Samstag, Februar 24, 2024

“Mission Ferkel”: Italienische Rettungsaktion nach Unwetter

Ein Schweinchen bewegt Italien. Es war den massiven Überschwemmungen entkommen. Nun soll der kleine Grunzer gerettet werden, fordern Tierschützer, um nicht auf dem Schlachthof zu landen.

Bologna | Italien will ein Ferkel retten, das vor zwei Wochen in der Stadt Faenza den Überschwemmungen entkommen war. Eine Petition auf der Plattform Change.org, die an den Bürgermeister von Ravenna und Präsidenten der gleichnamigen Provinz, Michele de Pascale, gerichtet ist, bittet darum, dem Schweinchen das Leben zu retten.

Die Tierschutzorganisation Meta aus Parma fordert, dass das Ferkel einem Tierheim anvertraut wird und nicht bei dem Züchter bleibt, zu dem es nach seiner Rettung aus den Fluten zurückgebracht wurde. Nach Angaben des Vereins war es dem Schwein während der schweren Überschwemmung gelungen, aus dem Betrieb zu entkommen und in einem Garten Zuflucht zu finden, wo es vom Hausbesitzer versorgt wurde. Dieser erklärte sich bereit, das Schwein zu adoptieren oder in einem Tierheim unterzubringen.

Schlachthof?

Auf Druck des Viehzüchters musste der Mann jedoch das Tier zurückgeben. “Das bedeutet, dass das Ferkel, nachdem es vor der Flut gerettet wurde, im Schlachthof landen wird, denn das ist es, was Schweinezüchter tun: Sie züchten Tiere, um sie zu schlachten”, hieß es in einem Aufruf Metas.

“Geste der Menschlichkeit”

Der Verband richtete auch auf TikTok einen Appell an die Institutionen zur Rettung des Ferkels. “Wir bitten um eine Geste der Menschlichkeit für diese Kreatur, denn es ist möglich, sie zu retten”, hieß es im Appell. Die Petition sammelte in kurzer Zeit zehntausende Unterschriften.

In Faenza sind mehr als 600 Schweine ertrunken, etwa 200 konnten entkommen. Landwirtschaft und Viehzucht in der Emilia Romagna haben bei den Unwettern schwere Schäden erlitten.

apa | Titelbild (Symbolbild): pixabay.com

Redaktion
Redaktion
Die ZackZack Redaktion
LESEN SIE AUCH

Liebe Forumsteilnehmer,

Bitte bleiben Sie anderen Teilnehmern gegenüber höflich und posten Sie nur Relevantes zum Thema.

Ihre Kommentare können sonst entfernt werden.

ZackZack gibt es weiter gratis. Weil alle, die sich Paywalls nicht leisten können, trotzdem Zugang zu unabhängigem Journalismus haben sollen. Damit wir das ohne Regierungsinserat schaffen, starten wir die „Aktion 3.000“. Wir brauchen 3.000 Club-Mitglieder wie DICH.