Der US-Präsident klagte seine eigene Behörde und einigte sich auf 1,776 Milliarden Dollar Steuergeld. Das Geld fließt in einen Fonds, den Trump faktisch kontrolliert. Empfänger könnten die Sturm-Truppen des 6. Jänner sein.
Im Jänner 2026 klagte Donald Trump – in seiner “persönlichen Eigenschaft” – die US-Steuerbehörde IRS auf zehn Milliarden Dollar. Grund: Ein bereits verurteilter Betrüger hatte Steuerdaten Trumps gestohlen und an Medien weitergegeben. Der Täter war 2023 bereits verurteilt. Die zuständige Richterin stellte die Berechtigung der Klage in Frage, aber zu einer Verhandlung kam es nie. Der Präsident ließ die Klage fallen. Er hatte längst bekommen, was er wollte: einen Fonds über 1,776 Milliarden Euro, wie US-Medien berichten.
Fonds für Trumps Anhänger
Das Justizministerium, geführt von Todd Blanche, Trumps früherem Strafverteidiger, kündigte am Montag den “Anti-Weaponization Fund” an: 1,776 Milliarden Dollar. Die Zahl spielt auf das Gründungsjahr der USA an. Das Geld stammt aus dem “Judgment Fund”, einem permanenten Topf des Finanzministeriums. Kontrolle über das Geld hat Trump indirekt. Denn über das Geld wacht eine fünfköpfige Kommission, die von Trump abberufen werden kann.
Geheim, unkontrollierbar, bis kurz vor Amtsende
Wer Geld erhalten will, muss nur “glauben”, aus politischen Gründen verfolgt worden zu sein. Verfahren, Beträge und Empfänger können geheim bleiben. Den einzigen Quartalsbericht bekommt Blanche. Der Fonds endet am 15. Dezember 2028, also einen Monat vor einem möglichen Regierungswechsel. Danach erst fließt Restgeld zurück an den Staat.
Als mögliche Empfänger gelten rund 1.600 Angeklagte und Verurteilte des Kapitolsturms vom 6. Jänner 2021, darunter Mitglieder der rechtsextremen Proud Boys. Laut Trump selbst könnten auch seine Familienmitglieder Anträge stellen.
Demokratische Empörung und republikanisches Schweigen
Die Demokraten reagierten scharf. Der Abgeordnete Jamie Raskin nannte es einen “politischen Slush-Fonds”, für den der Kongress niemals gestimmt hätte. Senatorin Elizabeth Warren sprach von “einem irrsinnigen Ausmaß an Korruption – selbst für Trump”. 1,776 Milliarden Steuergeld für einen Loyalitätsfonds. Kontrolliert von Trumps Ex-Anwalt. Geheim und intransparent. Die Republikaner schwiegen.
Titelbild:


