Offiziell:

So viel kosteten die Kickl-Pferde

Eine Anfrage des SPÖ-Abgeordneten Reinhold Einwallner an den ehemaligen Innenminister Wolfgang Peschorn hat nun die genauen Gesamtkosten des Kickl-Lieblingsprojekts offengelegt. Die berittene Polizei hat demnach Kosten in Millionenhöhe verursacht.

Wien, 08. Jänner 2020 / Herbert Kickls Prestige-Projekt, die berittene Polizei, wurde am 27. November 2019 nach einem einjährigen Probebetrieb eingestellt. Immer wieder kamen Spekulationen über die wahren Kosten der Pferdepolizei hoch. Ex-Innenminister Peschorn gab gestern knapp vor seinem Ausscheiden noch Auskunft über die Kosten.

Weit über der Millionengrenze

Nach einer schriftlichen Anfrage des SPÖ-Abgeordneten Reinhold Einwallner bezifferte Peschorn die Kosten des Projektes in seiner Beantwortung mit 2.345.000 Euro. Davon entfallen insgesamt 906.000 Euro auf Sachkostenaufwand und 1.439.000 Euro auf Personalkosten. Zudem wurden die Kosten für die zehn angeschafften Pferde bekannt. 116.000 Euro wurden in die Beschaffung investiert.

Die Kosten der Kickl-Pferde

Bild: Screenshot Parlaments-Homepage

Erworben wurden die Tiere von Einzelpersonen und Händlern aus Österreich, Deutschland und Ungarn. Über das eingestellte Projekt sagte Peschorn:

„Das Projekt wurde beendet. Es ist nun beauftragt, rasch und budgetschonend das Projekt abzuwickeln. Die weitere Vorgehensweise zur Veräußerung der Pferde sowie der anderen Wirtschaftsgüter ist von der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit festzulegen. Hierbei sind insbesondere vergabe- und haushaltsrechtliche Vorschriften zu beachten.“

Damit ist der Kickl-Ponyhof Geschichte.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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