Mittwoch, Juni 10, 2026

Trumps Ende: Verwesung im Amt

Donald Trump ist kriminell, verrückt, krank und amtsunfähig. Wie gelähmt lassen sich die USA von ihm bergab führen und sehen zu, wie China Nummer 1 wird.

1. Der Präsident war in seinen letzten Jahren ein körperliches Wrack – und das war der ganzen Welt sichtbar. Er litt an einer schweren Arteriosklerose, Herzproblemen, Emphysem, sowie neurologischen Störungen, die sein Sprechen und seine Bewegungen stark beeinträchtigten. Seine öffentlichen Auftritte wurden zu peinlichen Spektakeln – undeutliche Sprache, schwankender Gang, leerer Blick.

Die Regierung versuchte jahrelang, das Ausmaß seiner Erkrankung zu verbergen. Auslandskorrespondenten und Geheimdienste verfolgten seinen Gesundheitszustand genau – jeder neue öffentliche Auftritt wurde auf Anzeichen von Verfall analysiert. Intern war die Frage seiner Nachfolge bereits seit Jahren das beherrschende Thema in der Regierung.

2. Die letzten Wochen wurden zu einem medizinisch-politischen Schauspiel. Sein Umfeld und die Ärzte hielten ihn mit allen verfügbaren Mitteln am Leben – Herzschrittmacher, Dialysemaschinen, zahllose Operationen. Viele sprachen zynisch davon, dass er „nicht sterben wollte” oder dass er selbst den Tod nicht kannte. Kritiker warfen dem Regime vor, den Präsidenten künstlich am Leben zu erhalten, um Zeit zu gewinnen.

Nichts davon handelt von Donald Trump. Es geht um zwei seiner Vorgänger. Nummer 1 war der letzte KPdSU-Zar Leonid Breschnew, Nummer 2 der spanische Diktator Francisco Franco.

Das könnte die Fortsetzung sein:

3. Anfang September 2026 erlitt er einen schweren Schlaganfall und wurde in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus eingeliefert. Kurz darauf musste ihm wegen einer schweren peripheren arteriellen Verschlusskrankheit das linke Bein amputiert werden – die Durchblutung war so schlecht, dass Gangräne eingesetzt hatte.

Trotz der Amputation und intensivmedizinischer Behandlung verschlechterte sich sein Zustand kontinuierlich. Nierenversagen, Infektionen und allgemeines Organversagen folgten. Er lag über drei Monate auf der Intensivstation.

Es war nicht das Walter Reed-Militärkrankenhaus, sondern das Klinische Zentrum in Ljubljana, der September 2026 war der Mai 1980, und „er“ war nicht Trump, sondern Jugoslawiens letzter Herrscher Josip Broz Tito.

Der größere Zerfall

Trump siecht im Weißen Haus seinem Ende entgegen. Das Schauspiel ist unwürdig wie bei allen Despoten, die sich an die Macht und ihre Insignien klammern.

Wie bei seinen Vorgängern sind Frohbotschaften seiner Ärzte Teil des Rituals. „Zudem ergab eine KI-gestützte Elektrokardiogramm-Analyse (EKG), dass sein kardiologisches Alter schätzungsweise etwa 14 Jahre unter seinem chronologischen Alter liegt.“ Tief im Inneren ist Trump ein rüstiger 65-Jähriger. Das schreibt ein Majorarzt seinem Oberbefehlshaber in den Befund, der das Siegel des Weißen Hauses trägt.

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Die Zusammenfassung attestiert Trump „exzellente Gesundheit“ sowie „exzellente kognitive und physische Leistungsfähigkeit“ und kommt zum Schluss: „Er ist voll und ganz in der Lage, alle Aufgaben des Oberkommandierenden und des Staatsoberhaupts zu erfüllen.“

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Auf ein Detail ist Trump besonders stolz. Beim MoCA-Test schaffte er mit 30 von 30 Punkten das Maximum.

