Dienstag, Juli 23, 2024

Das war die Klimaschlacht in Deutschland

Im deutschen Lützerath eskaliert die Lage. Die Polizei versucht mit teils zweifelhafter Gewalt das Gelände zu räumen. ZackZack-Fotograf Christopher Glanzl war vor Ort.

Lützerath, 16. Jänner 2023 | Unter den tausenden Menschen, die seit Tagen im deutschen Lützerath gegen den Abriss eines ganzen Ortes, in dem künftig Braunkohle abgebaut werden soll, demonstrieren, befanden sich auch Umwelt-Delegationen aus Österreich. ZackZack-Fotograf Christopher Glanzl hat die Proteste begleitet – und eindrucksvolle Bilder aus der Mitte des dystopischen Geschehens mitgebracht.

Am Montag, fünf Tage nach Beginn der Räumung, haben die letzten zwei noch verbliebenen Klimaaktivisten ihren unterirdischen Tunnel unter der Siedlung verlassen. Das beobachtete ein dpa-Reporter am Montag. Die Aktivisten im Tunnel galten als letzte Besetzer von Lützerath. Nach der fast vollständigen Räumung des deutschen Protestdorfes durch die Polizei haben Klimaaktivisten und -aktivistinnen in der Gegend aber weiter mit Aktionen gegen den Braunkohleabbau protestiert. Auch Wissenschafter im gesamtdeutschen Raum kritisierten die Räumung und dafür herangezogene Gutachten laut.

Vorwurf von Polizeigewalt

Während eher verhalten nach dem Wochenende die “Professionalität” der Polizei vor Ort gelobt wurde, sahen andere massive Verfehlungen im aggressiven Vorgehen und warfen Polizeigewalt vor. Die Beamten setzten Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Zwölf Personen wurden bis dato fest- oder in Gewahrsam genommen. Nach Polizei-Angaben wurden neun Aktivisten mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Eine Sprecherin des Sanitätsdienstes der Demonstranten sprach allerdings von einer deutlich höhren Zahl verletzter Demo-Teilnehmer, es sei eine “hohe zweistellige bis dreistellige Zahl” gewesen. 

(cg/am/apa)

Alle Bilder: ZackZack/Christopher Glanzl

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