Es war der erste große Stimmungstest vor dem Showdown der US-Präsidentschaftswahlen 2020: Die Gouverneurswahl in Kentucky. US-Präsident Donald Trump hatte die Wahl im Vorfeld zur „Abstimmung über ihn“ auserkoren. Nun holte er sich eine blutige Nase: Der demokratische Bewerber Andy Beshear gewinnt knapp vor dem favorisierten Republikaner.

Wien, 05. November 2019 / Der Favorit für die Gouverneurswahl in Kentucky, Republikaner Matt Bevin (52), verliert überraschend gegen seinen Mitbewerber. Der Demokrat Andy Beshear (41) setzt sich in der konservativen Hochburg knapp durch. Pikant: 2016 gewann Trump bei der Präsidentenwahl in Kentucky mit 30 Prozent Vorsprung auf Hillary Clinton!

Billige Ausreden von Trump

Trump gerät durch die überraschende Niederlage in Bedrängnis. Im Vorfeld der Gouverneurswahl hatte der Präsidenten-Rambo noch getönt, die Wahl sei ein erster Stimmungstest seiner Präsidentschaft und kommenden Kandidatur. Auch dem drohende Impeachment-Verfahren wollte er durch einen eigentlich eingeplanten Sieg Legitimität aberkennen. Trump versucht aber bereits, die Niederlage in einen Sieg umzudeuten.

Screenshot von Twitter: https://twitter.com/realdonaldtrump

Republikaner holen Mississipi, Demokraten Virginia

Auch verwies „The Donald“ auf die gewonnene Wahl in Mississippi. Mit 54,4 Prozent setzte sich der republikanische Kandidat gegen den Demokraten Jim Hood durch. Im Bundesstaat Virginia schafften es hingegen die Demokraten, beide Häuser des Regionalparlaments nach 20 Jahren republikanischer Herrschaft zu erobern.

 (wb)

Titelbild: APA Picturedesk/AFP © LUDOVIC MARIN

 

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