WIener Unis wurden besetzt

Auch Wiener Angewandte jetzt besetzt

Die Erde in den Hörsälen brennt weiter: Seit Montagabend ist nun auch die Wiener Universität für angewandte Kunst besetzt. ZackZack hat die besten Bilder aus den vergangenen Tagen.

Wien, 06. Dezember 2022 | Die Hörsaal-Besetzungen an österreichischen Universitäten weiten sich aus. Seit Montagabend halten Studierende nun auch das Auditorium der Universität für angewandte Kunst Wien okkupiert. Seit Mitte November besetzen kleinere Gruppen von Klimaaktivistinnen und -aktivisten der Gruppe “Erde brennt” schon Hörsäle der Unis Wien, Salzburg und Innsbruck und der Akademie der bildenden Künste. Gefordert wird eine radikale Wende in der Klima-, Sozial- und Bildungspolitik.

Mit der Besetzung solidarisieren sich die Studierenden der Angewandten auch mit der Bewegung “Erde Brennt”, der internationalen Bewegung “End Fossil: Occupy!” und den Protesten im Iran und Afghanistan. Zudem stellen sie universitätsspezifische Forderungen. Von der Angewandten, die sich selbst als “University for Future” bezeichnet, fordern sie Transparenz über konkrete Schritte zur angestrebten Klimaneutralität bis 2030, demokratische Lehrformate, sowie die Offenlegung und Neuverhandlung der finanziellen Abhängigkeiten der Universität von “zukunftsfeindlichen Konzernen”.

Auch gegen Kolonialismus

“Wir nehmen uns diesen Raum, damit wir als Studierende zusammenkommen, uns vernetzen und über Missstände an der Uni und darüber hinaus diskutieren können. Um nicht isoliert in Ohnmacht zu fallen, ist es wichtig, dass wir uns selbst organisieren und gegen die kontinuierliche koloniale und imperiale Ausbeutung von Land, Menschen und Ökosystemen positionieren”, argumentieren die Besetzer. Der erste Programmpunkt der Besetzung ist eine “Lectures for Future”-Vorlesung von Ulrich Brand, Universitätsprofessor für internationale Politik, der nach Angaben der Aktivisten deren Forderungen unterstützt.

Trotz möglicher Räumung

Erst am Montag hatten die Besetzer an der Universität Wien bekräftigt weiter zu machen und ihren Protest auch nach einer möglichen Räumung des Hörsaals C1 an der Uni Wien fortsetzen zu wollen.

Intime Einblicke

ZackZack-Fotograf Christopher Glanzl begleitet die Proteste von Anfang an, hier ein paar Einblicke ins Innere der Uni-Besetzungen:

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(C) ZackZack/Christopher Glanzl

(red/apa)

Titelbild: ZackZack/Christopher Glanzl

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6 Kommentare
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nikita
7. 12. 2022 13:13

Die Fotos von Christopher Glanzl sind eine Wucht.

ralph
7. 12. 2022 12:29

Zukunftsfeindliche Konzerne, endlich mal n …feindlich Wording das auch Sinn macht. Übernehme ich danke.

nikita
7. 12. 2022 7:58

Weiter so, Gehör verschaffen!

baer
6. 12. 2022 18:04

Passt.

6. 12. 2022 16:59

Was ist eigentlich bei der DNA Abklärung vom Abgeschossenen Wolf in Kärnten herausgekommen und wie geht der Rechtsbruch nun weiter EU Recht alles Wurst oder?

bmtwins
6. 12. 2022 15:08

ist den herrschaften wohl zu kalt um sich auf die strassen zu kleben?