Freitag, Mai 17, 2024

Ausgerechnet: Österreich braucht eine Übergewinnsteuer für Banken

Das Land steht vor einer Rezession: Die Wirtschaftsleistung sinkt, die Arbeitslosigkeit beginnt wieder zu steigen. Die ersten kleinen und größeren Betriebe kommen ins Straucheln, die Insolvenzen steigen wieder. Eine Branche lässt das völlig unbeeindruckt. Die Banken verzeichnen Rekordgewinne. Doch sie tragen zur Wirtschaftsflaute bei, indem sie höhere Zinsen von ihren Kreditnehmer:innen verlangen.

Von Oliver Picek

Die Banken sind unverdient zum Krisengewinner geworden. Nicht ihre hervorragende unternehmerische Leistung lässt sie so gut verdienen. Die Ursache geht zurück auf den Zufall. Konkret auf den russischen Angriff in der Ukraine. Der Konflikt hat die Energiepreise in die Höhe schnellen lassen, was die große Inflation der letzten zwei Jahre ausgelöst hat. Als Reaktion darauf haben Zentralbanken weltweit die Zinsen erhöht, um künstlich einen Rückgang der Wirtschaftsleistung auszulösen – in der Hoffnung, die Preissteigerungen damit auch zu brechen. Mit steigenden Zinsen sprudeln auch endlich wieder die Zins-Einnahmen der Banken. Während die meisten anderen Branchen büßen müssen, gewinnen die Banken.

Die Bank gewinnt immer

Doch es ist nicht nur Zufall. Die Banken geben die Zinserhöhungen auch sehr ungleich weiter. Jede Kreditnehmerin mit variablem Zinsen spürt, dass die monatliche Kredit-Zahlung um hunderte Euro gestiegen ist. Die Banken geben die steigenden Leitzinsen der europäischen Zentralbank dort rasch weiter. Auffällig aber: Für die Sparerin gilt das nicht. Zinssätze auf Girokonten und auf täglich fälligen Sparkonten steigen nicht oder nur kaum. Völlig absurd dabei: Die Banken können die schlecht verzinsten Einlagen ihrer Kunden – so sie zu viel davon haben – direkt bei der Zentralbank anlegen und knapp vier Prozent Zinsen einfahren. Die Differenz behält die Bank. Das ist mehr als nur ein Körberlgeld, geht in die Hunderten Millionen Euro, wenn nicht gar Milliarden. Fast wie im Kasino gilt: „Spielen Sie ruhig. Die Bank gewinnt immer.“

Soll man die Rekordgewinne der Banken besteuern? Die Politik tat das in der Vergangenheit schon öfters. Selbst die konservative Politikerin Margaret Thatcher hob in den 1980ern eine Sondersteuer für Banken ein, weil diese von der Wirtschaftskrise profitierten. Es ist auch keine fünfzehn Jahre her, als Banken und andere Finanzinstitute die letzte weltweite Bankenkrise auslösten. Kreative Verpackungen von Krediten stellten sich als riesige Betrugsmasche heraus. Menschen, die nicht kreditwürdig waren, hatten Kredite aufgeschwatzt bekommen. Zurückzahlen konnten sie diese nicht. Banker und Finanzjongleure kassierten dennoch hohe Provisionseinkommen dafür. Die darauf folgende Finanzkrise brachte die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds. Viele Länder führten daraufhin Bankenabgeben ein, um einen Teil der Rettungskosten zurückzuholen.

Österreich hatte schon Sondersteuern für Banken

In Österreich brach etwa die Hypo Alpe Adria und die Kommunalkredit zusammen. Die staatlichen Rettungsaktionen kosteten auch hierzulande Milliarden. Die Politik hob ab 2011 eine Bankenabgabe ein, rund 550 Millionen im Euro im Jahr, um einen Teil des Schadens von den Banken zurückzuholen. Bis heute tut sie das – in reduzierter Form – noch mit 100 Millionen Euro im Jahr. Die Kosten für die heimische Bankenrettung sind damit aber immer noch nicht abbezahlt – bei weitem nicht.

