Jetzt droht verschärfte Verordung

Ignoriert Bevölkerung Voll-Lockdown?

Laut den A1-Bewegungsdaten reduzierte sich die Mobilität der Österreicher und deren Smartphones im Voll-Lockdown um weniger als 10 Prozent im Vergleich zum „Lockdown light“. Morgen kommt eine neue, strengere Verordnung, Kontaktbeschränkungen sollen offenbar verschärft werden.

 

Wien, 26. November 2020 | Seit März ist vieles anders. Der Mobilfunkanbieter A1 schickt (anonymisierte) Bewegungsdaten der Österreicher an die Regierung. Damit kann abgeschätzt werden, wie brav die Bevölkerung die Hausarrest-Verordnung befolgt.

Reduktion um weniger als 10 Prozent

Zufrieden dürften Kanzler Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Anschober (Grüne) mit dem Rückgang nicht sein. Denn im Vergleich zwischen „Lockdown light“ ab November und „Voll-Lockdown“ ab Mitte November änderte sich relativ wenig. Ab November reduzierte sich die jenige Gruppe, die mehr als einen Kilometer Bewegungsradius am Tag hat, auf rund 66 Prozent. Im normalen langjährigen Schnitt seien rund 73 Prozent der österreichischen Smartphones derart mobil.

In den ersten Tagen des „Lockdown light“ reduzierte sich die mobile Gruppe also auf 63 Prozent, was aber auch an der Wiener Terrornacht gelegen haben dürfte. Dann kam die neue Verordnung und Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr. Doch die Mobilität der Smartphones (vielleicht gehen viele Menschen ohne Handy spazieren?) ging in den ersten Tagen des „Voll-Lockdowns“ vom März viel stärker, nämlich auf unter 45 Prozent zurück, als eine kollektive Angst das Land erfasst hatte. Das erklärten Mario Mayerthaler von A1 und Michael Cik von Invenium letzte Woche im Gespräch mit der APA.

Verschärfte Verordnung in Sicht?

Ähnlich sieht es auf den Straßen aus: zwar reduzierte sich der Verkehr um 60 Prozent im Vergleich zu November 2019, doch im Frühjahr waren die Straßen leergefegt (minus 90 Prozent).

Am Freitag soll die Verordnung nun verschärft werden. Das berichtete die APA am Mittwoch. Der Hauptausschuss des Parlaments hat die Verschärfung bereits durchgewunken haben. Weitere Kontaktbeschränkungen sollen ab Freitag gelten. Die Bevölkerung kennt die neue Verordnung aber noch nicht.

(ot/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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