Montag, Juni 8, 2026

U-Ausschuss-Programm: Takacs wackelt

Der Großteil der Auskunftspersonen für die kommenden Termine im Pilnacek-U-Ausschuss hat bereits zugesagt. Bundespolizeidirektor Michael Takacs soll hingegen verhindert sein. Seine Befragung vor der Sommerpause wackelt.

Die Programmplanung für die letzten Sitzungstermine des Pilnacek-U-Ausschusses vor der Sommerpause läuft auf Hochtouren. Seit vergangener Woche koordiniert die Parlamentsdirektion im Auftrag der FPÖ die Befragungstage am 17., 18., 24. und 25. Juni. ZackZack berichtete zuletzt über alle acht vorgesehenen Auskunftspersonen.

Der überwiegende Teil der Zeugen hat nach ZackZack-Informationen mittlerweile die Termine bestätigt. Verhindert zeigen sich bislang nur zwei Personen: Michael Klackl, stellvertretender Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, und Bundespolizeidirektor Michael Takacs.

Takacs und Klackl verhindert

Die Befragung von Oberstaatsanwalt Klackl wäre für 17. Juni angedacht gewesen, dieser sagte allerdings aus privaten Termingründen ab und legte entsprechende Unterlagen vor. Die OStA und ihr Führungspersonal traten in der Causa Pilnacek vor allem mit einer Reihe bemerkenswerter Weisungen auf, zudem war Klackl in die Einleitung des Beleidigungsverfahrens gegen Peter Pilz stark involviert.

Mit besonderer Spannung erwartet wird die Aussage von Bundespolizeidirektor Michael Takacs – doch auch dieser zeigt sich dem Vernehmen nach verhindert. Für den ursprünglich angefragten 24. Juni entschuldigte sich der Spitzenpolizist aus privaten Gründen; in der Befragungswoche zuvor würde Takacs zudem einen behördlichen Termin wahrnehmen müssen. Mit Stand Montagmittag wird nun eruiert, ob der Bundespolizeidirektor doch noch am 17. oder 18. Juni kommen könne. Fest steht: die Befragung von Takacs vor dem Sommer ist derzeit fraglich.

Wer die zwei freien Slots füllen könnte, ist derzeit noch offen. Von den Freiheitlichen wurde etwa Johann Fuchs, Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, ins Spiel gebracht.

Gerichtsmediziner im Fokus

Zugesagt haben hingegen gleich drei Gerichtsmediziner: Am 24. Juni ist die Befragung von Stefano Longato geplant, der in der Vergangenheit der Suizid-These im Fall des verstorbenen Sektionschefs widersprach. Für den Tag darauf haben wiederum Michael Tsokos und Christian Matzenauer ihr Kommen zugesichert. Tsokos äußerte in einem Privatgutachten deutliche Zweifel am offiziellen Obduktionsbefund; Matzenauer war es, der die Obduktion durchführte.

Weitere Zusagen gibt es von der fallführenden Eisenstädter Staatsanwältin (17. Juni), die mit der Prüfung der Wiederaufnahme der Todesermittlungen betraut ist. Auch Niederösterreichs Landespolizeidirektor Franz Popp und Franz Ruf, Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, haben für 18. Juni grundsätzlich zugesagt.


Titelbild: ZackZack

Autor

  • Thomas Hoisl

    Ist seit April 2024 bei ZackZack. Arbeitete zuvor u.a. für "profil". Widmet sich oft Sicherheitsthemen oder Korruptions-Causen.

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