Auch ganz grundsätzlich spricht nichts gegen höhere Steuersätze für Banken als in anderen Branchen der Wirtschaft. Denn eine Bank macht den größten Teil ihrer Gewinne, weil ihr der Staat ein einzigartiges Privileg verleiht. Sie darf staatlich anerkanntes Geld schöpfen. Es aus dem Nichts erschaffen. Und dafür Zinsen verlangen, die sie dann selbst als Gewinn einbehält, der an die privaten Aktionäre geht. Kein anderes Unternehmen darf so etwas, keine Privatperson.

Einnahmen aus der Steuer für die Krisenverlierer verwenden

Wie könnte die Bundesregierung die Gewinne der heimischen Banken besteuern? Möglichkeiten gibt es viele. Spanien etwa erhebt aktuell eine Abgabe auf die Zinseinkommen der Banken. Die ungleiche Weitergabe der Zinsen zum Vorteil der Bank wird so direkt besteuert. Ungarn hingegen setzt am Umsatz der Bank an. Italien wiederum plant, die Bilanzsumme zu besteuern – ähnlich wie in Österreich. Um auf die italienische Steuer zu kommen, müsste Österreich aber seine Bankenabgabe vervierfachen. Ein pragmatischer Weg, der zumindest einige hundert Millionen Euro mehr ins Bundesbudget spülen würde.

Angesichts der vielen Verliererinnen der hohen Zinsen wären Einnahmen aus einer Bankensteuern hilfreich. Mit dem Geld könnte der Staat die schlimmsten wirtschaftlichen Einzelfälle und Notlagen durch Zinserhöhungen begrenzen. Sei das nun der Mieter im Neubau, dem die Genossenschaft die Miete um 300 Euro erhöht hat – aufgrund ihres variablen Kredites bei der Bank Miete. Sei es die Häuslbauer-Familie mit variablem Kredit, der um 800 Euro mehr Kreditrate monatlich bezahlt. Sei es die Klein-Unternehmerin mit funktionierendem Geschäftsmodell, die aber noch ihre Bankkredite aus der Corona-Zeit zurückzahlen muss.

Doch vor den Details – wie hoch ist die Steuer, wer bekommt die Einnahmen – muss der politische Wille für die Banken-Übergewinnsteuer feststehen. Der ÖVP-Finanzminister hat der Steuer gleich einmal eine Absage erteilt. Die Opposition macht hingegen Druck, FPÖ und SPÖ haben sich dafür ausgesprochen. Die Grünen als zweite Regierungspartei dürften ebenso nicht abgeneigt sein. Der Ausgang des Matches bleibt noch offen.

Oliver Picek ist Chefökonom am Momentum Institut.

Titelbild: Miriam Moné/ZackZack

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52 Kommentare

  1. News aus der Ukraine:
    Selenski hat die Chefs aller sog. Wehrersatzämter entlassen. Er schäumt und geifert und beschuldigt gleiche alle.
    Hintergrund ist, dass immer mehr ukrainische Männer um Wehrersatzdienst ansuchen oder um Untauglichkeitsbescheinigungen.
    Die Ukrainer wollen diesen Krieg nicht endlos hinausziehen, das wollen nur die, die nicht kämpfen müssen und im feinen Büro sitzen.
    Das Volk ist wieder einmal weiter als die Herrscher.

    • Alles hat plan dahinter & sie haben Angst!
      *das wollen nur die, die nicht kämpfen müssen und im feinen Büro sitzen.*

      Wie alle groß imperien, werden alle fallen. am Ende siegt die Liebe und Wahrheit.

  2. Die Gewinnsteuern betrugen in den USA bis 1968 90%. 90%. Sie waren kriegsbedingt hoch. Und sie wurden mehr als 20 Jahre nach dem Krieg beibehalten, um den Staatshaushalt die kriegsbedingten Kosten nachträglich zu ersetzen. Wäherend dieser Zeit von 1940 bis 1968 posperierte die US-Wirtschaft. Reiche zahlen nicht so gern Steuern (sieht ja auch wirklich schlimm aus, wenn einem von einer Milliarde 90% abgezogen werden, da bleiben nur mehr 100 Millionen übrig! 900 Millionen gehen an den Staat!!!). Deswegen wurden Unternehmensinvestitionen vom Gewinn abgezogen, sodass viel investiert wurde, Gehälter erhöht wurden, denn diese senkten den Gewinne ebenfalls. Wenn dann 100 Millionen Gewinn übrig blieben, dann wurden einem nur 90 Millionen abgezogen. Eine 0 weniger. Durch die Investitionen wuchs die Wirtschaft und es fand eine Verteilung zu den tatsächlich Arbeitenden statt. Dass überhaupt investiert wurde, war Folge der Investitionsanreize durch Steuerminimierung.

