Weil sie laut über eine Sperre der Social Media Plattform „X“ nachgedacht hat, ruft Elon Musk zur “Abschaltung” der französischen Grünen-Chefin Marine Tondelier auf.
Elon Musk hat sich wieder in die Politik eines europäischen Staates eingemischt, diesmal in Frankreich. Der reichste Mann der Welt unterstützt in Europa Rechtsextremisten, die die EU schwächen wollen. Denn von dort kommt immer mehr Gegenwind für große US-Plattformen wie Musks „X“.
Weil die Chefin der französischen Grünen, Marin Tondelier, gefordert hatte, „X“ während des Wahlkampfs in Frankreich abzuschalten, forderte Musk stattdessen, Tondelier „abszuschalten“.
Einflussnahme befürchtet
Aus seiner Unterstützung für Frankreichs Rechtsaußenpartei Rassemblement National macht Musk kein Geheimnis. Marine Le Pen sei Frankreichs „letzte Hoffnung“, befand der Billionär erst im Juli. Ähnlich äußerte er sich bereits in Deutschland, wo er die AfD offen unterstützt, und in Großbritannien. Dort stellt sich Musk hinter die Rechtspartei „Reform UK“.
Um politischer Einflussnahme durch Musk zuvorzukommen, sagte die französische Grünen-Chefin nun, französische Behörden müssten in der Lage sein, „X“ im Falle der politischen Manipulation während des Wahlkampfes abzuschalten. Was folgte, war ein Tweet von Musk, der sich wie ein Aufruf zur Gewalt ließt. Denn Musk forderte daraufhin die „Abschaltung“ von Tondelier aufgrund von Hochverrat.

Diese zeigte sich – ebenfalls auf „X“ – unbeeindruckt: „Frankreich braucht keine Lektionen in Patriotismus von einem ausländischen Milliardär, der glaubt, er könne entscheiden, welche europäischen Politiker zum Schweigen gebracht werden sollten. Demokratie ist nicht käuflich. Nicht einmal für den reichsten Mann der Welt.“
Frankreichs Justiz ermittelt gegen Musk
In Frankreich steckt Musk derzeit in Problemen. Die französische Justiz hat „X“ ins Visier genommen, nachdem der dort implementierte Chatbot „grok“ den Holocaust geleugnet hatte und massenweise kinderpornographisches Material erstellt hatte – ZackZack berichtete. Zu einem Gerichtstermin in Paris im April erschien Musk nicht.
Titelbild: BRENDAN SMIALOWSKI / AFP / Apa-Images

