Neustart FPÖ

Hat Strache bereits 10 Gemeinderäte hinter sich?

FPÖ-Obmann Norbert Hofer hat am Donnerstag die freiheitlichen Landeschefs getroffen, um über die anstehende Parteireform zu reden. Dabei sei am Rande auch über das laufende Schiedsgerichtsverfahren in Wien zum möglichen Ausschluss von Heinz-Christian Strache berichtet worden, hieß es danach in einer Aussendung. Zentrales Gesprächsthema sei aber der „Neustart der Partei“ gewesen. Strache behauptet indes, 10 von 34 Gemeinderäte hinter sich zu haben. Einer „Liste Strache“ würde dies entgegenkommen.

Wien, 05. Dezember 2019 / Der FPÖ-Vorstand hatte Anfang Oktober beschlossen, Arbeitsgruppen zur Parteireform einzusetzen. Mit der Ausarbeitung eines neuen moderneren Auftritts der Partei wurden der Welser Bürgermeister Andreas Rabl, Salzburgs Landesparteichefin Marlene Svazek und Vorarlbergs Parteichef Christof Bitschi beauftragt. Konkrete Schritte sollen im Jänner 2020 im Rahmen einer Bundesparteiklausur verabschiedet werden.

„Links-Grünes-Chaos“

„Die Landesgruppen ziehen gemeinsam mit mir an einem Strang. Unser Blick geht eindeutig nach vorne“,

berichtete Hofer nach dem Treffen. Konkrete Vorhaben teilten die Freiheitlichen am Donnerstag nicht mit, nur so viel: „Die FPÖ will das Land vor einem links-grünen Chaos retten.“ Nach dem „Scheitern des schwarz-grünen Experiments“ würden die Wähler ihre Stimme „erneut der FPÖ geben, verbunden mit dem klaren Auftrag, wieder Verantwortung für das Land zu übernehmen“, glaubt Hofer.

Hat Strache bereits 10 Gemeineräte hinter sich?

Auch über eine eigene Strache-Liste bei der Wien-Wahl 2020 wird bereits diskutiert. Der über das Ibiza-Video gestolpert, einstige Chef-Blaue soll laut „Kurier“ jüngst behauptet haben, zehn der derzeitigen 34 Wiener FPÖ-Gemeinderäte hinter sich zu haben. Für einen Klubstatus würden übrigens drei Abgeordnete reichen.

(APA/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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