    Jetzt ist wieder Krieg. Aber man weigert sich finanzpolitisch den Krieg als Krieg anzuerkennen und entsprechend zu reagieren. Das führt zu hohen Staatsverschuldungen. Man behandelt den Krieg als rus Spezialoperation, folgt dabei dem rus Narrativ, während die Kosten der Kriegsfolgen auf alle Steuerzahler:innen gleichermaßen verteilt werden, als ob alle Steuerzahler:innen gleich viel verdienen würden. Die Kosten müssen ALLE tragen, die Gewinne streifen einzelne ein. Das ist augenblicklich unsere Gesetzeslage.

  3. Nach dem wir bei ZZ als erstes diese Zinsabzocke angepragert haben, ist nun auch etwas dazu weitergegangen, wie auch bei der sich nicht mehr lohnenden Leistung mit der Aussage von Frau Plakolm dazu.

    Noch immer hat mir aber Niemand plausibel nachvollziehbar erklären können, wie konkret diese Sondersteuer bei Banken funktioniert und wie viel der Staat dann mehr erhält, aber vor allem was er dann mit diesem Geld wann nachweislich machen wird?

    Dafür gab es aber einen netten Deal mit Frau VdL, welcher erst jetzt sichtbar wurde.
    Wahrlich geschickt, wie man das machte, das die EU nur zustimmt EURO 750 Mio (ich hatte dazu bisher noch nie etwas gehört) an Corona Hilfen weiter auszuzahlen, wenn die bisherigen Auszahlungen nicht mehr zurückgezahlt werden müssen und die WK hier schon EURO 5 Mio an Rechtskostenhilfe bei Seite gelegt hatte.
    So wird wohl die bald anstehende Neuwahl von VdL nun bestens für Ihre damit gesicherten österreichische Wähler mit diesem Vorgang fixiert worden sein?

    Aber bei der Teurung, wie nur beispielsweise Mietpresbremse bleiben diese weiter voll auf der Bremse und wo sonst noch hab ich eigentlich schon zu oft aufgezeigt.
    Gott sei Dank aber funktionieren die Medien und die Gewerkschaften, die Opposition usw. sonst würden wir nun wohl endgültig pleite gehen müssen? – Ich meine zumindest die, welche man von langer Hand geplant schon immer pleite gehen lassen wollte…

    • @Dealer
      VdL oder VdB, da gibt es keinen Unterschied. Mietpreisbremse? Was soll die genau bewirken?
      Noch mehr leerstehende Wohnungen?
      Weshalb soll jemand der vom vermieten lebt keine Lohnerhöhung haben? Nicht umsonst hob die ultra linke und deshalb naive SPÖ- Stadt Wien gleich vier mal binnen 15 Monaten die Mieten an. Das gab es sonst nirgendwo in Österreich. Wen wunderts auch, braucht der Schnitzelbaron doch dringend Geld um die Misswirtschaft die seine Genossen tagtäglich verbrechen zu finanzieren.
      Aber auch sonst ist er Preiserhöhungs- König in Österreich. Aber mir kanns ja wurscht sein was die Wiener machen. Selber Schuld würde ich sagen. Geliefert wie bestellt.

      • @Prof. Kerner Wogler 19:49

        Das es zwischen VdL und VdB wenig Unterschied gibt, dem kann ich zustimmen. Aber diesen Deal gerade von VdL mit der ÖVP schlägt zumindest für mich dem Fass den Boden aus? – Aber vielleicht ist das was da passierte und ich versuchte auzuzeigen nicht wirklich angekommen und durchgedrungen?

