Lebensgefahr: Extreme Gewitter in Deutschland erwartet

Tornados, schwere Gewitter und Hagel in Deutschland in den nächsten Tagen. Auch Österreich ist am Rande betroffen. 

Wien, 19. Mai 2022 | Deutschland erlebt am Donnerstag und Freitag die bisher stärksten Gewitter der Saison. Es können sich sogenannte Superzellen und Tornados bilden. Aufgrund der starken Sturmböen von 100 bis 120 km/h besteht am Freitag sogar Lebensgefahr. Autofahrten sollten vermieden werden.

Heute, Donnerstag, beginnen die Gewitter über Westeuropa in Belgien und den Niederlanden. Im Laufe des Tages trifft es auch Westdeutschland. Dort besteht vor allem Gefahr durch starke Sturmböen, die durch die Gewitter ausgelöst werden. Am Freitag schlägt “Ermelinde” so der Name des Sturms dann am stärksten zu. Starke Gewitter mit orkanartigen Böen, viel Hagel und Regen und erhöhte Tornadogefahr in weiten Teilen Deutschlands. . Gegenüber dem “Spiegel” sagte ein Deutscher Wetterdienst (DWD)-Meteorologe, dass vielerorts die höchste Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden könnte. Der Experte rechnet mit schweren Schäden.

Hagel und Regen: Gewitter auch in Österreich

Österreich sei von den starken Unwettern eher am Rande betroffen, so UBIMET-Metereologe Nikolas Zimmermann. Während es in weiten Teilen Österreichs ruhig bleibe, komme es am Donnerstag in Vorarlberg und Nordtirol zu Wärmegewittern. Im Vergleich zu den Extremwetterlagen in Deutschland seien diese aber viel schwächer, auch die Sturmgefahr sei nicht so hoch. Es sei eher mit Platzregeln und ein wenig Hagel zu rechnen.

Am Freitagnachmittag dann die ersten Gewitter in der Steiermark und der Buckligen Welt. Im Burgenland und im Wiener Becken soll es hageln. Und es soll heiß werden, in Vorarlberg und Tirol könnte mit bis zu 33 Grad der Mai-Rekord gebrochen werden, so Zimmermann. Ausgehend von der bayrischen Grenze steigt gegen Abend die Gewittergefahr. In der Nacht kann es dann zu starken Gewittern kommen. In Deutschland sei der Sturm die Hauptgefahr, wie viel in Österreich tatsächlich davon zu spüren sein wird, sei noch nicht klar, sagt Zimmermann.

“Eine der stärksten Gewitter des Jahres”

Die Meldungen deutscher Medien seien nicht übertrieben, ergänzt der Metereologe. Die Gewitter hätten das Potenzial “eine der stärksten des Jahres” zu werden. Auch wenn der Höhepunkt der Gewittersaison meist erst im Juli sei, seien extreme Gewitter im Mai nicht so ungewöhnlich, das schwanke von Jahr zu Jahr stark, so Zimmermann. Studien belegen eindeutig, dass der Starkreden bei Gewittern aufgrund des Klimawandels in Zukunft zunehmen wird. Bei Gewittern mit Sturm könne man aber keine Rückschlüsse auf den Klimawandel ziehen, dafür wisse man noch zu wenig.

(sm)

Titelbild: APA Picturedesk

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2 Kommentare
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DaSchauHer
19. 05. 2022 17:15

Solche Natur-Unwetterkatastrophen sind gsd temporär im Durchzug – mit allen damit verbund. furchtbaren Konsequenzen, die zu beheben sind …
Unser Problem: Unser Land hat schon jahrelang unter einem geistig-ethischen Tiefdruckgebiet stationärer Natur zu leiden:
-> Sümpfe, die nicht trocknen wollen, deshalb für unser Land / Volkskultur so klimaschädlich sind.
-> alle paar Tage schlagen fast lebensgefährliche Blitze mitten in unsere Gesellschaft ein, vollgeladen mit korrupter, alltag-lebensferner Hybris.
-> es hagelt ständig von gedroschenen populistischen Floskeln, bis wir knietief im Entsetzen waten müssen.
-> gefühlte Orkane an Sinn entleerten Propaganda-Worthülsen.
-> sindflutartige Stürze an intelligenzfernen Zustandsanalysen.
-> weltvergessenes Steinzeitdenken, das uns in erstarrter Weltsicht weismachen möchte, dass es nicht besser ginge, als auf 2/3 der Bevölkerung schlichtweg zu vergessen, weil eigentl. nur Kernwählerschaft zu bedienen sei…

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von DaSchauHer
19. 05. 2022 17:27
Antworte auf  DaSchauHer

Da bin ich Germanien besser dran, weil sowas nicht den Dreck vom Auto spült. 🙂