So geht Corona-Ampel

Irland machts vor

Wie eine Corona-Ampel ohne Verwirrung funktioniert, zeigen die Iren vor. Im fünf-farbigen „Framework for living with Covid-19“ ist genau aufgeschlüsselt, was bei der jeweiligen Stufe erlaubt beziehungsweise verboten ist.

 

Wien, 21. September 2020| Knapp fünf Millionen Einwohner zählt die Republik Irland. Die Insel zeigte einen ähnlichen Infektionsverlauf wie Österreich. Am 27. März, zwei Wochen nach Österreich, ging Irland in den Lockdown. Im April wurden bis zu 1.500 Neuinfizierte pro Tag gemeldet. Mitte Mai, nahm man die Maßnahmen schrittweise wieder zurück. Die Zahlen hielten sich in den Sommermonaten in Grenzen. Nun steigen sie jedoch langsam wieder. Rund 300 Neuinfizierte pro Tag meldeten die irischen Gesundheitsbehörden in den vergangenen Wochen. Bei den absoluten Zahlen liegt man rund 3.000 Infizierte hinter Österreich mit 33.000.

5 Levels – Klare Regeln

Die irische Regierung reagierte am 15. September auf die steigenden Zahlen. Ein farblicher Maßnahmenkatalog ähnlich der Corona-Ampel soll für Klarheit in der Bevölkerung sorgen: das sogenannte „National Framework for living with Covid-19“. Der fünf-stufige-Plan soll eine Richtlinie für die Jahre 2020 und 2021 für die Bevölkerung sein. Dabei ist klar aufgeschlüsselt, was erlaubt beziehungsweise verboten ist. Momentan herrscht für ganz Irland Level 2, mit Ausnahme der Hauptstadt Dublin, die auf Level 3 eingestuft wird. Demnach darf man etwa in der irischen Hauptstadt maximal zu sechst aus zwei Haushalten zusammenkommen, Hochzeiten können mit 25 Personen abgehalten werden und Sport ist nur mehr als Individualtraining erlaubt.

Eine Kurzvariante des irischen Maßnahmenkatalogs. Das gesamte “Framework” finden Sie am Ende des Artikels.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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