        Zur Mietpreisbremse:
        Die Betriebskosten werden 1:1 mit der Inflation erhöht und damit sind die meisten ausgabewirksamen Kosten einmal für den Vermieter abgedeckt.
        Wenn dieser einen Kredit aufgenommen hat, dann unterliegt dieser nich der Inflation, aber seine Immobilie steigt mir der Inflation. (Gerne könnte ich diese Effekte auch noch detaillierter darstellen…?)
        Wenn er nun mit 2 Prozent in dieser ohnehin nicht austrarierten und künstlich eben so produzierten Phase in der Preisphase gedeckelt wird, dann ist das mehr als nur fair, da es den Vermieter ohne positive Effekte voll trifft, bin zumindest ich der Meinung, aber hier auch ein erheblicher Inflationstreiber damit ausgeschalten wird, aber auch die Kaufkraft erheblich gestärkt werden würde…

        Aber bin ich die SPÖ, oder die Gewerkschaft, die AK oder die Opposition, oder die Grünen, der Konsumentenschutz, oder oder oder????

        Ich hoffe ich konnte das ein wenig klarer machen und da die Inflation hier ja schon drei Jahre volle Pulle wirkte, wirkt sie eben bei über 6 Prozent mit dem Zinseszinseffekt für den Vermieter und gegen den Mieter noch weit in die Zukunft hinein und tut mir der Vermieter hier wahrlich nicht mehr leid…

        • Naja Dealer, wenn Sie schon keine rote Institution sind, weshalb erklären Sie sich dann mit deren Argumentation?
          Was mich an der ganzen Misere amüsieren würde, wäre es nicht so traurig und ernst, ist dass gerade die hier von allen Seiten vergötterte linke und darum naive Stadt Wien von den Mietpreiserhöhungen nicht genug bekommen kann.
          Da fressen sich die (rosa)roten Bonzen satt am Trog der eh von den Schwächsten gefüllt wird. Ich erinnere mich zB noch gut wie der sichtlich wohlgenährte Schnitzelbaron stammelte und zu Kreuze kroch, als die Umtriebe der Wien Energie aufflogen. Angeblich würden die ja wieder fette Gewinne einfahren. Wo bleibt da der Ruf der Forumstechnischen Empörungsszene nach einer Übergewinnsteuer? Da käme ordentlich Zaster zusammen. Aber bei Sozis hält es sich in der Regel halt so dass nur Gewinne eingesteckt und Verluste verstaatlicht werden. Beispiele dazu, so denke ich,führe ich besser keine an. Nicht dass noch ein Realitätsgekränktes Sozi- Herz hier aufhört zu schlagen. Sie wissen ja wie sensibel diese Individuen sind.

          • @Prof- Kerner Wogler 22:03

            Wie schon vor geraumer Zeit hier mitgeteilt, bin ich ein Mann der Mitte, welcher situativ alle Positionen einnimmt, wenn es notwendig ist um vor allem die Ballance zu halten…

            Natürlich haben sie aus meiner Sicht auch deshalb recht, wenn sie hier die Wiener SPÖ als einen der Haupttäter in dieser offensichtlichen Mietmisere ansprechen.
            Ja wo bleibt der Ruf der Empörungssezene wirkklich, dass wollte ich ja schon mehrfach, wenngleich auch immer in der gewollten Form vergeblich, ansprechen und für eine drigend zu beantwortende Frage einleiten.
            Da ist nun sogar die SPÖ der Hauptakteur als Vermieter und bleibt trotzdem hart und weiter unbelehrbar. – Mehr anitsoziale Haltung kann man nicht mehr setzen?

            Aber auch mein Ausführungen zur Übergewinnsteuer und den hier aufgeworfenen Fragen bleiben weiter ungehört und werden einfach in den Boden geschwiegen.

            Nochmals in aller Kürze und dann werde ich das wohl auch nicht mehr weiter ausführen, da dieser faschistoide Staat eben so bleiben und wenn dann eher noch faschistoider werden will?

            Der gewöhntliche Steursatz in unserem Land ist bekanntlich 50 Prozent.
            Wenn die Gewinne enorm steigen, dann bringt dieser Satz auch extrem höhere Steuereinnahmen.
            Wenn man nun aber eine Übergewinnsteuer und diese auch noch mit 40 Prozent und nicht beispielsweise mit 60 Prozent einführen will, dann, ja dann hilft man diesen Krisengewinnerln auch noch und da die Einnahmen ja wirklich viel höher sind, geht diese Hilfe auch noch schwer getarnt für alle (und das sind vermutlich die Meisten) die eben nicht rechnen können unter? – Vermutlich aber werden die Parteikassen damit gefüllt und das mediale un poltische Schweigen weiter gesponsert? Und das alles auch noch weiterhin mit Segen der Hoheheitsrepresentanz?

