Christian Stocker arbeitet als Bundeskanzler weiterhin am Aufschwung Österreichs. Nach seinem rätselhaften Besuch im Haus- und Hofarchiv sieht man Stocker in einem neuen Instagram-Video nun stillstehen, während andere arbeiten.
Arbeit muss sich wieder lohnen – ein bekannter Slogan der Österreichischen Volkspartei. Ein Video von Bundeskanzler Christian Stocker und dem Bundeskanzleramt zeigt eindrucksvoll, dass es sich dabei wohl um die Arbeit anderer handelt.
Der festgefrorene Kanzler
Das neunsekündige Video ist der nächste PR-Stunt aus dem Bundeskanzleramt. Erst Anfang November hatte Stocker mit einem rätselhaften Besuch im Haus- und Hofarchiv im Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs für Stirnrunzeln gesorgt.
In seinem neuen Video gibt Stocker erneut vor, für den Aufschwung zu arbeiten. In der Beschreibung des Postings heißt es: „Wir können wieder Großes schaffen, wenn wir alle gemeinsam anpacken.“ Doch das Gemeinsame sucht man in dem Video vergeblich. Vielmehr entsteht ein starker Kontrast zwischen Menschen, die im Zeitraffer arbeiten und einem Kanzler, der wie erstarrt dasteht.
In seinem Beitrag heißt es auch: “Es gibt viele Menschen in unserer Gesellschaft, die mit ihren Ideen und Visionen zum Aufschwung unseres Landes beitragen.” Angesichts des Videos bleibt fraglich, ob der Bundeskanzler selbst zu diesen Menschen gehört.
Aufschwung dringend notwendig
Dass es mit der wirtschaftlichen Situation Österreichs schnell wieder bergauf gehen muss, belegen derzeit alle Zahlen. Nach einer Phase der Rezession ist das erwartete Wirtschaftswachstum klein.
Im Finanzministerium braute sich am Dienstag sogar die nächste Hiobsbotschaft zusammen. Inmitten des Sparkurses könnte das Defizit Österreichs neuerdings gewachsen sein. Kolportierte Zahlen aus den Bundesländern deuteten am Dienstagmorgen auf ein Budgetdefizit von 4,9 Prozent im Jahr 2025 hin – um 0,2 Prozent höher als 2024 und um 0,4 Prozent höher als von der Regierung eigentlich geplant.
Grund für die höhere Neuverschuldung könnten ersten Interpretation von WIFO-Ökonomin Margit Schratzenstaller im Ö1-Morgenjournal zufolge hohe Gesundheits- und Bildungsausgaben in den Bundesländern sein. Durch die Überalterung Österreichs wird erwartet, dass die Gesundheitskosten in den nächsten Jahren weiter steigen werden.
Titelbild: Instagram Bundeskanzleramt


