„Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf …“ Zeilen, die wohl jedes Kind und jeder Erwachsene kennt. Am 29. Oktober 1959 erblickte die Comic-Figur Asterix in der Jugendzeitschrift Pilote das Licht der Welt. Der Franzose René Goscinny startete mit seinem Comic eine Reihe, die zu Weltruhm fern der römischen Grenzen gelangen sollte. Bereits damals mit dabei: Obelix und Miraculix.

Wien/Gallien, 29. Oktober 2019 / Den Start der Comic-Reihe setzte Autor René Goscinny in der Zeitschrift Polite, in der er selbst später zum Chefredakteur aufsteigen sollte. Gemeinsam mit dem Zeichner Albert Uderzo entwickelte er in seiner Pariser Sozialwohnung die Abenteuergeschichten des kleinen Helden Asterix und seinem nicht so kleinen Kompagnon Obelix. Die erste Ausgabe „Asterix der Gallier“ musste noch mit der bescheidenen Ausgabe von 6.000 Exemplaren auskommen. Der Start verlief demnach holpriger, als die Suche nach dem Passierschein A 38. Doch bereits 1967 sollte die Auflage auf über eine Million ansteigen!

Kleines Dorf gegen Römer

Asterix, aus dem Griechischen: „asteriskos“ für Sternchen, kämpft in mittlerweile 38 Bänden gegen die Invasion des römischen Feldherrn Julius Cäsar. Unterstützt wird er von seinem Freund und Wildschwein-Feinschmecker Obelix sowie dem Druiden Miraculix. Der Greis Miraculix versorgt Asterix stets mit Zaubertrank, der zu schier unbezwingbarer Kraft verleitet, um die Angriffe der Römer auf das kleine unbenannte Dorf der Gallier abzuwehren.

Auch als Film erfolgreich

Dabei überstand die Reihe auch schwere Schicksalsschläge. Nach der 22. Ausgabe starb Autor Goscinny 1977 überraschend. Zeichner Uderzo entschied sich, die Serie allein fortzusetzen. Der Erfolg sollte ihm Recht geben. Die Comics wurden vielfach als Zeichentrick und Spielfilme verfilmt und begeisterten Massen. Mit fast 350 Millionen verkauften Alben in weit mehr als 100 Sprachen gilt Asterix als die erfolgreichste Comic-Reihe der Welt.

Neuester Band spielt auf Greta an

Der neueste Band der Reihe „Die Tochter des Vercingetorix“ spielt, wie viele Teile zuvor, auf reale Geschehnisse an. Die weibliche Hauptrolle des 38. Teils erinnert sehr stark an die „Fridays for Future“-Ikone Greta Thunberg.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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