Freitag, Februar 23, 2024

ZackZack am Mittwochmorgen – 22. Februar 2023

Politischer Aschermittwoch steht bevor, Biden warnt die Welt in Warschau, Radiosymphonieorchester-Dirigentin ist schockiert und China sieht japanische Aufrüstung nicht gerne.

Wien | Was am Mittwoch wichtig ist:

Politischer Aschermittwoch

Klagenfurt/Ried im Innkreis/Judenburg | Nach der Coronapause ist der Aschermittwoch heuer wieder der Tag der politischen Rundumschläge.

Beim traditionellen Kehraus der FPÖ in Ried tritt erstmals Herbert Kickl als Parteichef ans Pult. Auch der oberösterreichische FPÖ-Parteiobmann Manfred Haimbuchner wird erwartet.

In der Steiermark schart der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher prominente Genossen um sich. AK-Chefin Renate Anderl ist ebenso zu Gast wie der Nationalratsabgeordnete Kai-Jan Krainer.

In Kärnten lädt die ÖVP eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl zum politischen Aschermittwoch, der das einzige Großevent der Partei im laufenden Wahlkampf darstellt.

Historische Vergleiche in Warschau

Warschau | Bei seinem Staatsbesuch in Warschau richtete sich US-Präsident Joe Biden sowohl an den Westen, als auch an die russische Bevölkerung. Er verglich den russischen Angriffskrieg mit Hitlers Überfall auf Polen 1939. Dieser löste den zweiten Weltkrieg aus. „Den Appetit von Autokraten kann man nicht stillen, man muss sich ihm entgegenstellen. Der Autokrat versteht nur ein Wort: Nein!“, sagte Biden vor dem königlichen Schloss in Warschau.

Auch an die russische Bevölkerung wandte sich Biden, um eine Aussage Putins vom Dienstag richtig zu stellen: Die USA wollten Russland nicht zerstören. Vielmehr sei der Krieg „eine Tragödie. Präsident Putin hat diesen Krieg gewählt“.

Chefdirigentin entsetzt

Wien/New York | Die Chefdirigentin des von den ORF-Sparplänen bedrohten Radiosymphonieorchesters, Marin Alsop, kann die mögliche Auflösung des Ausnahmeorchesters nicht nachvollziehen: „Wenn ich als Amerikanerin an Österreich denke, ist das Erste, das mir in den Sinn kommt, Kultur. Österreich ist die Wiege der Klassik. Für mich ist die Entscheidung deshalb unbegreiflich“, sagt sie. Es sei folglich „für Österreich fast peinlich, dass diese furchtbare und drakonische Maßnahme überhaupt erwogen wird“, kritisiert sie den von Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) verordneten Sparkurs im ORF scharf.

China über japanische Aufrüstung alarmiert

Tokio | Bei den ersten offiziellen Sicherheitsgesprächen zwischen China und Japan seit vier Jahren warf das Reich der Mitte dem Inselstaat eine „Mentalität des Krieges“ vor. Besorgt zeigte man sich über die militärische Aufrüstung Japans. „Um ehrlich zu sein, sind wir besorgt über Japans neue Verteidigungs- und Sicherheitsdokumente”, sagte der stellvertretende chinesische Außenminister Sun Weidong am Mittwoch zu Beginn des Treffens mit dem japanischen Außenminister Shigeo Yamada in Tokio.

Japan rüstet vor dem Hintergrund steigender Spannungen im Indopazifik im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung massiv auf. Die Regierung in Tokio fürchtet, dass Peking ähnlich wie Russland militärische Maßnahmen ergreifen könnte, um die Kontrolle über Taiwan zu erlangen, was auch den Druck auf Japan erhöhen würde.

apa | Titelbild: MANDEL NGAN / AFP / picturedesk.com

DanielPilz
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Taucht gern tiefer in komplexe Themengebiete ein. Lebt trotz Philosophiestudiums nicht im Elfenbeinturm und verpasst fast kein Fußballspiel.
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6 Kommentare

  1. Es läuft nun darauf hinaus, dass V. Putin die eigenen Soldaten verheizt. Das ist eigentlich nur ein russisches Problem. Aber leider müssen die Ukrainer entsprechend dagegenhalten, wenn es am Ende noch eine Ukraine geben soll. Alles war so abzusehen und man hätte die Ukraine schon vor Monaten entsprechend vorbereiten können. Jetzt werde die Grabenkämpfe erstmal an Intensität zunehmen und dabei die Verluste der Ukraine spürbar erhöhen, ohne, dass es Russland aber signifikant weiterhelfen würde. Das wird zunächst vielen Ukrainer das Leben kosten und anschliessend überwiegend Russen. Die Unterstützer der Ukraine sollten nun ihre Zurückhaltung bei der Produktion von Waffensystemen ablegen und der Ukraine ausreichend Nachschub liefern.

  2. Zur österreichischen Innenpolitik weiß ich nichts zu sagen, weil ich darin nicht gut bin. Ich weiß nur, dass es extern ist. 😛
    Ich kann diese Seite jedoch nicht verlassen, weil ich nicht möchte, dass Sie 10 % Ihrer Leser verlieren! 🙂

  3. in wahrheit ist das alles ganz anders
    putin hat ja in seiner rede auch gesagt – wenn ich das richtig verstanden hab:

    “Das Projekt der Ukraine wurde bereits im 19. Jahrhundert in Österreich-Ungarn kultiviert, um historische Ländereien von Russland abzulösen.”

    also auf gut deutsch – wir österreicher sind schuld.
    wieder amal.

      • Der will sein “Großungarn” reaktivieren. Ich vermute sogar einen Putin-Orban-Pakt in Bezug auf die Ukraine. Also, dass sie sich diese Gebiete aufteilen wollen.

  4. Die USA haben wohl entschieden, dass Polen Europas Supermacht werden muss. Riskant für Europa. Ich bin kein Anti-Polen, aber instinktiv fühle ich mich nicht zu aristokratischen und expansiven Mentalitäten hingezogen – und ich habe Angst, dass mittelalterliche Träume in Polen zurückfallen. Wenn ich an das Stück Deutschland denke, das Polen erhalten hat, das Stück von Die Ukraine, die sie „de facto“ kontrollieren wird, das Protektorat über die baltischen Staaten, das sie praktizieren wird, die mangelnde Empathie gegenüber europäischen Muslimen und die mangelnde Toleranz gegenüber den LGBTI-Gemeinschaften … Q … Z (insbesondere Z ! :D), nein, ich sehe nicht Polen als Stabilitätspfeiler im zukünftigen europäischen Aufbauwerk. (Mircea – ein Pro-Amerikaner :P)

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