Die Alternative zum Videobeweis

2021 kommt der Videobeweis auch in die österreichische Bundesliga. In anderen Ländern und der Champions League lässt die technische Unterstützung schon einige Zeit die Wogen hochgehen. Doch gibt es eine Alternative? Ein kleiner Blick über den Tellerrand Richtung Tenniscourt.

Wien, 11. Dezember 2019/ Seit zwei Jahren ist der Videobeweis in der deutschen Bundesliga am Werk. Die Stimmung unter den Fußballanhängern darüber ist kontrovers. Wann immer im Kölner Keller eine strittige Situation überprüft wird, geht ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Die minutenlange Ungewissheit ist bei Fans und Spielern äußert unbeliebt. Die mehrmals pro Spiel eintretenden Unterbrechungen nehmen Tempo und Spannung aus der Partie, eine zunehmende Amerikanisierung des Fußballs.

Tennis als Vorreiter

Entgegenwirken könnte man, wenn man einen Blick auf den Tenniscourt oder aufs (American-)Footballfeld wirft. Jeder Trainer erhält einmal pro Spiel die Chance, eine Entscheidung des Schiedsrichters anzuzweifeln. Nach einer strittigen Situation kann sich Trainer bei der nächsten Spielunterbrechung an den Schiedsrichter wenden, um einen Videobeweis einzufordern. Dieser würde dann wie gehabt auf dem Fernseher die Szene überprüfen.

Einführung der vierten Einwechslung

Gekoppelt wäre dies mit einer Einführung der vierten Einwechslung in der regulären Spielzeit. Sollte der Trainer zurecht eine Schiedsrichterentscheidung anzweifeln, würde die vierte Einwechslung für das Team erhalten bleiben. Bei einer zu Unrecht angezweifelten Entscheidung verfällt die letzte Einwechslung. Sollte die vierte Einwechslung bereits erfolgt sein, ist keine „Challenge“ durch den Trainer mehr möglich.

Mehr Spielfluss

Man könnte somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Fühlt sich ein Team ungerecht behandelt, kann der Trainer sofort einen Beweis verlangen. Zehnmaliges Überprüfen von Millimeterentscheidungen pro Spiel, das Spielfluss und Spannung aus dem Spiel nehmen, würden damit der Vergangenheit angehören.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

Aktuell

Skandalkalender: Türchen 20

Skandalkalender: Türchen 19

Skandalkalender: Türchen 18

Skandalkalender: Türchen 17

Skandalkalender: Türchen 16

Skandalkalender: Türchen 15