ist das einzige Land, das in der verträumten Shanghaier Organisation überhaupt etwas zu sagen hat. Es war sehr lustig zu sehen, wie Putin da letzte Woche den großen Bruder anbetteln durfte und praktisch nichts erhalten hat. Erdogan ist wie immer bloß ein Opportunist.

https://www.youtube.com/watch?v=rm5icaLbUMA

baer
21. 09. 2022 8:01
Antworte auf  Lash Centuri

Ja, einen arschkriecherischen Putin zu sehen war schon irgendwie eine Genugtuung.

Surfer
20. 09. 2022 20:48

Sagt der der innSyruen und Irán illegal einmarschiert und Kurden verfolgt…Dörfer Systematisch nieder bombardiert und selbst einen Korridor von 30 km in einem anderen Land aufbaut….das ist Völkermord und Bestzung eines fremde Landes….

Kleinanleger
21. 09. 2022 14:33
Antworte auf  Surfer

Der darf das. Der ist bei der Nato.

Kleinanleger
20. 09. 2022 14:57

Der hat nichts zu fordern, bevor er den Kurden ihre Rechte und ihr Land zurück gibt. Und sein Militär aus Syrien abzieht.

Gonzo
20. 09. 2022 14:44

Die Råttsn valåssn ‘s sinkende Schiff

baer
20. 09. 2022 15:16
Antworte auf  Gonzo

👍

Samui
20. 09. 2022 14:01

Der Sultan mal so …dann wieder anders.
Klingt nicht sehr glaubwürdig der Sultan.