Montag, Februar 6, 2023
StartMeldungZackZack am Mittwochmorgen – 30. November 2022

ZackZack am Mittwochmorgen – 30. November 2022

Das ist eine Unterüberschrift

Streik im Handel vom Tisch, Nehammer im U-Ausschuss, Regierung in China droht mit hartem Durchgreifen bei weiteren Protesten und Verurteilung nach US-Kapitol-Sturm.

Wien, 30. November 2022 | Was am Mittwoch wichtig ist:

Einigung bei Handels-KV

Wien | Der Streik im Handel mitten in der Adventzeit ist vom Tisch. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich auf einen neuen Kollektivvertrag für die 430.000 Beschäftigten und die Lehrlinge im Handel geeinigt. Die Gehälter und Lehrlingsentschädigungen steigen um mindestens 7 Prozent bzw. mindestens 145 Euro brutto monatlich. Arbeitgeber errechnen eine durchschnittliche Erhöhung um 7,19 Prozent. Die Gewerkschaft spricht von durchschnittlich 7,31 Prozent mehr Gehalt.

Nehammer im U-Ausschuss

Wien | Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) kommt am Mittwoch zum zweiten Mal in den ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschuss. Er war im Untersuchungszeitraum zunächst Generalsekretär der Volkspartei, anschließend bekleidete er das Amt des Innenministers. Bereits zum Auftakt im März war Nehammer geladen, damals geriet aber Inhaltliches ob zahlreicher Geschäftsordnungsdiskussionen in den Hintergrund.

Chinas Regierung will bei Protesten hart durchgreifen

Peking | Angesichts der größten Protestwelle in China seit Jahrzehnten hat die chinesische Führung ein hartes Durchgreifen bei neuen Unruhen angedroht. Die Politik- und Rechtskommission der Kommunistischen Partei machte auch “feindliche” Elemente für die Störung der öffentlichen Ordnung verantwortlich, wie Staatsmedien berichteten. Hintergrund ist der weit verbreitete Unmut im Volk über die harten Null-Covid-Maßnahmen, der am Wochenende zu Protesten in mehreren Städten geführt hatte.

US-Milizgründer wegen Kapitol-Sturm schuldig gesprochen

Washington | Der Anführer der rechtsextremen Miliz “Oath Keepers” ist knapp zwei Jahre nach der Erstürmung des US-Kapitols verurteilt worden. Eine Geschworenenjury sprach Stewart Rhodes nach mehrtägiger Beratung am Dienstag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington unter anderem wegen “aufrührerischer Verschwörung” schuldig – ein in der Justizgeschichte des Landes nur sehr selten anerkannter Straftatbestand.

(red/apa)

Titelbild: MATTEO WITT / APA / picturedesk.com

Mehr zu den Themen

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
LESEN SIE AUCH

20 Kommentare

20 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare
dieWahrheitistvielmehr..
30. 11. 2022 12:49

Lohnverhandlungen – jede Lohnerhöhung ist Öl ins Inflationsfeuer giessen

China – staatliche Ideologie lässt sich nur mit undemokratischen Zwangsmassnahmen durchsetzen. Auch die EU setzt ihre Ideologie zunehmend autokratisch durch. Somit ist China für uns ein Blick in die Zukunft.

Ungarn – Einfrieren der Fördergelder. Die EU setzt ihr Ideologie mit Zwangsmassnahmen durch. Wobei es hier weniger um die offiziell bemängelte Rechtsstaatlichkeit, denn viel mehr um das Ausscheren aus der US-bestimmten geopolitischen Sanktionspolitik gegen Russland geht.

Mambo0815
30. 11. 2022 9:28

Gibt es bald ein Handelsembargo gegen China?

Auf der Suche nach dem geglückten Leben

Lojzek
30. 11. 2022 9:31
Antworte auf  Mambo0815

‘Auf der Suche nach dem geglückten Leben’

Haben sie die Suche bereits auf andere Welten ausgeweitet, denn die Vermutung ist naheliegend, dass es in dieser Welt diesbezüglich finster ausschaut …

Mambo0815
30. 11. 2022 10:28
Antworte auf  Lojzek

Mein Ziel war immer ein glücklicher Österreicher zu werden oder zu sein.
Ein utopisches Ziel?
Ich war dem Ziel schon mehr oder minder nah, aber die letzten 25 Jahren hatten es ihn sich und ich bin zur Zeit den Ziel soweit entfernt, wie schon lange nicht.
Wobei privat, da bin ich den Ziel sehr nahe.

