Olympia

Gesamtes australisches Leichtathletik-Team in Quarantäne

Eine Kontaktperson schickt das gesamte olympische australische Leichtathletikteam in Quarantäne. Positiv Geteste gibt es bisher nicht, trotzdem sind 60 Sportler abgesondert.

Wien/Tokio, 29. Juli 2021 | Das gesamte australische Leichtathletik-tTeam befindet sich in Quarantäne. Das berichten australische Medien unter Berufung auf das „Australische Olympische Komitte“. Mehr als 60 Personen dürfen aktuell ihre Zimmer im olympischen Dorf nicht verlassen. Ausgelöst wurde die Massenquarantäne, weil ein Athlet Kontakt mit dem positiv-getesten US-Stabhochspringer Sam Kendricks hatte.

Eine Kontaktperson, alle in Quarantäne

Ein australischer Stabhochspringer soll die Kontaktperson gewesen sein. Der Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks fällt wegen eines positiven Coronatests damit für den Olympiabewerb aus. In Rio holte er noch die Bronzemedaille. Er ist nun im Olympia-Quarantäne Hotel. Dort ist auch der deutsche Radprofi Simon Geschke aktuell untergebracht, der ebenfalls positiv getestet wurde.

Welche weiteren Folgen der Fall für die australischen Athletinnen und Athleten sowie Trainer und Betreuer hat, war zunächst offen. Insgesamt wurden bislang 20 Sportler bei den Tokio-Spielen positiv auf Corona getestet. Ihnen wurde eine zehntägige Quarantäne unter strikten Auflagen in einem Hotel verordnet.

Kritik an Quarantäne-Bedingungen

Der deutsche Radprofi Geschke kritisierte zuletzt die Verhältnisse im Quarantäne-Hotel. Die Absonderung würde ihn mental als auch physisch zusetzen. Das Essen sei „eine Katastrophe“, kein Obst, wenig Gemüse. „Im Grunde esse ich seit vier Tagen Reis mit Sojasauce.“ Auch eine Radrolle als Trainingsgerät gab es zunächst nicht.

Zuvor ging Geschke noch weiter und nannte die Quarantäne „halb Psychatrie, halb Gefängnis. Wobei es die Psychatrie eher trifft.“ Von der Deutschen DepressionsLiga kam Kritik an dieser Aussage, Geschke antwortete: „Das war natürlich nicht zu Ende gedacht dieser Vergleich. Ich sehe Psychiatrien nicht als schlimme Orte und so sollte es auch nicht rüberkommen“, twitterte der Berliner. „Sportler sind nicht immer perfekt im Interviews geben. Danke für den Hinweis!“ Sofern der Radprofi einen negativen Test abliefern kann, darf er am Samstag nach Hause fliegen.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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