          • Zusatz:
            Gleichzeitig wurden die Coronaförderungen zu selektiven Überförderungen mit dem Gießkannenprinzip und alles völlig untransparant . Vermutlich hat man auch deshalb das Informationsfreiheitsgesetz noch immer nicht umgesetzt.
            Nunmehr wurden über Frau VdL diese gekommten selektiven Überförderungen mit der Begründung saniert, dass man sonst die noch immer nicht bezahlten 750 Mio nicht zur Auszahlung von der EU genehmigt bekommen würde???
            Da möchte ich nicht wisse, was auch diese Wiener Freunde an Förderungen für ihre Vermietung noch bekommen haben?
            Dort habe ich mehr und mehr den Eindruck, dass es irgendein noch immer verborgenes tiefes Budgetleck geben muss, denn sonst kann ja nicht eine SPÖ ärger unsozial regieren als die ÖVP?
            Aber die Granden dort haben es sich wieder gerichtet. Die meisten sind schwere Millionäre, aber haben alles fest im Griff und lassen den guten Babler nun eben weiter dazu “babeln”…
            Für mich aber sind das alles Schwerverbrecher welche weiter tun uns lassen können was sie nur wollen und ihren Appartat ohne funktionierende Whistlblowerrichtlinie und versehen mit dem Immunitätserlass voll dafür einspannen können… Wo sind die Grandemeldungen der ebenfalls zu diesem gehörenden Systemmedien?

  4. Wirds mit der ÖVP sowieso nicht geben. Apropos, wo landet eigentlich die Übergewinnsteuer der Energiekonzerne? Man hört überhaupt nichts mehr darüber. Bleibt die wieder irgendwo im aufgeblasenen Staatsapparat hängen oder wird damit wieder einmal die Klientel bedient?

    • @baer
      Irgendwas werden sich die Brünschwürkisen einfallen lassen müssen um deren teuren Regierungsstil weiter zu finanzieren, will man doch nächstes Jahr wieder regieren.
      Auch sollte es keine CO2 Steuer mit den Schwürkisen geben, aber falsch gedacht. Wo man die arbeitende Bevölkerung schröpfen kann, stehen die Brünschwürkisen parat. Denn auch die Brünen können mit Bevölkerung usw… genauso wenig anfangen wie deren ÖVP’sche Vorbilder.

    • Unsere Medien haben das wieder einmal so lange recherchiert bis eben nichts mehr da war…
      Aber dafür haben (diese) ja unsere Medien sich extra…

      • @Dealer
        Die Medien, auch die Linken, nehmen bettelnd und dankend das Geld der Regierung an. Wie Prostituierte. Auch sonst hört man hier kein negatives Sterbenswörtchen bezüglich der Orbanisierung des LocklORF aus der Empörungsszene. Freue mich schon wenn Kickl Kanzler ist und der KocklORF ordentlich umgebaut wird. Linke Vögel und Wolf inkl. seiner Groupies wollten es so. Geliefert wie bestellt würde ich sagen.

        • @Prof. Kerner Wogler 19:54

          Vielem was sie hier sagen, kann ich einiges abgewinnen.
          Doch glaube ich, dass Wahlen in diesem Lande, auch wenn Herr Kickl Kanzler werden sollte, nicht zur notwendigen Veränderung führen werden?

          Das System ist derart verfilzt, dass keine Regierung hier noch entwas ändern kann und haben wir uns ja schon seit Jahrzehnten die Finger wund gewählt und es wurde höchsten alles immer noch schlimmer…

          Corona und seine Aufarbeitung aber vielleicht hätte das Potential dafür. Vielleicht könnte man hier einen Zusammenhang zu Kickel schaffen, da dieser ja der einzig zu sein scheint, welcher hier aufarbeiten, aufklären und dann auch abarbeiten und mit den Konsequenzen daraus umsetzen will? – Das wäre zumindest eine Chance – ob diese genutzt wird ist wieder eine andere und weitere Frage, zumal ich genügtend Fälle kenn, wo die FPÖ genauso involviert und untätig ist, wie die anderen Systemparteien…

