Montag, Februar 6, 2023
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Von Auto angefahren: Amtsbekannter »Naschbär« ist tot

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Der pelzige Küchen-Einbrecher “Juan Carrito” wurde durch seine Streifzüge in einem italienischen Bergort zum Social Media-Star. Jetzt ist der Braunbär gestorben.

Rom, 24. Jänner 2023 | Juan Carrito, der trotz der Jahreszeit nicht im Winterschlaf gewesen war, wurde am Montagabend unweit eines Tunnels von einem Auto angefahren und schwer verletzt.

In Restaurant eingedrungen

Förster leisteten dem Bären Hilfe und brachten ihn in ein Tierschutzzentrum, wo er seinen Wunden erlag. Das 150 Kilo schwere Tier war vier Jahre alt und dafür bekannt, dass er in Roccaraso in eine Konditorei und in die Küche eines bekannten Drei-Sterne-Restaurants eingedrungen war, um sich Futter zu beschaffen.

Der neugierige Vierbeiner war in der Vergangenheit bereits mehrmals dabei beobachtet worden, wie er durch das Apenninendorf Roccaraso schlenderte. Dabei hatte er Hühner verspeist und war auf Obstbäume geklettert. Um solche “Besuche” in Zukunft zu verhindern, war der Bär bereits gefangen genommen, betäubt und zu einem weit entfernt liegenden Ort gebracht worden. Doch er kehrte nach einer Reise von Hunderten Kilometern wieder in die Ortschaft zurück, wo er sich offensichtlich sehr wohl fühlte.

Bär laut Bürgermeister “zu einer Gefahr geworden”

Im November 2021 war er in eine Konditorei eingedrungen und hatte sich Süßigkeiten geholt. Dabei hatte er das Lokal schwer beschädigt. “Er fürchtet die Menschen nicht, er ist zu einer Gefahr geworden”, sagte der Bürgermeister von Roccaraso, Francesco Di Donato, damals.

Juan Carrito war ein Marsischer Braunbär. Dabei handelt es sich um eine Unterart, von der es nur noch etwa 50 Tiere gibt, während es 1980 noch rund 100 waren. Diese Art lebt am mittelitalienischen Apennin. Sein Tod wirft wieder Fragen über das oft problematische Zusammenleben von Bären mit der Bevölkerung in Berggemeinden auf. Das Thema ist auch in Trentino Südtirol aktuell.

(mst/apa)

Titelbild: ARMEND NIMANI / AFP / picturedesk.com

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Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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3 Kommentare

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hr.lehmann
24. 01. 2023 13:14

😢 Sehr traurig. Gefühlt war dieses Schicksal besiegelt als er sich angewöhnte dem Menschen so nahe zu sein.

baer
24. 01. 2023 13:41
Antworte auf  hr.lehmann

🤔 …….😢……😭

baer
24. 01. 2023 10:56

Tja Kumpel ich hatte dich gewarnt, zu viel fressen ist ungesund! 😐

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