Wladimir Putin fürchtet sich. Rund um den russischen Präsidenten wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv erhöht, berichtet das russische Investigativmedium Important Stories.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist in Angst. Wie das russische Exil-Investigativmedium Important Stories berichtet, befürchtet der Langzeitmachthaber einen Putsch.
Die Sicherheitsmaßnahmen im Kreml seien seit März 2026 deswegen massiv erhöht worden. Putin rechnet mit einem Attentat aus dem Kreis der russischen Elite.
Angst vor Meuchel-Drohne
Laut Important Stories soll Putin Angst vor russischen Eliten haben, die einen Putsch gegen ihn planen. Ein Name, der dabei genannt wird, ist der ehemalige russische Verteidigungsminister Sergej Shoigu, derzeit Vorsitzender des Sicherheitsrats. Nach erfolgreichen Drohnenanschlägen auf hochrangige russische Beamte, fürchtet Putin den Einsatz einer bewaffneten Drohne gegen ihn selbst.
Der Präsident soll sich deshalb bereits wochenlang in Bunkern in der Region Krasnodar verschanzt halten und nur noch äußerst selten in Moskau sein.
Important Stories bezieht sich auf einen Bericht einer westlichen Regierungsquelle, die eng mit dem entsprechenden westlichen Geheimdienst zusammenarbeitet. Zudem wurden einige Angaben des Berichts mithilfe russischer Quellen bestätigt.
Rückzug aus der Öffentlichkeit
Wie ernst es Putin meint, kann man auch anhand der Sicherheitsvorkehrungen für den Tag des Sieges sehen, der am 9. Mai in Moskau gefeiert wird. So soll diesmal kein einziger Abgeordneter des russischen Parlaments eine Einladung erhalten haben. Putin distanziert sich physisch von Akteuren der russischen Öffentlichkeit.
Der föderale Schutzdienst (FSO) hat zudem eine Reihe weiterer Sicherheitsmaßnahmen erlassen. So sollen die Orte, an denen sich Putin regelmäßig aufhält, drastisch reduziert werden. Einige seiner Residenzen sollen von der Liste seiner möglichen Aufenthalte gestrichen worden sein. Häuser in Moskau und Valdai befinden sich auf dieser Liste. Zudem sollen Personen, die in der Nähe von Putin arbeiten, ihr Mobiltelefon abgenommen worden sein. Außerdem ist ihnen verboten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen – sie werden ausschließlich vom FSO transportiert. Köche, Bodyguards und Fotografen, die im Umfeld des Präsidenten arbeiten, werden zudem durchgehend videoüberwacht.
Wie ein Geheimdienst-Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienst FSB gegenüber Important Stories angibt, hat der FSB kaum mehr Möglichkeiten, Überwachungsmaßnahmen in nicht-politischen Fällen durchzuführen. Alle dafür benötigten Ressourcen liegen derzeit beim FSO und seien für den Schutz von Putin und Co. im Einsatz.
Die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen des FSO wurden neben Putin und dem Chef des Generalstabs, Valery Gerasimow, auf zehn weitere hochrangige Militärs ausgedehnt.
Unzufriedenheit wächst
Der lange andauernde Krieg, westliche Sanktionen und ukrainische Drohnenschläge gegen die russische Ölindustrie haben die wirtschaftlichen Probleme Russlands verschärft. Daneben führen Teilsperren des Internets und bestimmter sozialer Dienste zu Spannungen in der russischen Öffentlichkeit. Zuletzt wuchs die Unzufriedenheit aufgrund steigender Preise und Blockaden des Internets merklich.
Auch militärisch zeigt Russland Schwächen, insbesondere bei der Luftabwehr. Immer wieder gelingt es der Ukraine, Ziele im Herzen Russlands zu treffen.
Für Putin scheinbar alarmierende Zeichen. Er zieht sich auf seinen innersten Machtzirkel zurück. Doch Putins Panik zeigt: Hinter dem Moskauer Vorhang hat der Kampf um die Macht in Russland eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Titelbild: Commons: dmental, Kremlin.ru