Suche weiter nach dem geglückten Leben

Cartman
30. 11. 2022 9:16

Mindestens 145 € Brutto?! Gnädig. Da könnte man endlich einen “Mindestlohn” (ein längst überfälliger Schritt) durchsetzen und das soll es gewesen sein. Meine Angestellten würden mich schon aus dem Hause gejagt haben, wenn ich mit solchen Almosen jonglieren würde. Das ist keineswegs schmeichelhaft, sehr kompetent und vorallem einsatzbereit von Seiten der Gewerkschaft ist das nicht. Wertschätzend wäre eine zweistellige Erhöhung und ein ordentlicher Bonus gewesen.

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Cartman
baer
30. 11. 2022 10:14
Antworte auf  Cartman

Ein Mindestlohn wäre ohnehin in vielen Branchen wünschenswert. Speziell beim Handel gibts aber noch ein ganz anderes Problem. Besonders die kleinen Geschäfte kämpfen gegen einen übermächtigen Gegner und der heißt Onlinehandel. Viele von denen werden die Personalkosten und die hohen Energiekosten jetzt nicht mehr stemmen können auch weil sich die Konsumenten anscheinend leider nicht davon abhalten lassen wollen Herrn Bezos noch reicher zu machen und dadurch dafür sorgen, dass die kleinen Geschäfte ums Eck alle eingehen. Man sollte den Wettbewerbsvorteil den die Onlinehändler haben abfedern indem man endlich den CO2 Ausstoß einpreist schließlich werden z.B. bei Amazon die Waren teilweise um den halben Erdball geschickt und anschließend wenn sie nicht gefallen vernichtet. Weiters wärs auch wünschenswert wenn Bezos seine Gewinne auch endlich ordentlich versteuern würde damit wäre die Preisgestaltung im Onlinehandel endlich gerechter aber das will der Konsument dann doch nicht weil so wichtig sind ihm die Handelsangestellten auch wieder nicht…….

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von baer
Toni
30. 11. 2022 10:33
Antworte auf  baer

Das ist alles richtig, was Sie über Amazon und Onlinehandel schreiben. Ist Ihnen auch klar, dass der Onlinehandel, insbesondere Amazon, starke Zuwächse wie nie zuvor dadurch erzielt hat, weil die Corona-Massnahmen mit Lockdowns, Einsperren Ungeimpfter, PCR Tests etc. viele Menschen dazu gebracht haben, nicht mehr den “normalen” Handel zu besuchen, sondern sich die Waren schicken zu lassen. Ich weiss auch von Leuten, dass die einen Zorn auf die Handelsunternehmen haben, weil die sich nicht gegen die schädlichen Regierungsmassnahmen gestellt haben. Die sagten: Wenn der Handel nicht auf unserer Seite ist und alles abnickt, was die Regierung vorschreibt, dann kaufen wir halt bei Amazon.

baer
30. 11. 2022 11:55
Antworte auf  Toni

Ist ihnen auch klar, dass es ein Leben vor Corona und auch danach gab und gibt? Der Onlinehandel besonders Amazon war schon immer eine boomende Branche aus den oben beschriebenen Gründen und mit den oben beschriebenen Folgen.

Danilo
30. 11. 2022 10:57
Antworte auf  Toni

Unterstreichung: Ihren Post, möchte ich generell fett unterstreichen.
Weiters teile auch ich den persönlichen Zorn auf die Handelsunternehmen. In vielen Bereichen ist der Online Handel wesentlich günstiger, darüber hinaus ist auch die Lieferung inkludiert! Dieser Zorn hat mir enorme Einsparungen gebracht!
Darauf werde ich auch in der Zukunft nicht mehr verzichten!

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Danilo
baer
30. 11. 2022 11:57
Antworte auf  Danilo

Dann fragen sie sich einmal, warum der Onlinehandel billiger ist. Ein par Gründe habe ich oben beschrieben. Und Zorn war noch nie ein guter Ratgeber. Wenn sie wollen, dass die Handelsangestellten fair behandelt und bezahlt werden und die Handelsunternehmen Steuern zahlen dann müssen sie wohl auch höhere Preise in Kauf nehmen. Wenn ihnen das egal ist dann greifens eben lieber bei Amazon zu…beides geht meiner Meinung nach nicht Über die schlechten Bedingungen der Verkäuferinnen schimpfen und dann bei Bezos bestellen.

