Sonntag, Juli 12, 2026

Pilnacek-U-Ausschuss: FPÖ will Stocker, Sobotka, Karner laden

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Am Mittwoch wurde ein neues Ladungsverlangen für die Pilnacek-U-Ausschusstermine im Herbst bekannt. Die FPÖ will Kanzler Christian Stocker, Innenminister Gerhard Karner und Wolfgang Sobotka laden. Sebastian Kurz fehlt bislang auf der Liste.

Im Pilnacek-Untersuchungsausschuss sollen im Herbst erstmals aktive und ehemalige Spitzenpolitiker als Auskunftspersonen erscheinen. Die FPÖ hat ein neues Ladungsverlangen eingebracht, das insgesamt neun Personen umfasst und am Montag bekannt wurde.

Demnach sollen geladen werden: Bundeskanzler Christian Stocker, Innenminister Gerhard Karner, Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer und der frühere Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Auch Justizministerin Anna Sporrer sowie ihre Vorgängerin Alma Zadić sollen nach dem Willen der Freiheitlichen im Ausschuss aussagen. Darüber hinaus finden sich der Direktor des Bundeskriminalamts, Andreas Holzer, ein weiterer Staatsanwalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sowie der Journalist Gernot Rohrhofer darauf.

Sebastian Kurz fehlt

Die FPÖ begründet das Ladungsverlangen damit, dass sämtliche Genannten über Wahrnehmungen zum Untersuchungsgegenstand verfügten oder im Untersuchungsauftrag ausdrücklich erwähnt seien. Ob und wann die beantragten Auskunftspersonen tatsächlich erscheinen müssen, ist noch offen. Über die Reihenfolge und die konkreten Befragungstermine entscheidet der Verfahrensrichter gemeinsam mit dem Ausschuss.

Die nächste Sitzung des Pilnacek-U-Ausschusses ist für den 16. September angesetzt. Laut ZackZack-Informationen ebenfalls im Gespräch: der 17. September, sowie der 7.,8.,21. und 22. Oktober. Eine letzte medienöffentliche Sitzung wäre für 3. November avisiert.

Auf der nun beantragten Ladungen fehlt allerdings ein Name, der mit der Causa Pilnacek immer wieder in Verbindung gesetzt wird: Sebastian Kurz. Er hatte als einer der letzten Menschen Kontakt mit dem verstorbenen Sektionschef, verkündete am darauffolgenden Tag einen angeblichen Selbstmord in der Öffentlichkeit. Gegenüber der Krone kritisieren die NEOS deshalb die Liste: „Es ist aus unserer Sicht völlig unverständlich, warum Sebastian Kurz auf der Ladungsliste der FPÖ fehlt.”


Titelbild: Christopher Glanzl, ZackZack

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