  5. Die Einschätzung, dass die Inflation v. a. durch die Engergiepreise verursacht wurden, ist falsch. Die Inflation hat einige Faktoren, die weit zurückliegen (EZB-Zinspolitik und Anleihenankäufe zugunsten des internationalen Finanzkapitals, Draghi, Lagarde). Ab 2020 ist es erst richtig losgegangen und die Lockdowns haben reihenweise weltweit Lieferketten unterbrochen. Preise für wichtige Halbfertigprodukte sind um bis zu 120 % gestiegen. Klar haben die Energiepreise nach dem Einmarsch der Russen angezogen, vor allem aber waren dafür die EU-Sanktionen verantwortlich. Und die Banken schneiden immer mit wo es möglich ist. Auch der Handel ist nicht zimperlich und hat Preiserhöhungen für viele Produkte erhöht, die gar nicht von den höheren Kosten betroffen waren.
    Die Konklusion des Autors kann man unterstützen, sie sollte sogar ausgeweitet werden: Alle Übergewinne von allen Profiteuren der Krisen sollten massiv besteuert werden, das sind neben den Energiekonzernen und den Banken vor allem die Digitalkonzerne (microsoft) und die Pharmakonzerne.

  6. @Sig
    “arbeitende Fachkräfte aus dem Ausland hinhauen”?
    Welche Fachkräfte meinen Sie damit und wer genau haut auf die hin?
    Gerade die BRÜN/schwürkisen frohlockten ab der Flüchtlingswelle, würde sie doch sooo viele gute Facharbeiter anspülen.
    Jedoch Facharbeiter für was? Dattelpflücker? Kamel- Dresseur? Messerwetzer?
    Jedenfalls kein Beruf der in Österreich benötigt wird.
    Tja Banken bedeuten halt immer Ärger, deshalb sind diese auch nicht gerade beliebt. Aber das ist ja kein gerade erst aufgekommenes Problem das diese unsägliche Bundesregierung alleine zu verantworten hätte.
    Zudem verstehe ich die Aufregung bzgl. Corona- Förderungen überhaupt nicht. Zuerst kriechen alle brav diesen unsäglichen Coronadodln von Regierung und Experten hinterher und jetzt wo halt noch finanzielle Leichen auszuzahlen sind, wird rebelliert. Selber Schuld würde ich sagen. Man muss nur schauen wie viele Coronadodln sich hier noch tummeln und sich freuen wie diese bemaßnahmt und verordnet wurden.

  7. Möglicherweise wird das wieder ein etwas kätzerischer Kommentar. Ich weiss es noch nicht, was mir da intuitiv aus den Fingern rinnen wird:

    Nehmen wir mal an – nur so einmal belanglos – dass diese Übergewinne (engl. Residual Incomes visa so-called Windprofits) gar nicht so “zufällig” hierzulande “passieren” und sich deshalb einer Übergewinnbesteuerung aus Regierungsperspektive beharrlich entziehen? Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an die aufgedeckten sekularen Geldkreisläufe in zigfacher Millionenhöhe im Vaupen Sumpf zur wundersamen Geldvermehrung in die Propaganda-Budgets zur kostspielig gerichteten Meinungsvernebelung, die dann leider abzustellen waren. Erinnern wir uns an die auf Ibiza ans Licht gebrachte Volkskultur ausgeprägter Vereinsmeierei in sämtlichen parteinahen Vor- / Umfeldorganisationen… Erinnern wir uns weiters an das unverdächtig harmlose “Angebot” der beliebten Jugend-Staatsekretärin, Vereine (ja, und auch Startups, damit’s nicht gar so plump daher kommt) zukünftig mit legistischer UND auch finanzieller Hilfe (no, vermutlich auch Sponsoring) zum Wohle wirtschaftlicher Prosperität unter die Arme greifen zu wollen. Seit wann sind die Vaupen so selbstlos solidarisch gebürstet? Ein Geschäft zeitigt doch automatisch ein Gegengeschäft, wenn man sich an so doziernden Soberl in OE24 erinnert? Nehmen wir nun weiter an, dass sich die überwiegend schwarz dominierte Bankenlandschaft in prolongiert kollaborierender Beitragstäterschaft also nun tatsächlich hinreissen ließ, diverseste, zweckdienlich selektierte Vereine “wohlwollend” finanziell mit Kultur- / Social- und auch Vereinssponsoring auszustatten – um sie – ja wieder dieselbe Leiher – in “Waschmaschinen”-Konstruktionen über Umwege (zB unverdächtig gestückelte Parteispenden vorbei am Rechnungshof?) wieder zurück in intransparente Kassen zu spülen, damit das Land weiter im Spinning geflutet werden kann… (Die CASAG Waschmaschine wird’s alleine wohl nicht mehr stemmen können.)

