1000 weitere Jobs bei Swarovski weg

Dornauer: “Kniefall vor Großkapital”

Swarovski kündigt die nächste Kündigungswelle an. Nachdem bereits 200 Ende Juni abgebaut wurden, sollen nun 1000 weitere Stellen gestrichen werden. Der Chef der SPÖ Tirol Dornauer zeigt sich empört und sieht “einen Kniefall vor dem Großkapital.”

Innsbruck, 21. Juli 2020 | Der Kristallkonzern Swarovski hat am Dienstag angekündigt, im Herbst am Hauptstandort Wattens von den derzeit noch bestehenden 4.600 Stellen weitere 1.000 abzubauen. Der Konzern bestätigte der APA einen entsprechenden Bericht des ORF Tirol. Geschäftsführer Robert Buchbauer bezeichnete dies als “schmerzliche, aber alternativlose Entscheidung”.

“Umstrukturierung”

Bei der Maßnahme handle es sich um den Teil einer groß angelegten Umstrukturierungsphase des Unternehmens. Als Gründe wurden der immer stärker werdende Konkurrenzdruck sowie die Corona-Pandemie angeführt. Bereits Ende Juni hatte der Kristallkonzern bekannt gegeben, rund 200 Mitarbeiter in den Bereichen Marketing und Vertrieb abzubauen. Am Montag sollen die betroffenen Mitarbeiter per E-Mail von ihrer Kündigung informiert worden sein.

„Vor den Augen der schwarz-grünen Landesregierung kassiert ein Tiroler Traditionsunternehmen in Österreich Kurzarbeitsgelder, kennt aber keine Heimatverbundenheit mehr, wenn es um billige Arbeitsbedingungen im Ausland und daraus entstehenden Profit geht. Das ist moralisch nicht vertretbar”,

übt Dornauer scharfe Kritik am Konzern und der Regierungsspitze,

„Ich frage mich, was die von Landeshauptmann Günther Platter angekündigten Gespräche der Landesregierung mit der Konzernleitung gebracht haben? Auch in der Bundesregierung müssten die Alarmglocken schrillen. Doch ich erkenne keinerlei Aufbäumen, sondern sehe nur einen weiteren Kniefall vor dem Großkapital. Die Kurzarbeitsmillionen müssen zurückgezahlt werden!”

(apa/ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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