Amazonas-Abholzung:

Bolsonaro droht Biden mit “Pulver”

Brasiliens ultrarechter Staatschef Bolsonaro droht dem frisch gewählten US-Präsidenten Joe Biden mit “Pulver”, sollte sich Biden in die Waldbrände und Abholzung des Amazonas einmischen. Bolsonaro hält sich indes mit einer Gratulation für den Wahlsieger Biden zurück.

Wien, 11. November 2020 | Der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro hat dem neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden mit einem harten Konflikt um die Klimapolitik gedroht. Zuvor äußerte sich Biden im Wahlkampf sehr kritisch zu der rasch fortschreitendne Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Bolsonaro sagte dazu am Dienstag, “allein mit der Diplomatie” ließen sich solche Konflikte nicht bewältigen – dazu werde auch “Pulver” gebraucht.
Was er damit konkret meinte, führte der ultrarechte Staatschef nicht aus. Er sagte, das “Pulver” müsse nicht eingesetzt werden, doch müsse die andere Seite “wissen, dass wir es haben”.

Trump-Anhänger Bolsonaro findet Bidens Sanktionen “unnötig”

Bolsonaro hat Biden bisher nicht zu seinem Wahlsieg gratuliert, im Unterschied zu vielen anderen Staats- und Regierungschefs rund um die Welt. Bolsonaro ist ein Anhänger von US-Präsident Donald Trump, der seine Wahlniederlage bisher nicht anerkennt.

Im Vorfeld der US-Wahl hatte der brasilianische Präsident offen seine Hoffnung auf einen Sieg Trumps bekundet. Die Äußerungen Bidens, der Brasilien wegen der Vernichtung des Amazonaswaldes mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht hatte, nannte Bolsonaro “katastrophal und unnötig”.

Waldbrände von Bolsonaro befeuert

Umweltschützer machen Brasiliens Präsidenten für diese Zerstörungen mitverantwortlich. Sie werfen ihm die Begünstigung von Brandrodungen vor. Unter Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonasgebiet dramatisch zugenommen. Der Amazonaswald ist für den Schutz des Erdklimas von zentraler Bedeutung – er gilt als “grüne Lunge” des Planeten. Biden will den Klimaschutz zu einem der Schwerpunkte seiner Präsidentschaft machen.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Lesen Sie auch

Folge einem manuell hinzugefügten Link
Link zu: InlandLink zu: Meinung
Link zu: AuslandLink zu: Leben

Kein Diplomatenpass mehr für Thomas Schmid

ÖBAG-Chef Schmid konnte es nicht fassen, ohne Diplomatenpass reisen und mit gewöhnlichen Menschen beim Behördengang warten zu müssen. Die nennt er „Pöbel“ und „Tiere“.

Dazu brauchen wir eure Unterstützung:

im ZackZack-Club.

Kurz attackiert ZackZack!

Wir bleiben dran: in Wien,

Ibiza und Mallorca.

Schließen