What the fugg?

Fucking wird umbenannt

Den Fuckingern reicht’s mit billigen Wortwitzen. Das oberösterreichische 106-Seelen-Dorf wird sich mit Jahreswechsel umbenennen. Das wurde in einer Gemeinderatssitzung beschlossen. Ein neuer Name wurde auch schon gefunden.

 

Wien, 27. November 2020 | Hiobsbotschaft für alle Schmuddeltouristen: Der oberösterreichische Ort Fucking benennt sich mit Jahreswechsel um. In der Gemeinderatssitzung beschlossen die Bewohner des Ortsteils der Gemeinde Tarsdorf eine Umbenennung von Fucking in Fugging.

Sehenswürdigkeit: Ortstafel

Besondere Attraktion des Dorfes war aufgrund des anrüchigen Namens das Ortsschild, das gerne abfotografiert oder sogar gestohlen wurde.

Bürgermeisterin Andrea Holzner (ÖVP) bestätigte den neuen Namen gegenüber der APA. Nähere Infos darüber, wieso der Namenswechsel wirklich erfolge, gab sie nicht an.

Gratis-Pornos für Fuckinger

Fucking erlangte durch seinen eigenwilligen Namen weltweite Bekanntheit. So hatte der britische TV-Host Jeremy Clarkson (“Top Gear”), mit seiner Autosendung „The Grand Tour“ im Sommer 2017 das Innviertel besucht. Die Pornoseite “Pornhub” gewährte den Einwohnern aufgrund des Dorfnamens sogar Gratiszugang zu Premiuminhalten. Ob dies auch der Fall für Fugginger sein wird, ist noch nicht bekannt.

Den Namensursprung hatte das Dörfchen jedenfalls nicht vom englischen Obszön-Ausdruck Fucking (Begriff für den Geschlechtsakt). Seit 1070 ist der Dorfname, der sich vermutlich von Adalpert von Vuckingen ableitete, belegt. Bereits im 6. Jahrhundert soll ein bayrischer Adeliger namens Focko die Siedlung gegründet haben.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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