Thrombosen:

Deutschland verordnet Impfstoff-Mix

Um seltene Fälle von Blutgerinnseln zu vermeiden, impft Deutschland unter 60-Jährige nicht mehr mit zwei Dosen Astrazeneca.

Berlin, 14. April 2021 | Personen unter 60 Jahren bekommen den Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland nur noch einmal verabreicht. Der zweite Teil der Impfung kommt entweder von Biontech/Pfizer oder Moderna. Darauf einigten sich der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn und die Bundesländer laut Medienberichten am Dienstag.

In sehr seltenen Fällen war es bei jungen Menschen nach der Impfung mit Astrazeneca zu gefährlichen Blutgerinnseln im Gehirn gekommen. Die neue Stratgie solle das verhindern, erklärte Bayerns Gesundheitsstaatsekretär Klaus Holetschek. Die Politik folgt damit einer Empfehlung der deutschen Impfkommission.

EMA: “Sehr seltene Nebenwirkung”

Rund 34 Millionen mal wurde Astrazeneca bisher in der EU verimpft. dabei traten über 200 Blutgerinnsel auf, die mit der Impfung in Verbindung gebracht werden. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) betrachtet die Gerinnsel als “sehr seltene Nebenwirkung” des Impfstoffs. Das Thromboserisiko, das etwa durch die Einnahme der Anti Baby-Pille oder von Medikamenten wie Aspirin ausgeht, ist deutlich höher als das durch den Impfstoff von Astrazeneca. Auch beim neuen Impfstoff des Herstellers Johnson&Johnson, der mit einer einzigen Dosis Immunisierung bietet, kam es zu Thrombosen.

Die EMA bleibt deshalb dabei: Der Nutzen der Impfung sei deutlich höher als die Gefahr, die davon ausgeht. In Österreich wird Astrazenca weiterhin als Doppeldosis verimpft.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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