Dienstag, Februar 7, 2023
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Wieder mehr Einbrüche – Lockdowns wirkten als Schutz

Lockdowns wirkten als Schutz

Die Lockdowns in den vergangenen zwei Jahren konnten Wohnungseinbrüche deutlich verringern. Doch in diesem Herbst steigen die Zahlen wieder spürbar an. Was man selbst gegen ungebetenen Besuch tun kann.

Wien, 28. Oktober 2022 | Herbst und Winter sind traditionell Hochsaisonen für Einbruchsdiebstähle: Im Schutz der frühen Dämmerung steigen die Täter in fremdes Eigentum ein. Doch zuletzt war die Zahl gesunken. Lockdowns und Grenzkontrollen wegen Covid wirkten sich als Schutzmechanismus aus.

Doch mittlerweile sei wieder das Anzeigenniveau von 2019 erreicht, berichtet das Bundeskriminalamt. Bei Einbrüchen in Wohnstätten, Garagen und Kellerabteilen seien sogar Steigerungen von 20 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu beobachten.

Eigenprävention

Polizeiarbeit selbst kann beim Verhindern von Einbruchstaten gar nicht so viel ausrichten. “Die wirksamsten Möglichkeiten und Tools, um Einbrüche zu verhindern, hat die Bevölkerung selbst in der Hand”, heißt es von der Polizei. Vielmehr seien eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe wichtig – etwa eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht, den Postkasten leert und Werbematerial vor der Haustür entfernt.

Einbrecher schlagen von Oktober bis Jänner öfter zu als in anderen Monaten. Täter sind besonders in der Dämmerung zwischen 16.00 und 21.00 Uhr aktiv. Tatorte sind oft Wohnungen und Häuser, die an Hauptverkehrsverbindungen angebunden sind, von dort kann man rasch flüchten. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen auch im Fokus, so das Bundeskriminalamt.

Die Täter versuchen meist durch Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen einzudringen. Schlecht gesicherte Türen oder Fenster werden mit Schraubenziehern oder Zangen aufgebrochen. Als Beute bevorzugen sie schnell verwertbares Diebesgut. Schmuck, Bargeld und wertvolle Gegenstände sollten daher im Safe liegen, höhere Geldbeträge sollte man gar nicht zuhause haben, rät die Polizei.

Verhalten im Netz überdenken

Vorsicht ist im Internet geboten: Einbrecher durchkämmen soziale Medien nach Informationen. “Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit”, warnen die Ermittler – dazu gehören öffentlich einsehbare Urlaubsfotos. “Achten Sie auf die Privatsphäre-Einstellungen der Plattform – lassen Sie nur die bestätigten Abonnenten/Freunde/Follower, die Sie persönlich kennen, an solchen Inhalten teilhaben.”

Alarmanlagen weniger wirkungsvoll als viele denken

Alarmanlagen können eine abschreckende Wirkung haben, seien aber kein Allheilmittel. Fenster, Terrassen- und Balkontüren gehören geschlossen, nicht gekippt, Werkzeuge, Leitern und ähnliches weggeräumt – sie könnten für einen Einbruch genützt werden.

Auf Keller und Auto achten

“Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Nachmittags- und Abendstunden Zeitschaltuhren für die Beleuchtung und bringen Sie eine Außenbeleuchtung bzw. Bewegungsmelder an. Lassen Sie an Ihrer Wohnungstüre Zusatzschlösser einbauen und schließen Sie diese auch bei kurzer Abwesenheit ab”, lauten weitere Tipps. Der Keller sei besonders gefährdet, hier sollte man keinesfalls Wertvolles lagern. Und das Auto “ist kein Safe. Auch die Kfz-Einbruchszahlen steigen wieder”, wurde betont.

(red/apa)

Titelbild: ZackZack/Christopher Glanzl

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1 Kommentar

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Unbekannt
28. 10. 2022 11:06

Na wenn das nicht ein guter Grund ist, die Leute zu Hause einzusperren.

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