Liechtensteiner bekommen Corona-Armband

Totalüberwachung für Studie

Liechtensteiner Wissenschaftler starten im Kampf gegen das Coronavirus eine Studie mit 2000 Teilnehmern. Dabei werden an die Teilnehmer Armbänder verteilt, die Körpertemperatur und Vitalzeichen messen sollen. In einer zweiten Phase sollen alle Liechtensteiner an der Studie teilnehmen.

Wien, 16. April 2020 | Das Ziel der Studie ist herauszufinden, ob mittels des sensorischen Armbandes eine Früherkennung einer Infizierung mit dem Coronavirus möglich ist. 2000 Liechtensteiner nehmen an dieser Studie teil. Eine Früherkennung soll eine rasche Isolation und eine gezielte Versorgung der Patienten gewährleisten. Gesundheitspersonal und die begrenzten Kapazitäten des Spitalsystems sollen zudem dadurch geschont werden.

Finanziert von Fürstenhaus und Regierung

Finanziert wird die Studie durch das Fürstenhaus und die Liechtensteiner Regierung. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Ergebnisse somit vor einer möglichen zweiten Welle eintreffen.

Sensorische Armbänder werden in Liechtenstein bereits für Schwangere eingesetzt. Sie messen im Schlaf die Hauttemperatur, auch die Puls- und Atemfrequenz wird überwacht. Für die Covid-19 Erkennung soll das für die Erfassung in einem frühen Stadium helfen, auch wenn noch keine typischen Krankheitssymptome vorhanden sind.

In zweiter Phase soll gesamte Bevölkerung teilnehmen

In einer zweiten Phase soll die Studie auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet werden. Die Studie erfolgt auf freiwilliger Basis, jedoch hoffen die Wissenschaftler auf zahlreiche Teilnehmer. Laut dem Liechtensteiner Regierungsrat Mauro Pedrazinni müssen Bürger, die an der Studie teilnehmen, bereit sein, ihre Daten bereitzugeben. Die Daten würden nur zur Bekämpfung der Coronapandemie verwendet werden.

Bisher wurden im 38.000 Menschen bevölkerten Fürstentum 80 Personen positiv auf das Coronavirus getetstet. Liechtenstein testet jede Woche Personal, dass mit Coronapatienten in Berührung kommt.

Bereits in China kam es zum Einsatz eines ähnlichen Produktes: Der MegaRing. Ein zehn Gramm schwerer Ring, der die Sauerstoffsättigung und die Herzfrequenz von Patienten mit Lungenentzündung überwacht.

(bf)

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Titelbild: APA Picturedesk

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