Die Initiative des Gesundheits- & Krankenpflegepersonals der Stadt Wien versammelte gestern über 1.000 Pflegekräfte der Stadt Wien zur Demonstration. Die Demonstranten sehen sich von der Stadt ungerecht behandelt.

Wien, 25.September 2019 / Ursprung der Initiative und der Demonstration ist, die laufende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den öffentlichen Spitälern und die Besoldungsreform der Stadt Wien, in Kooperation der Gewerkschaft Younion, die seit dem 1.1.2018 in Kraft getreten ist. Das erklärten die protestierenden Angestellten. Seit diesem Datum gebe es höhere Einstiegsgehälter bei einer flacheren Lohnkurve.

Neues Besoldungsrecht nicht für alle

Das gilt jedoch nur für neue MitarbeiterInnen, die mit dem oben genannten Stichtag eingetreten sind. Die Lebensverdienstsumme sollte ungefähr gleich bleiben, jedoch wurden einige Berufsgruppen finanziell deutlich aufgewertet, um erweiterte Kompetenzen und Aufgabenbereiche monetär abzugelten. Folglich ergab sich, dass neue MitarbeiterInnen der Stadt Wien in der Pflege zw. 100.000-200.000 Euro Brutto höhere Lebensverdienstsummen erreichen, als systemerhaltende, langdienende MitarbeiterInnen.

„Hartnäckig bleiben!“

Die Initiatoren der Demo, Michael Wakolbinger und Lukas Lentsch, erklärten, dass es ihnen keinesfalls darum ginge, neuen Mitarbeiten ihr besseres Gehalt abspenstig zu machen: „Wir wollen gegenüber neuen MitarbeiterInnen keine Neiddebatte schüren, denn sie verdienen sich jeden Euro genau so hart wie jeder andere, sondern faire und vergleichbare Löhne sowie Dienstverträge, für alle Bediensteten der Stadt Wien.“ Die altgedienten Mitarbeiter fordern die Möglichkeit, ebenfalls ins neue Dienstrecht zu optieren.

Daniela Holzinger-Vogtenhuber, Sozialsprecherin von JETZT-Liste Pilz nahm an der Demonstration teil. Sie betonte vor allem die Forderung der Demonstranten nach besseren Arbeitsbedingungen: „Es braucht Zeit für Pflege und Zeit für Menschlichkeit.“ Den demonstrierenden rät sie, hartnäckig zu bleiben. Nur so könnten ihre Forderungen umgesetzt werden.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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