Sind Sie geistig fitter als Donald Trump?

US-Präsident legt Test ab

Das kognitive Vermögen der beiden Spitzenkandidaten, Donald Trump und Joe Biden, steht im US-Wahlkampf besonders im Fokus. Trump legte nun sogar einen „besonders schwierigen Test“ ab. Sind Sie geistig fitter als der US-Präsident?

Wien, 23. Juli 2020 | „Person, Frau, Mann, Kamera, Fernseher“ – merken Sie sich diese fünf Begriffe gut. US-Präsident Donald Trump prahlte nämlich neuerdings in einem “FOX News”-Interview:

„Sie sagten, niemand schafft es, das in der richtigen Reihe aufzuzählen, es ist nicht so einfach. Aber für mich war es einfach.“

Trump forderte sogar seinen Rivalen Joe Biden auf, den Test abzulegen.

Moderator machte Test ebenfalls: “Nicht unbedingt der schwierigste”

Vor einem Jahr beauftragte Trump seinen Leibarzt Ronny Jackson, einen Test zu finden, der seine kognitiven Fähigkeiten erforscht. Der Grund: Seine geistige Fitness war immer wieder Thema in den Medien. „Ich will, dass die die Klappe halten – Die sind Fake News“, soll Trump seinem Arzt gesagt haben.

Der Test, den Trump nun kürzlich abgelegt hatte, war ein kognitiver Test, um die Frühzeichen von Alzheimer zu erkennen. Nach eigenen Aussagen habe Trump ihn „leicht geschafft“, nur die letzten fünf Fragen seien „sehr schwer“ für den 74-jährigen US-Präsidenten gewesen. “Fox News”-Moderator Chris Wallace erwiderte nach Trumps wiederholtem Prahlen über seine Resultate, dass er den Test ebenfalls absolviert hatte. Seine kühle Antwort an Trump:

„Das ist jetzt nicht unbedingt der schwierigste Test. Da ist ein Bild von einem Elefanten und sie fragen ´Was ist das?´.“

Die Elefanten-Frage sorgte für enormen Spott in den sozialen Netzwerken.

Auszug aus dem MOCA-Test. Statt Elefanten sind nun diese drei Tiere gefragt.

Screenschot: NYT

30 Fragen

Beim Test, den Trump ablegte, handelt es sich höchstwahrscheinlich um „Montreal Cognitive Assessment (MoCA)“. Die Macher des Testes wiederholen eindringlich, dass es sich dabei nicht um einen IQ-Test, sondern um einen Alzheimertest handelt. Für einen Menschen mit normalen kognitiven Fähigkeiten sollte er äußerst einfach sein. Der 30-Fragen-Test fordert unter anderem dazu auf, in Siebener-Schritten von 100 abwärts zu zählen, eine Uhr zu zeichnen oder Tiere zu benennen.

Die „schwierigen“ letzten Fünf Fragen, bei denen Trump so seine Probleme hatte, begannen damit, einen Satz laut zu wiederholen und danach so viele Wörter mit „F“ wie möglich aufzuzählen. Weiters mussten Objekte in Kategorien eingeteilt werden, etwa Transportmittel (Zug, Bus, Fahrrad). Der wohl “schwierigste” Part des Tests war das Wiederholen der fünf Wörter, die Trump sich eingangs merken musste. Zu guter Letzt musste Trump noch beantworten, welches Datum an diesem Tag war.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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