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Aber wozu braucht Trump den MoCA-Test? Der MoCA ist kein IQ-Test. Der zehnminütige Test dient nicht dazu, Intelligenz zu messen. Es handelt sich um ein Instrument zur Früherkennung von Demenz.

Wann wird man dreimal in kurzer Zeit auf Demenz getestet? Es ist wie bei Gewebeproben und Krebs: wenn ein entsprechender Verdacht besteht.

Person, Frau, Mann, dement

Schon nach seinem ersten MoCA-Test prahlte er in 2020 im US-Sender Fox News, er habe sich die Begriffe „Person, Frau, Mann, Kamera, Fernseher” merken und dann in der richtigen Reihenfolge wiedergeben müssen – und habe das fehlerfrei geschafft. Dass er damit eine der einfachsten Aufgaben des Demenz-Tests gemeistert hatte, schmälerte die Größe seines Triumphs nicht.

Immer öfter schläft Trump vor laufender Kamera ein. Immer öfter überkommt es ihn mitten in der Nacht und er überschwemmt Truth Social mit wirren Postings. Wie Breschnew verfällt Trump geistig und körperlich.

Auch diesmal ist der Körper des Präsidenten nur Teil eines größeren Zerfalls. Mit der Zeit zerrinnt ihm auch die Chance, sein Regime auf Dauer einzurichten. Aus diesem Grund sind die Sorgen, die sich von Space X, Palantir, Amazon und Nvidia bis Boeing, Lockheed, Chevron, Exxon und Blackstone alle machen, echt. Netanjahu, Putin und die Mullahs in Teheran sorgen sich wohl mit – auf einen nützlicheren Präsidenten als Trump wagt keiner von ihnen zu hoffen.

Brüche in Allianz

Trump ist der Präsident einer brüchigen Allianz. Nur die schnellen Gewinne aus Budget und Haushaltseinkommen halten die Konzernchefs der petrochemischen Industrie und die neuen Tech-Oligarchen zusammen. Bei den letzten Kriegen um die fossilen Reserven von Venezuela bis Iran zeigen sich schon die Sprünge. Auf der einen Seite setzt Elon Musk auf E-Mobilität und Solarrechner im All, auf der anderen Seite wollen Exxon und Chevron ein letztes Mal groß zugreifen. Peter Thiel steht mit dem Palantir-Militärgeschäft auf der einen und mit PayPal eher auf der anderen Seite.

Das wichtigste Ergebnis von Trumps Plünder-Kapitalismus zeichnet sich bereits ab: Die USA scheitern beim Übergang in die solare Wirtschaftswelt an Trump und verlieren so den technologischen und wirtschaftlichen Wettlauf mit der Volksrepublik China. Von Sibirien bis Afrika bereitet man sich nach dem amerikanischen auf das chinesische Jahrhundert vor.

Ohne Verstand an der Macht

Regimechefs wie Trump und seinem kleinen Vorbild Viktor Orbán war das immer egal. Wirtschaft hatte für sie immer nur ein Ziel: die eigene Tasche. Ungarn ist heute das ärmste und wirtschaftlich schwächste Land der EU. Die Orbáns stört das nicht. Sie haben ihre Beute längst in den Emiraten und den USA in Sicherheit gebracht.

Ungarn hat sein Regime demokratisch entsorgt. Auch mit der drohenden Niederlage am Horizont scheint Orbán nie an einen Staatsstreich gedacht zu haben. Bei Trump ist das anders. Der angeschlagene Präsident baut seinen Sicherheitsapparat um und macht ihn gegen die Opposition im eigenen Land scharf. Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman sieht das so: „Es ist eigentlich keine Überraschung, dass er den Verstand verloren hat – das Wenige, was davon noch übrig war. Und doch sitzt er an der Macht.“

Spätestens am 4. November 2028 muss Trumps Nachfolger gewählt werden. Militär, Polizei und Justiz sind bisher erstaunlich weit mit ihrem Commander in Thief mitgegangen. Wie weit sie noch gehen, wird sich bald zeigen.


Titelbild: APA-Images / AFP / KENT NISHIMURA

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