Fußball: Für Jogi Löw ist nach EM Schluss

Joachim Löw wird auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit als deutscher Bundestrainer nach der Europameisterschaft in diesem Sommer (11. Juni bis 11. Juli) beenden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit. Löw betreut die Nationalmannschaft seines Heimatlandes seit 2006.

Wien, 09. März 2021 | Sein größter Erfolg in dieser Zeit war der Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien. Der Vertrag des 61-Jährigen wäre noch bis zur WM 2022 gelaufen.

“Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht”, wurde Löw in der DFB-Aussendung zitiert. Der ehemalige Trainer des FC Tirol und von Austria Wien hatte das Amt nach der Heim-WM 2006 übernommen. Zuvor war er zwei Jahre lang Assistent von Bundestrainer Jürgen Klinsmann gewesen.

“Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Joachim Löw. Der DFB weiß, was er an Jogi hat, er ist einer der größten Trainer im Weltfußball”, betonte DFB-Präsident Fritz Keller. Löw habe den deutschen Fußball über Jahre hinweg wie kaum ein anderer geprägt. “Dass er uns frühzeitig über seine Entscheidung informiert hat, ist hoch anständig. Er lässt uns als DFB somit die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß seinen Nachfolger zu benennen”, sagte Keller.

Seit Debakel-Aus in der Kritik

Seit dem Debakel bei der WM 2018 in Russland, als die DFB-Auswahl als Titelverteidiger bereits in der Gruppenphase gescheitert war, stand Löw in der Kritik. Zuletzt wurde nach dem 0:6 in Spanien im Herbst des Vorjahres erneut heftig über eine vorzeitige Ablösung des Bundestrainers debattiert. Erst nach klärenden Gesprächen mit der Verbands-Spitze durfte Löw weitermachen.

“Dankbar bin und bleibe ich gegenüber dem DFB, der mir und der Mannschaft immer ein optimales Arbeitsumfeld bereitet hat”, sagte Löw. Für die EM verspüre er “weiterhin den unbedingten Willen sowie große Energie und Ehrgeiz”. Bei dem um ein Jahr verschobenen Turnier trifft die Nationalmannschaft in der Gruppenphase im Juni in München zunächst auf Weltmeister Frankreich, Europameister Portugal und Außenseiter Ungarn.

Löw kann also die Marke von 200 Länderspielen als Chefcoach der Deutschen noch erreichen. Der Schwabe, der bisher bei 189 Länderspielen hauptverantwortlich war, wird die deutsche Auswahl im März noch bei den drei WM-Qualifikationsspielen gegen Island (25. März), in Rumänien (28. März) und gegen Nordmazedonien (31. März) betreuen. In der unmittelbaren EM-Vorbereitung sind zwei Tests geplant. Und beim Turnier zum Abschluss nach 15 Jahren als Bundestrainer sind dann bis zu sieben weitere Spiele unter Löw möglich.

(apa/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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