    Bin ich inzwischen echt so paranoid geprägt? -> “Vielleicht”, meint auch mein Stalker augenzwinkernd… 😉

    • Vielleicht doch mal vom LSD aufs Ivermectin umsteigen ? Paranoia wird doch nicht als Nebenwirkung angeführt.

        • Ich hätt da noch eine andere Frage: Das war nicht ernst gemeint mit dem Gigant Lissmann oder schon?

        • Wie kommen Sie jetzt auf die Idee, mich “ernst” zu nehmen???
          (Kenn’ mich jetzt überhaupt nimmer aus…)

          Martin Walser, kürzlich verstorben, meinte in einer hergeschriebenen Analogie in einem seiner späten Interviews: “Ich kann nur einen Buch-Text schreiben. Darüber reden, es interpretieren müssen andere. Jede/r nach seiner Fason. Ich muss nichts – nur meine Geschichte hinschreiben.”

          • Es war nicht allzu ernst gemeint. Aber Freud schrieb über den Witz und seinen Bezug zum Unbewussten. Also ist doch irgendetwas dran ?

          • Wilhelm Busch wird der Sager zugeschrieben: “Humor ist ein Mechanismus, um den alltäglichen Wahnsinn in eine menschlich fassbare, erträgliche Form zu bringen.”

            Die impliziert mögliche Mehrfachdeutung in der Syntax dieser Formulierung lässt durchaus auch mögliche Rückschlüsse auf Ihre seltsam sinistre Erscheinung zu…

            -> Sie müssten sich zuerst allererst einmal ein entsprechendes Ranking bei mir “erarbeiten”, um sich um ein Ticket für ein Sparring mit mir anzustellen und halte gleichzeitig fest, dass vernünftige Selektion nur von “unten” betrachtet auch wie Arroganz gesehen werden kann.

  8. Biiitte liebe Bundesregierung, ihr müsst unbedingt den faulen Arbeitslosen die Daumenschrauben ansetzen, die Betriebe, Energiekonzerne und Banken fördern, weiter dringenst benötigte Coronahilfen auszahlen, auf arbeitende Fachkräfte aus dem Ausland hinhauen…..dann gehrs und alle besser!
    Nur nicht locker kassen und vor allem: Lasst euch nicht davon entmutigen, dass ihr Österreich in eine Rezession wirtschaftet. Österreich ist schließlich nicht die zahlende Kundschaft.

    • … Zahltag für die Bürger*innen im “neutralen Österreich” ist spätestens dann, wenn Putin den Angriffskrieg definitiv verloren hat.

        • tjio, solche Fragen stellen sich vermutlich dann, wenn man sich hier im (überwiegend selbstbezogenen) Lektorat befindet und weniger inhaltsbezogen reflektiert hier frequentiert… (Wenn’S das hier nun so Stehende wieder nicht in ihre präferierte Alltagssprache übersetzen und interpretieren können, bleibt’s bis auf Weiteres !Ihr Problem.)

