Italien will europaweites Skiurlaub-Verbot

Zu Weihnachten

Hiobsbotschaft für die Tiroler Liftkaiser? Die italienische Regierung will mit den alpinen Nachbarländern über eine vorübergehende Schließung von Skipisten sprechen. Geht es nach der Regierung in Rom, sollen die Skipisten erst Ende Jänner aufsperren.

Rom, 23. November 2020 | Die italienische Regierung will Kontakte zu den alpinen Nachbarländern, darunter Österreich, aufnehmen, um über eine mögliche Schließung der Skipisten über die Weihnachtszeit zu diskutieren. Ziel sei, auf europäischer Ebene Skiurlaub zu verbieten und die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie zu verhindern, berichtete die römische Tageszeitung “La Repubblica” (Montagsausgabe).

Skifahren erst ab Ende Jänner?

Laut der italienischen Regierung sollten die Skipisten erst Ende Jänner geöffnet werden, wenn die Infektionszahlen sinken und die EU-Länder mit Impfkampagnen beginnen können. Angesichts der noch hohen Zahl von Neuinfektionen und Todesopfern in Italien dürfe es über die Weihnachtszeit zu keiner Lockerung der Anti-Covid-Maßnahmen kommen. Die Gefahr sei ansonsten, dass Italien nach den Feiertagen im Jänner mit einer dritten Coronavirus-Infektionswelle konfrontiert sei.

Die Regierung von Premier Giuseppe Conte prüft diese Woche die Anti-Covid-Maßnahmen, die für die Weihnachtszeit gelten sollen. Einen Beschluss muss die Regierung bis zum 3. Dezember ergreifen. An diesem Tag läuft die Verordnung aus, mit der in Italien das sogenannte Ampel-System aus gelben, orangen und roten Regionen eingeführt worden ist.

Shoppen ist okay

Um dem Handel während der Adventzeit Luft zum Durchatmen zu geben, sollen in allen Regionen unabhängig von den Infektionszahlen Geschäfte bis 22 Uhr offen halten können. Mit den längeren Öffnungszeiten will man Menschenansammlungen verhindern. Die Sicherheitskräfte sollen kontrollieren, dass es in Einkaufszentren und Supermärkten zu keinen Staus kommt.

Im Rahmen der Anti-Covid-Maßnahmen für die Weihnachtszeit will die Regierung ab 7. Dezember bis zum 11. Jänner die Schulen geschlossen halten. Fast alle Schulen – mit Ausnahme von Volksschulen – sowie die Universitäten sollen bis dahin auf Fernunterricht setzen, lautet das Vorhaben des Kabinetts. Bisher sind die Schulen in den meisten Teilen des Landes offen. Gegen die Pläne, die Schulen zu sperren, gibt es heftige Proteste. “Fernunterricht ist keine Schule” lautet der Slogan der Proteste.

(apa/ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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