Briten: Jetzt kommt die Rechnung!

Großbritannien muss der Europäischen Union für 2019 rund 1,3 Milliarden Euro mehr zahlen als gedacht. Die EU-Kommission bestätigte gestern eine Nachberechnung des Beitrags auf Grundlage der neuesten Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich. Die neue Rechnung sei ausgerechnet am Tag des britischen EU-Austritts am 31. Jänner an London gegangen. Im Juni ist der Betrag fällig.

Wien, 07. Februar 2020 /

1,3 Milliarden Nachzahlung

„Die EU-Kommission kann bestätigen, dass Ende Jänner, wie jedes Jahr, die Beträge neu berechnet wurden, die die Mitgliedsstaaten dem EU-Haushalt schulden, um sie mit den Wirtschaftsdaten abzugleichen, die die Mitgliedsstaaten selbst melden.“ Das  habe mit dem Brexit gar nichts zu tun, und auch das Datum sei reiner Zufall.

45 Milliarden für Brexit

Großbritannien hatte die EU am 31. Jänner um Mitternacht nach 47 Jahren verlassen. Noch bis Jahresende läuft jedoch eine Übergangsfrist, in der sich fast nichts ändert. In der Zeit zahlt Großbritannien auch wie bisher in den EU-Haushalt ein. Das ist im Austrittsabkommen so geregelt, das auch die Schlussrechnung für Großbritannien insgesamt festgelegt. Dieser Betrag wurde auf insgesamt rund 45 Milliarden Euro geschätzt.

(apa/fr)

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Das Gespräch führte Thomas Oysmüller

Titelbild/Fotos: ZackZack – Martin Pichler

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