          • @PV
            Wissen’S, ich tu’ mir nicht leicht, wem zu “antworten”, wenn dieser permanent allem Anschein nach gezielt ins Untergriffige driftet. Weil’s mich aber gar so schön bitten, schreib’ ich Ihnen betreffs unterstelltem Narzissmus einige Sätze her, damit Sie sich Ihr Psychogramm zeichnen können (was Sie ohnehin bereits schon im prätentiösen Auftritt taten):
            Es wird Sie vermutlich nicht erstaunen, wenn ich Ihnen herschreibe, dass mir auf meinem Lebensweg nicht schon das eine oder andere vermeintlich “golden Nugged” am Wegesrand liegend untergekommen wäre, im Angebot, es vordergründig System dienlich in einen persönlichen Gewinn zu bringen, um es honorig zu kapitalisieren. Mein “Problem” war es aber immer, mich mehr oder weniger opportunistisch dann in die Auslage stellen zu müssen, oder aber auch nur diskret verborgen etablieren dürfen, zusammen mit diesen suspekten Personen, die gerade im unmittelbaren Umfeld dieser Fundstellen herumstanden. Meine “Schutzengerln”(und das dürfen Sie 1:1 übernehmen) induzierten mir immer eine intuitive Ablehnung zu diesen “Angeboten” und sahen mir vor, mich in keine wie auch immer gearteten Abhängigkeiten zu bringen. Ich wurde nicht erpressbar, korrumpierbar, kontrollierbar und schon gar nicht lenkbar. Aus meinem “gerechten” Schlaf wurde damit ein “gesunder”. 🙂 Der “Preis” für diese Philosophie waren die “Niederungen” in bedeutungsloser Anonymität. Welche ich aber inzwischen über !alle Maßen schätzen lernte, weil es mir den überwältigenden Vorteil bringt, mich nicht in offiziell zugewiesener Anerkennung, nicht an gesellschaftlich übergestülpten archetypischen Erwartungen und Moralismen bewerten und messen lassen zu müssen, welche das “Publikum” selbst (natürlich allzu menschlich) nicht zu erfüllen im Stande ist.
            Mir steht es darum jederzeit frei, “Giganten” wie u.a. zB Konrad Paul Lissmann, Franz Schuh uvm. problemlos in meinem Miniversum zu adorieren, ohne mich selbst meinetwegen dazu in einen zu rechtfertigenden fremdbeurteilten Ver- / Abgleich stellen zu müssen. Darf unbehelligt meinen persönlich angehafteten hedonistischen “menschlichen” Attributen folgen, wie es mir in meinem Moralkodex beliebt und im Kleinen authentisch menschlich solidarisch für mein persönliches Fortkommen inter-agieren. Schuh nannte es in einer von mir nun angemaßten Analogie in einem kürzlichen Interview sinngemäß mit Nietzsches’ “nobler Trennung i.d. Abgrenzung von öffentlicher Aufmerksamkeit durch Bescheidenheit.” (Man verzeihe mir bitte diesen hochgeschraubten Vergleich.) Dieses gewählte Setting im Lifestyle erlaubt es mir aber auch, situativ in authentischer Stimmungslage meinen Duktus in der Äusserung an den / die Adressaten*in mir genehm anzupassen, ohne einen extern selbstberufenen Moralist*innen-Zeigenfinger auch nur zum Zucken zu bringen, nur um dessen Persönlichkeit, die an diesem hängt, selbst damit in ein besseres Licht “zu werfen”…
            Weniger ist also oft sehr viel mehr, und noch um ganze Dimensionen effektiver im zwischenmenschlichen Wirkungsgrad dieser anonymen Existenz. Der grundsätzliche Zweck in der gewählten Dienbarkeit im zack-zack Forum wurde von mir demgemäß bereits konsistent dokumentiert, wiewohl ich mich ausdrücklich !nicht als ausgewiesenen Altruisten hier deklarieren möchte – eh klar… sonst würd’s ja wirklich in einen Narzissmus münden.😉

      • “Österreich ist nicht die zahlende Kundschaft” war allgemeiner gemeint. Heißt für mich nicht, dass ein anderes Land die “zahlende Kundschaft” darstellt. Gemeint war schlicht Korruption, und die ist in allen möglichen Strukturen zu finden, auf alle nur erdenklichen Weisen.

          • Ja, Gier. Darum find ich es wirklich sehr schlau und weitsichtig, was in Sbg. Dankl und in Graz Kahr machen. Sie verzichten auf einen guten Teil ihres Politikereinkommens, und leben ganz bewusst ein Leben mit knapperen Ressourcen, um nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Sie sagen, dass jeder Mensch bei Überfluss eine andere Wahrnehmung bekommt, dass das menschlich ist, und sie aber bewusst die Wahrnehmungen haben wollen dafür, wie es dem Großteil der Menschen im Land geht.

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