Bundespräsident Van der Bellen hält Rede mit Eisbär

Auf Klimakonferenz

Van der Bellen machte bei der UN-Klimakonferenz in Madrid auf sich aufmerksam. Mit einem Kuscheleisbären in der Hand appellierte Van der Bellen: Der Weg aus der Klimakrise ist eine Entscheidung und kein Schicksal.

Wien, 02. Dezember 2019/ Der Bär ist ein Geschenk für einen Sechsjährigen, verriet er den anwesenden Staats- und Regierungschefs am Montag. In einer „Climate-Fiction“ erläuterte das Staatsoberhaupt dann, wie die Welt in 30 Jahren aussehen könnte: Der Weg dahin sei eine Entscheidung und kein Schicksal.

„Wir müssen Strom sparen, sonst sterben die Eisbären“

Das Kuscheltier werde er dem Sohn einer Mitarbeiterin mit dem Namen David zum sechsten Geburtstag schenken: „Wir müssen Strom sparen, sonst sterben die Eisbären“, sagte dieser laut Van der Bellen beim Anblick der Kristallluster in der Wiener Hofburg. Mit einer kurzen Schilderung von zwei möglichen Welten im Jahr 2050, einer mit und einer ohne ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen. In der einen ist Wien eine Hitzepool, in der es inzwischen das tropische Dengue-Fieber gibt, in der anderen fahren die Fahrzeuge jeweils mit Elektroantrieb durch eine inzwischen begrünte Bundeshauptstadt, „aus vielen Ölkonzernen sind Sonnenkonzerne geworden“.

Kein Schicksal, es ist Entscheidung

„Es ist nicht Schicksal“, resümierte van der Bellen, „es ist schlicht und einfach unsere Entscheidung“, und kommendes Jahr sei die Entscheidung fällig, die nationalen Klimapläne nachzubessern. Im Zuge dieser Entscheidung riet das Staatsoberhaupt seinen Kollegen und den Regierungschef, an die Kinder zu denken, „denn unsere Kinder werden später auch an uns denken, daran, was wir getan haben. Oder daran, was wir nicht getan haben“, schloss der Bundespräsident.

(bf/apa)

Titelbild: APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER

 

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