Fieser Streich:

Hausangestellte gab Arbeitgebern Klowasser zu trinken

In Singapur gab eine Hausangestellte ihren Arbeitgebern Klowasser zu trinken. Jetzt muss sie dafür einen Monat lang ins Gefängnis.

Singapur, 28. September 2021 | Eine Hausgehilfin hat in Singapur ihren Arbeitgebern Wasser aus der Kloschüssel zu trinken gegeben – und muss nun einen Monat in Haft. Der 32-Jährigen von den Philippinen sei zudem vorgeworfen worden, in die Wasserkanne gespuckt zu haben und teure Kosmetik der Hausherrin mitbenutzt zu haben, berichtete die lokale Zeitung “Today” unter Berufung auf die Justiz.

Überwachungskameras deckten Tat auf

Die Taten wurden entdeckt, nachdem die Familie misstrauisch geworden war und Kameras im Haus installiert hatte. Die Frau habe die Taten zugegeben, als ihr daraufhin von der zuständigen Arbeitsagentur gekündigt werden sollte.

Die Anwälte der Angeklagten sagten vor Gericht, ihre Mandantin sei von ihren Dienstgebern schlecht behandelt worden. So habe das Ehepaar ihr das Handy abgenommen und sie mangelhaft ernährt. Außerdem sei das Paar ihr zwei Monatsgehälter schuldig gewesen. “Wenn Sie irgendwelche Beschwerden haben, gibt es legitime Kanäle, an die Sie sich wenden können, aber es ist nicht richtig, das zu tun, wie Sie getan haben”, sagte der zuständige Richter Ng Peng Hong.

(apa/red)

Titelbild: APA Picturedesk

Lesen Sie auch

8 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare
EmergencyMedicalHologram
29. 09. 2021 9:44

Diese Art Rache hat eine lange Tradition und wurde literarisch oft dokumentiert. Wie sagte schon KOMMISSAR Keller bei der Dienstübergabe von Harry an Erwin Klein: “Es gibt nur zwei Arten von Verbrechen: eines begehen die Starken an den Schwachen, das andere die Schwachen an den Starken. Suchen Sie danach und sie werden den Schuldigen finden.”

KarinLindorfer
29. 09. 2021 9:37

Da gibt es sicher eine Beschwerdestelle für unterdrückte Hausmädchen wenn man ihnen sogar den Pass wegnimmt. Das ist alles eine Art moderner Sklaverei. Diese Frauen sind teilweise Freiwild, wenn sie sich beschweren werden sie einfach auf die Straße gesetzt und können zusehen wie sie ohne Geld und Pass in ihr Heimatland zurückkommen. Manche landen in den Händen Perverser die sie Foltern und Vergewaltigen. In manchen Ländern kümmern sich sogar NGOs um die Frauen wenn sie vor ihren “Arbeitgebern” flüchten. Darüber sollte Zack Zack einmal berichten.

Kehrichterin
29. 09. 2021 7:24

Und weil der Sack Reis in China umgefallen ist, hat sich ein Tsunami am Großglockner, brabbel, brabbel, …

Pflichtfeld
28. 09. 2021 23:58

“Wenn Sie irgendwelche Beschwerden haben, gibt es legitime Kanäle, an die Sie sich wenden können”
Für das Wohlergehen der philippinischen Hausangestellten ist in Singapur das Salzamt zuständig.

In Sachen Rassismus liegen (reiche) asiatische Inselstaaten unangefochten in Führung.
Zu Spitzenzeiten der Flüchtlings- und Migrationskrise (2015 – ?)nahm Japan (130 Mio. EW) weniger als 20 handverlesene Flüchtlinge/Miranten im Jahr auf – und lobte sich selbst für seine Humanität.

Suppenkasper
29. 09. 2021 9:24
Antworte auf  Pflichtfeld

Die Japaner haben es vollkommen richtig gemacht wenn man sich Rosinen aussuchen kann, dann sollte man das auch tun, sehe nichts Falsches daran, oder nehmen sie freiwillig die angefaulten Äpfel beim Einkaufen?

Suppenkasper
28. 09. 2021 17:36

Wenn man sich ansieht wie manche Dienstmädchen in und aus Asien behandelt werden ein absolut verständlicher „Streich“.

Tierfreund
28. 09. 2021 17:03

Anlässlich einer Ausstellung musste ich meinen Arbeitgeber bekochen.
Spaghetti, die auf den schmutzigen, krümeligen Boden fielen, landeten auf seinem Teller. Bissi Tomatenpampe retuschierte die Sache etwas.
Rache muss sein!

Kehrichterin
29. 09. 2021 7:32
Antworte auf  Tierfreund

Komplexler !