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von baer
Danilo
30. 11. 2022 14:22
Antworte auf  baer

Die klare und begründete Antwort auf ihre Frage wurde von zzzzz… entfernt! Teile ihre Ansicht, nicht nur über die schlechten Bedingungen der Handelsangestellten sondern auch der Lebensmittel Produzenten. Weiters möchte ich mich nicht wiederholen!

Danilo
30. 11. 2022 9:25
Antworte auf  Cartman

Mit dem von der Regierung und den Medien lautstark verkündeten Wertschätzungsbonus von 2000.- für das Pflegepersonal sieht es ebensowenig schmeichelhaft aus!
Die Hälfte davon steckt sich der Staat in die eigene Tasche!

Mambo0815
30. 11. 2022 9:11

Wie wäre es mit einer Demonstration gegen den Energiepreisterror mit staatlicher Beihilfe?

Auf der Suche nach dem geglückten Leben

Lojzek
30. 11. 2022 9:20
Antworte auf  Mambo0815

Geh bitte wozu brauchst a Demo gegen Energiekosten …
Jetzt wo die Leit dank ordentlicher Lohnabschlüsse wieder wie die Geldscheißer durch die Gegend rennen, also wirklich.
Im Jänner kommt dann die Ernüchterung bei den Schuldnerberatungen – manche haben den Entzug schon hinter sich und prallen bereits beim Sozialmarkt ab, weil dieser keine weiteren Menschen mehr aufnimmt …

Außerdem is die Teuerung nur a Gfühl.
Des büd ma uns doch ois nur ei …

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Lojzek
Cartman
30. 11. 2022 9:18
Antworte auf  Mambo0815

Eine solche Demonstration würde recht einfach zu organisieren sein, keiner zahlt die kommende Rechnung und hinterlegt selbige bei einem Treuhänder bis eine Klärung des Wucher herbeigeführt wird.

*träumt ein wenig*

Toni
30. 11. 2022 10:36
Antworte auf  Cartman

Man sieht, Sie kennen sich rechtlich gut aus. Leider haben die allermeisten Menschen keine solchen Informationen oder Kenntnisse und haben auch berechtigte Angst, auf die Strasse gesetzt zu werden.

Danilo
30. 11. 2022 9:06

HEUTE AB 10 im U-AUSSCHUSS-PARTIELLE AMNESIE!

Lojzek
30. 11. 2022 8:26

Hallelujah
Der Handel hat seinen KV
Endlich Weihnachtsfriede auf unserer Insel der Seligen …
Damit widerfährt der Teuerung die notwendige Rechtfertigung (zB wie bei Maßnahmen wie dem Energiekostenausgleich, für einmal – vlt. im Dezember für manche ein zweites Mal – €200,- gibts ein plus von 92% bei der Fernwärme, seitdem stehen alle Öfen still, weil ein starker Arm es will – auf dass bunte gefräßige Lichterketten wenigstens genug Wärme spenden).

#zweitekassabitte

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Lojzek
Toni
30. 11. 2022 10:39
Antworte auf  Lojzek

Genau. Rechtzeitig vor dem Supereinkaufsmonat werden Almosen verteilt, dann können die Leute, die nicht nachrechnen (können) die Läden stürmen und Weihnachtseinkäufe tätigen, im Januar kommt dann das grosse Staunen, die Ernüchterung, die neue Strompreisvorschreibung und vieles andere mehr. Aber die Gewerkschaft macht da ja gerne mit, schliesst Reallohnverluste ab und lächelt den Wirtschaftsvertreter freundlichst an.

baer
30. 11. 2022 12:22
Antworte auf  Toni

Ist die Gewerkschaft jetzt auch schon für das Konsumverhalten der Menschen verantwortlich?

LETZTE MELDUNGEN

Die Regierung kann uns nicht totschweigen.
Aber aushungern.

WIR BRAUCHEN DICH!

KARIKATUR ZUM TAG

MEISTGELESEN