Wer ist… Josef Penninger?

Der Corona-Heiler

Wien, 01. März 2020 /

  • Der Oberösterreicher leitet das Lebenswissenschaftliche Institut der Universität British Columbia
  • Gründer des Biotechnik-Unternehmens Apeiron
  • Forscht seit 15 Jahren an SARS-Medikament, dass auch gegen das neue Coronavirus helfen soll

Profil

Die Augen der Welt sind derzeit auf den Genetiker Josef Penninger und das Wiener Biotechnik-Unternehmen Apeiron gerichtet. Das Unternehmen mit Sitz im Dritten Bezirk testet derzeit in Wuhan ein Medikament gegen die schlimmsten Auswirkungen von Covid-19, der vom neuen Coronavirus ausgelösten Krankheit.

Der „Erfinder“ des Unternehmens, das sich auf Immuntherapie bei Krebspatienten spezialisiert hat, ist ein Oberösterreicher: Josef Martin Penninger wurde 1964 in Gurten, einem Dorf mit etwa 1200 Einwohnern nahe der bayrischen Grenze geboren.

Penninger studierte in Innsbruck und ging danach zu Forschungszecken nach Kanada. Von 2003 bis 2018 war Penninger Leiter des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) an der Akademie der Wissenschaften. Danach kehrte er nach Kanada zurück.

Das von Penninger mitgegründete Biotechnik-Unternehmen Apeiron forscht seit 2005 an einem Medikament gegen die vom SARS-Coronavirus ausgelöste Krankheit. Grundlage des Medikaments ist ein Protein, APN01, das die Lunge vor den Auswirkungen der Viruserkrankung schützt. Das neue Coronavirus ist dem SARS-Erreger so ähnlich, dass APN01 auch hier hilft.

Mitte der vergangenen Woche gab Penninger bekannt, dass der APN01 nun in Wuhan getestet wird. Er hält es für möglich, in zwei Monaten nicht nur mit den Tests fertig zu sein, sondern auch genug vom Wirkstoff hergestellt zu haben, um ihn flächendeckend einsetzen zu können. Erste Ergebnisse könnte Apeiron bereits kommende Woche zur Auswertung erhalten.

Interessantes

Im Gentechnik-skeptischen Österreich wurde Penninger 2004 von der „Presse“ und dem ORF zum „Österreicher des Jahres“ gewählt, 2014 erhielt er mit dem Wittgenstein-Preis den wichtigsten Wissenschaftspreis des Landes.

Titelbild: APA Picturedesk

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